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Jaspersoft für Big Data-Analysen in MongoDB Ericsson richtet Self-Service-BI für Multiscreen TV ein

Autor / Redakteur: Brian Gentile / Ulrike Ostler

Ein Fernsehgerät ist nicht genug. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen Telekommunikationsanbieter und Kabelnetzbetreiber ihren Kunden die Möglichkeit bieten, mit unterschiedlichen Geräten auf Videoinhalte zuzugreifen. Ericsson hat eine Multiscreen TV-Lösung entwickelt – mithilfe von MongoDB und Jaspersoft.

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Multiscreen TV von Ericsson beitet ein komplettes End-to-end -Ökosystem, von der Content-Akquise über die Aufbereitung von Inhalten bsi zur Verteilung an die Konsumenten. Zugang zu den Videos erlaubt jedes Netz: IP, Kabel, Satellit, terestrisch und OTT.
Multiscreen TV von Ericsson beitet ein komplettes End-to-end -Ökosystem, von der Content-Akquise über die Aufbereitung von Inhalten bsi zur Verteilung an die Konsumenten. Zugang zu den Videos erlaubt jedes Netz: IP, Kabel, Satellit, terestrisch und OTT.
(Bild: Ericsson)

Dank der Multiscreen-Anwendung von Ericsson können TV-Anbieter die Bereitstellung von Inhalten auf praktisch allen elektronischen Geräten von einer zentralen Stelle aus überwachen und verwalten. Das hilft ihnen nach Anbieterangaben dabei, ihre Kosten zu reduzieren und von neuen Umsatzmöglichkeiten zu profitieren.

Die Multisreen-Anwendung bietet integrierte Berichte für zwei wichtige Einsatzgebiete:

  • Für den operativer Bereich – liefert sie Daten zur Nutzung und zum aktuellen Zustand. Das trägt dazu bei, eine Optimierung des Systems zu erreichen.
  • Für das Marketing – liefert sie Daten zu den Inhalten, die von Kunden gesucht und genutzt werden. Das unterstützt Entscheidungen in den Bereichen Marketing und Angebotsgestaltung und hilft, Nutzungsgebühren zu berechnen.
  • Ericsson hat seine bisherige relationale Datenbank mit MongoDB ersetzt. Mit dieser Open-Source-NoSQL-Datenbank profitiert das Unternehmen von kürzeren Antwortzeiten, geringer Latenz und Georedundanz. Außerdem lassen sich Upgrades ganz ohne Ausfallzeiten ausgeführen.
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Für die Entwicklung des aktuellen Release der Multiscreen TV-Lösung benötigte Ericsson darüber hinaus eine leistungsstarke Business Intelligence-Engine, um große Datenmengen in MongoDB abzufragen. Bisher verwendete Ericsson „JReport“.

Gewünscht: NoSQL und no ETL

Dieses Tool ließ sich allerdings weder in MongoDB integrieren, noch lieferte es die von TV-Anbietern gewünschten Ausgabetypen: CSV-Dateien.

Jon Anderson, strategischer Produktmanager für die Ericsson Multiscreen TV-Lösung, erläutert: „Wir suchten nach einer Lösung, die sich direkt mit MongoDB integrieren ließ. Dabei wollten wir nicht nur ansprechende Berichte erstellen; wir benötigten auch eine hohe Exportfähigkeit, da viele unserer Kunden Daten in ein größeres Data Warehouse exportieren.“

Jaspersoft-MongoDB-Integration ohne ETL

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Ericsson entschied sich für Jaspersoft, um die Reporting-Funktionen seiner Multiscreen TV-Lösung zu erweitern. Mit „Jasper Reports Server“ hat das Unternehmen viele seiner Ziele erreicht:

  • Kompatibilität mit MongoDB – der Jaspersoft-Konnektor integriert MongoDB in die BI-Suite des herstellers und ermöglicht so flexible und erschwingliche Berichte, Ad-hoc-Analysen und Dashboards auf der Grundlage von MongoDB-Daten.
  • Integration ohne ETL – Jaspersoft ermöglicht eine direkte Integration mit MongoDB ohne ETL (Extraktion, Transformation, Laden). Auf diese Weise lassen sich Daten schnell und einfach gewinnen.

„Wir hatten davor schon Erfahrungen mit ETL gemacht und kannten die damit verbundenen Schwierigkeiten“, so Anderson. „Wir wollten eine Lösung, die sich direkt ohne SQL-Oberfläche integrieren ließ.“

  • Konsolidierung mit einer Datenbank – Da sich Jaspersoft direkt mit MongoDB integrieren lässt, benötigt Ericsson keine zwei verschiedenen Datenbanken – eine relationale und eine NoSQL-Datenbank).
  • CSV-Exportformat – Ericsson kann nun die Exportoptionen für Kunden um die Formate CSV, PDF und Excel erweitern.
  • Einbettbarkeit – das Unternehmen kann Berichte und Datenvisualisierungen in die Multiscreen TV-Anwendung einbetten.

Zwei Terabyte TV-Nutzungsdaten

Die Grundlage für viele Multimedia-Services: das Cloud-Computing. Die Kunden können online und in Echtzeit etwa auf Reportings zugreifen.
Die Grundlage für viele Multimedia-Services: das Cloud-Computing. Die Kunden können online und in Echtzeit etwa auf Reportings zugreifen.
(Bild: Ericsson)
Mit dem Jasper Reports Server ermöglichst Ericsson den Anwendern ein flexibles, interaktives Reporting, Datenanalysen und Abfragen von MongoDB-Daten. Bis zu zwei Terabytes an TV-Nutzungsdaten sind möglich.

Mithilfe des „iReport“- Design-Modules können Entwickler Berichte auf der Basis von MongoDB erstellen und sie in das Kundenportal der Ericsson Multiscreen TV-Lösung einbetten.

Mittels Single Sign-on nutzen manche Betreiber die Berichte direkt in der Anwendung, während andere CSV-Dateien in ihre eigenen Datenbanken exportieren. Diese können sie mit anderen Datenquellen kombinieren, um einen besseren Überblick zu erhalten.

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Neben den vorgefertigten Berichten, die in der Ericsson Multiscreen TV-Lösung bereitgestellt werden, bietet Ericsson seinen Kunden auch eine Plattform für benutzerdefinierte Berichte. Während einige Kunden ihre Berichte selbst erstellen, wenden sich andere mit ihren Business Intelligence-Anforderungen an Ericsson.

Self-Service-Datenvisualisierung und –Analyse

Ericsson uns seinen Kunden bieten sich nun ganz neue Möglichkeiten. Beispielsweise können erstmals leistungsstarke Berichte direkt auf Basis von MongoDB-Daten erstellt werden. Ohne die Jaspersoft-Software müsste das Unternehmen Tausende von Dollar in die Hardware und in IT-Personalinvestieren, um zwei verschiedene Datenbanken zu pflegen.

„Mit nur einer Datenbank haben wir eine viel einfachere und stabilere Lösung“, schwärmt Thomas Beckum, führender Softwareingenieur bei Ericsson. Sobald Entwickler Anfragen für Berichte erhalten, können sie diese mit iReport Designer erstellen.

Joseph Chiappone, Entwickler bei Ericsson, bestätigt der vergleichsweise einfachen Umgang mit den Jaspersoft-Tools: „Ich finde Jaspersoft sehr benutzerfreundlich. Die Berichte lassen sich schnell und einfach erstellen“, sagt er.

Der Vorteil für die Erisson-Kunden

Unter einer scheinbar gleichbleibenden Bedeutung von TV und Zugriffszahlen ändert sich das Nutzungsverhalten.
Unter einer scheinbar gleichbleibenden Bedeutung von TV und Zugriffszahlen ändert sich das Nutzungsverhalten.
(Bild: Ericsson)
Die Kunden wiederum erhalten ein flexibleres und leistungsstärkeres Reporting. So erhalten die dank der vielen unterschiedlichen Exportoptionen das gewünschte Format für ihre Daten, ohne dass sie Zeit für eine nachträgliche Anpassung verlieren.

Aufgrund der Ad-hoc-Berichte sind Kunden nicht mehr auf das Entwickler-Team von Ericsson angewiesen, sondern können Daten selbständig abrufen. Der Effekt: Sie erhalten die für ihre Entscheidungen wichtigen Informationen deutlich früher, in einigen Fällen sogar um Wochen schneller.

Multiscreen-Produkt-manager Anderson kann sich vorstellen, in Zukunft auch Zugriff von Mobilgeräten auf Dashboard-Berichte bereitzustellen. Ericsson benötige genau solche Features, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Je wichtiger den Kunden ein multimedialer Zugriff auf Video-Inhalte und Datenservices ist, um so eher sind sie auch bereit, dafür zu zahlen.
Je wichtiger den Kunden ein multimedialer Zugriff auf Video-Inhalte und Datenservices ist, um so eher sind sie auch bereit, dafür zu zahlen.
(Bild: Erisson)
„Auf Kundenseite gibt es viele Analysten, die sich mit den Daten beschäftigen“, so Anderson. „Mit unserer aktuellen Version der Ericsson Multiscreen TV-Lösung können sie Datenvisualisierungen und Analysen eigenständig durchführen. Wir können Daten jetzt so bereitstellen, wie sie Netzbetreiber benötigen – unabhängig von ihren Analyseanforderungen.“

Der Autor:

Brian Gentile ist der Cehief Executive Officer (CEO) von Jaspersoft.

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