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Was wird aus relationalen Datenbanken im Angesicht von NoSQL und Hadoop?

„Es gibt Big Data, und es gibt wichtige Daten.“

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Ganz recht: Es gibt Big Data, und es gibt wichtige Daten.

Ich glaube, dass das Problem mit herkömmlichen relationalen Datenbanken damit zu tun hat, dass diese Systeme Ihre wichtigsten Daten enthalten. Darum sind sie auch so teuer.

Welche Technik begegnet dem Datenmonster adäquat?
Welche Technik begegnet dem Datenmonster adäquat?
(Bild: Anja Roesnick/ Fotolia.com)

Unternehmen wie Oracle, SAP, IBM und Microsoft wissen das. Sie wissen auch, dass fast jede Datenbank ihre eigene SQL-Sprache verwendet und es daher für die Unternehmen schwierig ist, von einem zu einem anderen Datenbanksystem zu wechseln. Der Kunde sitzt in der Falle. Dies ist es, was beispielsweise hinter den von Oracle verlangten Lizenzgebühren von 47.500 Dollar pro Rechnerkern plus Extras (etwa Replikation und Partitionierung) steht. Kein Wunder, dass wir nach Alternativen suchen.

Doch man sollte auch nicht gleich den Verlockungen der schönen neumodischen roten NoSQL-Knöpfe erliegen.

Oft wird eine neue Datenbank-Technolgie als eine neue tolle Lösung propagiert, die das Ende der RDBMSs besiegeln soll. In den 90er Jahren war dies bei den objektorientierten Datenbanken der Fall. Dann, zur Jahrhundertwende, war die XML-Speicherung der letzte Schrei. Heute sind es Dokumenten-Speicherung, Key Value Stores und Non-Durable Storage beispielsweise.

Doch was passiert, wenn neue Technologien wie diese eingeführt werden? Die Datenbankunternehmen prüfen und beurteilen die neue Technologie, ermitteln ihren Nutzen und ihre Rentabilität, integrieren sie in ihre relationalen Datenbank-Produkte und bieten dem Kunden das Beste aus allen Welten.

Ebenso wie die kostspieligen Enterprise-RDBMS-Alternativen wurde auch PostgreSQL mit diesen Features ausgestattet. Das neueste Beispiel ist das neue Release von PostgreSQL 9.3, das mehr Features als je zuvor enthält und eine bessere Performance als je zuvor bietet. Hiermit können Unternehmen eine bekannte und bewährte Datenbank-Grundlage als Standardlösung einführen, die nicht das Preisschild einer proprietären Lösung trägt.

Relationale Datenbanken mögen zwar weder toll noch sexy sein, aber für die wichtigen Unternehmensdaten gibt es keine echte Alternative.

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