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451 Research erkennt starken Zuspruch für Ausbau eigener RZs Erst in den Keller, dann in die Cloud

Autor / Redakteur: Ludger Schmitz / Ulrike Ostler

Zwar steigen die Ausgaben für Cloud- und Colocation-Nutzung. Die große Mehrheit der Anwender in Nordamerika und Europa investiert aber erst einmal in effizientere eigene Rechenzentren.

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(Bild: Peter von Bechen, pixelio.de)

Die Erhebung von 451 Research zu Rechenzentrumstrends in Nordamerika und Europa lässt auch im zweiten Quartal 2015 stabile Trends erkennen. Cloud Computing und Colocation-Services verzeichnen mehr Zuspruch. Vorrangig aber investieren die Anwender in ihre eigenen Rechenzentren. 87 Prozent verändern die Ausgaben in ihre IT-Backends nicht oder steigern sie. Ein Viertel aus dieser Gruppe investiert sogar kurzfristig, nämlich innerhalb der nächsten 90 Tage.

Organisationen jeder Größenordnung investieren

Diese Investitionsneigung besteht bei mittelgroßen wie großen Organisationen, wobei sie in den Segmenten Gesundheitswesen und Finanzen besonders ausgeprägt ist. Die wichtigsten Investitionsziele sind Racks, Verkabelung, Stromversorgung und Software für DataCenter Infrastructure Management (DCIM).

Die Anwender haben ihre Präferenzen, was die Lieferanten angeht. In Sachen USV, PDUs und DCIM ist Schneider Electric der gefragteste Anbieter, dicht gefolgt von Emerson Network Power. In puncto RZ-Klimatisierung ist das Verhältnis genau umgekehrt. Bei Racks und Verkabelung liegt Schneider vor HP. Chiller kommen vor allem von Trane und Carrier. Caterpillar und Cummings sind die beliebtesten Hersteller von Generatoren.

Kleinere Rechenzentren werden zusammengeführt

Investitionen tätigen die Anwender nicht einfach auf breiter Front, sondern mit deutlich erkennbaren strategischen Motiven. Nach Angaben der 451-Analysten favorisieren sie Konsolidierung und Zentralisierung. Die meisten Organisationen wollen demnach ihre kleineren Rechenzentren schließen und in größeren zusammenführen.

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 Ludger Schmitz

Ludger Schmitz

Freiberuflicher Journalist