Konkurrenz von Nischen-Anbietern und Indern

Etablierte Outsourcer verlieren Marktanteile

29.10.2010 | Redakteur: Sarah Maier

Die Top Fünf Outsourcer haben in den vergangenen fünf Jahren fünf Prozent der Marktanteile verloren.
Die Top Fünf Outsourcer haben in den vergangenen fünf Jahren fünf Prozent der Marktanteile verloren.

Konkurrenz durch Newcomer

Marktanteil hinzugewinnen konnten häufig Firmen, die von einer vergleichsweise geringen Umsatzbasis starteten, aber konstant Wachstum über Marktdurchschnitt realisierten. Dazu zählen etwa Accenture, Computacenter oder Wincor Nixdorf in Deutschland. Aber auch Fujitsu konnte insbesondere in Deutschland weiter Fuß fassen und bei einer Pro-forma-Betrachtung, inklusive TDS und Fujitsu Services, Anteile einheimsen.

Strittig machen den Markt insbesondere Newcomer. Allen voran einige indische Provider. Allein in der Schweiz finden sich mit Infosys, Tata TCS, Mahindra Satyam und Wipro bereits vier Dienstleister mit indischen Wurzeln unter den Top-20-Outsourcern.

Unter den Herausforderern finden sich ebenfalls Nischen-Anbieter, spezialisiert auf einen oder wenige Services, Branchen oder Regionen. Zudem gibt es eine Vielzahl von Dienstleistern, die gewöhnlich nicht als Outsourcing-Anbieter wahrgenommen werden, aber Betriebsleistungen unterschiedlichster Art anbieten. Dazu zählen die zahlreicher werdenden Hard- und Software-Unternehmen, die ihre Produkte „as-a-Service“ anbieten, ebenso wie „E-Business-Firmen“ wie Google und Amazon. Hinzu kommen Telekom-Unternehmen mit wachsendem IT-Services-Geschäft, Systemhäuser, die zunehmend ins Managed-Services-Geschäft vordringen, ebenso wie hoch spezialisierte BPO-Provider.

Das Fazit von PAC

„Die dominante Stellung einiger Outsourcing-Giganten wird bestehen bleiben und es ist sogar anzunehmen, dass die Positionierung einzelner Provider durch die fortlaufende Konsolidierung noch ausgebaut wird“, so PAC-Analyst Karsten Leclerque. „Auf der anderen Seite wird mit zunehmender Diversifizierung der am Markt angebotenen Leistungen ein größer werdender Anteil des Marktes auf eine steigende Zahl von Anbietern verteilt. Der Kuchen wächst, aber die Stücke werden kleiner.“

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