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ICT-Trends 2015 aus der Sicht eines RZ-Lieferanten Energie-effiziente modulare Rechenzentren und mehr

Autor / Redakteur: Dipl. -Ing. Thomas Drilling / Ulrike Ostler

Die Module und die Energieversorgung aus regenerierbaren Quellen von Flexenclosure sind insbesondere in Gegenden interessant, in denen es kaum eine Grundversorgung mit Energie oder gar IT-Infrastruktur gibt. David King, CEO des Datacenter- und Power-Management-Systemlieferanten hat eine ganz eigene Sicht auf die ICT-Trends 2015.

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Flexenclosure baut Rechenzentren in zum sehr abgelegenen Gebieten der Welt.
Flexenclosure baut Rechenzentren in zum sehr abgelegenen Gebieten der Welt.
(Bild: Flexenclosure)

Das schwedische Unternehmen Flexenclosure hat sich auf schnell aufgebaute Rechenzentren aus Fertig-Modulen samt Energieversorgung aus möglichst erneuerbaren Energien spezialisiert (siehe Kasten). Jetzt, nur noch wenige Wochen bis 2015, sieht Felexenclosure-CEO King ein spannendes und ereignisreiches Jahr für die gesamte Telekommunikationsbranche voraus. Dies sind seinen Ausführungen zufolge die drei wichtigsten ICT-Trends 2015:

Nummer 1:

Schon 2014 hatten sich vorgefertigte modulare Rechenzentren als Renner erwiesen. Dank der Flexibilität, Energie-Effizienz und der Geschwindigkeit beim Aufbau sind Sie traditionell errichteten Rechenzentren in vielerlei Hinsicht überlegen. Dieser Trend wird sich 2015 nicht nur fortzusetzen, sondern verstärken.

Gerade in Schwellenländern werden dringend neue Infrastrukturen benötigt, um die auch hier kontinuierlich steigenden Daten-Volumina zu bewältigen. Mit Ihrer einfachen Erweiterbarkeit werden sich vorgefertigte Rechenzentren zur Lösung erster Wahl für Netzbetreiber, Co-Location-Unternehmen und globale Internet-Unternehmen entwickeln. Sie können so viel einfacher und planbarer neue Märkte erschließen. Insbesondere Co-Location-Anbieter erzielen dank schnellerer Verfügbarkeit und höherer Auslastung eine hohe Kapitalrendite und verlieren keine neuen Kunden durch mangelnde Fähigkeit, schnell neue Kapazitäten zu schaffen.

Nummer 2:

Diesel sparende Lösungen sind für Basisstationen in allen Bereichen, in denen eine konstante Energieversorgung nicht verfügbar ist überlebenswichtig. Dies wird üblicherweise durch Verwenden von Akkus, erneuerbare Energiequellen und vor allem durch ein intelligentes Management der Stromversorgeung erreicht.

Um wirklich nennenswerte Einsparungen zu realisieren, ist es aber unabdingbar, die Diesel-unabhängigen Stromversorgungslösungen bedarfsgerecht über die Zeit steuern zu können. Dabei ist Zuverlässigkeit im Betrieb der wichtigste Faktor, um sicherzustellen, dass auch tatsächlich Einsparungen erreicht und Ausfallzeiten vermieden werden.

Dabei sollte möglichst sichergestellt sein, dass Equipment-Anbieter enger mit Managed-Service-Unternehmen kooperieren und in langfristige Partnerschaften investieren. Hier bleibt abzuwarten, ob sich ein solcher Trend 2015 tatsächlich verstärkt. Schon jetzt beginnen sich auch Energiedienstleistungsunternehmen (ESCO) in vielen Märkten zu etablieren.

Nummer 3

Auch Betreiber von Mobilfunknetzen beginnen zu begreifen, dass die Verfügbarkeit vertrauenswürdigen Daten für sie ein wichtiger Schlüssel ist, um den Status der Geräte sicher zu erkennen und damit sicher feststellen zu können, was auf Ihrer Seite passiert. Indem die Netze sowohl in Reichweite, als auch der Anzahl gehosteter Mieter wachsen, ist der Grad zwischen einem rentablen Betrieb und Versagen schmal und hängt in erster Linie von der Verfügbarkeit vertrauenswürdiger Daten ab.

Dabei sollten Mobilfunkunternehmen in ein Software-gesteuertes, intelligenten Überwachungssystem investieren, das von Anfang an vollständig mit den Stromversorgungssystemen integriert ist. So lassen sich nachhaltig Kosten zu reduzieren und Ausfälle zu vermeiden.

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Über den Autor

Dipl. -Ing. Thomas Drilling

Dipl. -Ing. Thomas Drilling

IT-Consultant, Trainer, Freier Journalist