Aktuelles zu EMC, pardon: Dell EMC

EMC bringt Cloud-Natives und wird zu Dell Technologies

| Autor / Redakteur: Ariane Rüdiger / Ulrike Ostler

"Hybridcloud" im Adressfeld

Um Kunden komplettes Handwerkszeug zum Umstieg auf die „dritte Plattform“ zu liefern, bringt EMC gleichzeitig eine auf diese Basis zugeschnittene komplett vorkonfigurierte Entwicklungsumgebung, „Native Hybrid Cloud“ (NHC). Sie ist mit entsprechenden Werkzeugen ausgerüstet, die die schnelle Erstellung, Verwaltung und den Betrieb von Cloud-native Apps erlauben.

Dell EMC will das Datacenter als Kernkompetenz behalten.
Dell EMC will das Datacenter als Kernkompetenz behalten. (Bild. Copyright 2015, Matt Beardsley Creative)

Deshalb ist „Pivotal Cloud Foundry“ dort bereits vorinstalliert, genau wie Werkzeuge für einen DevOps-orientieren Entwicklungsstil. Auch Schnittstellen für diverse Storage-Clouds wie das hauseigene „Virtustream“, „VMware vCloud Air“, AWS und Azure sind vorhanden.

Neben Entwicklungs- stehen auch Analyse-Tools für einen optimierten Betrieb zur Verfügung. Dazu kommen kreativitätssteigernde Selbstbedienungs- und Selbstreparaturmechanismen. Entwickler können sich ihre eigene Infrastruktur provisionieren. EMC verspricht mit der Kombination aus NHC und VxRack Neutrino, dass Kunden erheblich schneller damit anfangen können, Code zu erzeugen, als wenn sie selbst eine eigene Plattform aufbauten. Verfügbar ist NHC ab dem dritten Quartal des Jahres.

Attraktiv auch für VMware-Kunden

Freilich warnt EMC davor, die Neutrino-Knoten oder Cloud-native im Allgemeinen als Ersatz für klassische VMware-Umgebungen zu verstehen. Guy Churchward, Präsident der Core Technologies Division betont: „Cloud native ist eine andere, leichtere Umgebung mit ganz anderen Stärken, von der Kunden am meisten profitieren, wenn sie sie nutzen, um entsprechende neue, auf Mikroservices aufbauende Apps zu entwickeln.“ Dafür sei das in NHC implementierte Pivotal Cloud Foundry die derzeit marktführende Plattform. Zudem kündigte EMC an, die neue Container-Plattform von VMware, Photon, mit Cloud Foundry zu bündeln.

Guy Churchward ist President der Technologies Division bei der EMC Corporation.
Guy Churchward ist President der Technologies Division bei der EMC Corporation. (Bild: EMC Dell)

Sie ergänzt das Private-Cloud-Produkt Enterprise Hybrid Cloud und auf der Serviceseite den ebenfalls auf der Veranstaltung vorgestellten Virtustream Enterprise Cloud, einen Service, der dank Mikrosegmentierung virtueller Maschinen und anderer Mechanismen ermöglicht, Cloud-Leistungen ohne Overhead verbrauchsorientiert abzurechnen. Virtustream-Technik macht den Service zudem rechtskonform und hochverfügbar. Auf der Plattform lassen sich dank SLA-definierter Latenzzeiten auch unternehmenswichtige Anwendungen wie SAP betreiben.

EMC hatte Virtustream vor rund einem Jahr für 1,2 Milliarden Dollar aufgekauft. Ab 10. Mai werden die Enterprise-Cloud-Dienste von acht Standorten in USA und Europa aus angeboten, die in Deutschland und Frankreich befinden sich gerade im Aufbau. Trotz der eigenen Plattform will der Hersteller aber weiter auch mit anderen Cloud-Diensten wie AWS, Azure oder vCloud Air kooperieren. Churchyard: „Wir glauben, dass die Anwender Cloud als eine Art Grundidee betrachten, von der sie unterschiedliche Ausprägungen nutzen, und diesem Kundenwunsch passen wir uns an.“

* Ariane Rüdiger ist freie Journalistin aus München.

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