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Das Ende der alten Ordnung Endgültig: Die Storage-Zukunft ist Software-definiert

| Autor / Redakteur: Gerardo A. Dada* / Ulrike Ostler

Ein Hemmschuh für die Modernisierung von Speicher-Infrastrukturen ist häufig das hardwarezentrierte Denken. Daten liegen meistens auf diskreten Speichersystemen, die nur bedingt oder gar nicht kompatibel zueinander sind. So eine Heterogenität führt zu Problemen bei der Datenmigration sowie zu Verwaltungs- und Kostenineffizienz. Ein Kurzkommentar aus dem Hause Datacore.

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Auch Unbedarfte können auf Anhieb erkennen, dass sich ein Hardware-basiertes Storage-System nicht ohne Weiteres umorgansieren lässt. Daran ändert auch HCI nichts, hält Datacore-Kommentator Gerardo A. Dada fest.
Auch Unbedarfte können auf Anhieb erkennen, dass sich ein Hardware-basiertes Storage-System nicht ohne Weiteres umorgansieren lässt. Daran ändert auch HCI nichts, hält Datacore-Kommentator Gerardo A. Dada fest.
(Bild: Uschi Dugulin auf Pixabay)

Heutzutage befreit Software-Defined Storage (SDS) die IT von der Hardware-Abhängigkeit. SDS-basierte Implementierungen können mehrere Arten von Speichern, Anbietern, Protokollen und Netzwerkschnittstellen abstrahieren. Speichern ist dann einfach Speichern und keine komplexe Kompatibilitätswissenschaft mehr.

SDS steht im wahrsten Sinne des Wortes über den Dingen: die Einteilung in Primär- und Sekundärspeicher, auf denen jeweils viel und wenig benötigte Daten gespeichert sind, kann dynamisch erfolgen. Die Software steuert die transparente Datenmigration zwischen verschiedenen Speichersorten – im laufenden Betrieb – und sorgt so für ein intelligentes Auto-Tiering. Genau die Flexibilität, die nötig ist bei immer dynamischeren Daten, deren Bedeutung sich von Tag zu Tag ändert.

Administrative Entlastung und Nutzung von Metadaten

Die bahnbrechenden Entwicklungen im Bereich Künstliche Intelligenz (KI) kann SDS auch sehr gut für sich nutzen und damit eine erhebliche Verwaltungsentlastung ermöglichen. Die KI verbessert die Performance durch eine optimale Kapazitätsnutzung. Außerdem überwacht sie den Zustand der Systeme effizient und global, weist auf Ausfallgefahren sowie Reparaturnotwendigkeiten hin und gibt Optimierungsvorschläge.

KI und Machine Learning spielen auch bei der Nutzung von Daten über Daten, den so genannten Metadaten, eine wichtige Rolle. Auf der Basis der Metadaten kann eine SDS-basierte Lösung bestimmen, wie die Daten behandelt werden müssen.

Zum Beispiel wird so der beste Speicher nach den Kriterien der Geschäftsanforderungen, unter anderem Performance, Kosten und Verfügbarkeit, ausgewählt oder nach den Kriterien, ob Informationen innerhalb eines Landes bleiben oder in ein anderes Land verschoben werden können. Somit verbessert sich der Einblick in das gesamte Speichernetzwerk. Aber auch die Einhaltung von Datenschutz- und Compliance-Richtlinien fällt wegen der globalen Transparenz der vorhandenen Daten viel leichter.

Cloud und HCI: Die alten Heilsbringer und die neue Leichtigkeit

Der Cloud-Hype schwächelt etwas, da einige Unternehmen ihre wichtigen Daten wieder im eigenen Haus haben wollen, um diese voll kontrollieren zu können. Der Trend geht daher zu einem Mix aus Cloud und Vor-Ort-Speicher.

Mit SDS-Lösungen können sowohl lokale Speicher als auch Daten in der Cloud verwaltet werden. Das bedeutet: bei Hybrid Clouds ist die gleiche Dynamik und Flexibilität gegeben wie bei herkömmlichen Vor-Ort-Speichern, die Software-definiert verwaltet werden.

Hyperconverged Infrastructure (HCI) geht es ähnlich wie der Cloud: früher Allheilmittel und jetzt müssen sie sich auch mit den anderen Technologien arrangieren. HCI findet mittlerweile eher als zusätzliches Silo Verwendung. Aber HCI ist nach wie vor eine ideale Lösung für Zweigstellen, Edge-Computing, VDI und für Anwendungen, die isoliert laufen sollen.

Die Anforderungen für ein effizientes Speichern drängen klar in Richtung intelligenter und einfacherer Speicher-Management-Systeme. Mit seiner hohen Innnovationsfähigkeit und unerreichten Flexibilität bleibt nur SDS das neue Mittel der Wahl. Die Zukunft ist nicht mehr hardwarezentriert, sondern Software-definiert.

* Gerardo A. Dada ist CMO bei Datacore Software.

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