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Optimierung des Stromverbrauchs im Datacenter Energie-effizientes IT-Design für eine sparsame Cloud

| Redakteur: Wilfried Platten

Enlogic will den Stromfluss und -verbrauch im Rechenzentrum mit dem richtigen Equipment optimieren und transparenter steuern.

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Intelligenz setzt sich durch: die Stromverteilerleisten von Enlogic optimieren Stromfluss und -verbrauch.
Intelligenz setzt sich durch: die Stromverteilerleisten von Enlogic optimieren Stromfluss und -verbrauch.
(Bild: Enlogic)

Rechnet man den Stromverbrauch aller Cloud-Rechenzentren zusammen, dann ergibt sich Erstaunliches: Wäre die Cloud ein Land, dann befände es sich laut einer Greenpeace-Studie aus dem Jahr 2012 auf Platz fünf der weltgrößten Energieverbraucher. Tatsächlich auf Platz eins liegen die USA, vor China, Russland und Japan.

Schon im Jahr 2007 lag das virtuelle „Cloud“-Land bereits mit einem Verbrauch von 623 Milliarden Kilowattstunden noch vor Indien mit seinen 800 Millionen Einwohnern. Die Cloud und der steigende Bedarf an Cloud-Diensten lässt immer mehr und größere Rechenzentren entstehen. Und die hierfür benötigte Energie steigt dementsprechend kontinuierlich an.

Von 11 auf 20

Die Enquete-Kommission Internet und digitale Gesellschaft des Deutschen Bundestages hat errechnet, dass in Deutschland der von Informations‐ und Kommunikationstechnologien (Endgeräte, Netze, Rechenzentren) verbrauchte Strom im Jahr 2010 bereits elf Prozent des Gesamtstromverbrauchs ausgemacht hat. Für das Jahr 2020 geht die Kommission davon aus, dass der Anteil des ITK-Stromverbrauchs 20 Prozent am deutschen Gesamtstromverbrauch betragen wird.

Um den Strombedarf der Rechenzentren so gering wie möglich zu halten, müssen neu geschaffene und bestehende Datacenter ganz besonders auf ihr Energieeinsparungspotential achten. Dabei scheinen in Deutschland die Weichen in die richtige Richtung gestellt zu sein. Eine aktuelle Bitkom-Studie zeigt, dass die deutschen Rechenzentren und Server im vergangenen Jahr drei Prozent weniger Strom verbrauchten als noch im Jahr 2011. Ob das ausreicht, darf allerdings bezweifelt werden.

Ständige Optimierung

Strom- und Energiesparen muss von Datacenter-Betreibern ständig optimiert werden . Ein Bitkom-Leitfaden empfiehlt dabei Folgendes: Messung von Energiebedarf und Temperaturen im Rechenzentrum, Optimierung der IT-Hardware und -Software sowie die Optimierung der Kühlung und Stromversorgung. Über Software-Tools wie Data Center Infrastructure Management (DCIM) können die Betreiber den wirklichen Stromverbrauch der aktuellen Workloads erfassen und kontrollieren.

Schnelle Hilfe

Eine rasch umsetzbare Maßnahme zur Optimierung des Stromverbrauchs ist der Ersatz von einfachen Stromverteilerleisten im Rack durch so genannte intelligente Stromverteilerleisten (iPDUs). Die iPDU sitzt direkt im Rack des Rechenzentrums und sorgt dort für die Regelung der Energiezufuhr an alle Server und Komponenten.

Sie ermöglicht das einfache und effektive Monitoring des tatsächlichen Stromverbrauchs als Basis von gezielten Optimierungsmaßnahmen. Wichtig ist dabei die Unterstützung des NetzwerkprotokollSNMP (Simple Network Management Protocol) und diverser DCIM-Lösungen.

Einer der jüngsten Anbieter in diesem Bereich ist das im März 2011 gegründete Unternehmen Enlogic. Schwerpunkt der Produktpalette sind neben den iPDUs für 19-Zoll-Rack die "Inline Energy Meters", mit denen sich unter anderem der tatsächliche Stromfluss und -verbrauch detailiert in Echtzeit kontrollieren lässt.

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