Schneider Electric erweitert EcoStruxure

Eine Plattform für Industrie-Software

| Autor / Redakteur: Ludger Schmitz / Ludger Schmitz

Quer über die meistens einer sechs Fachbereiche legt Schneider Electric die EcoStruxure Industrial Software Platform.
Quer über die meistens einer sechs Fachbereiche legt Schneider Electric die EcoStruxure Industrial Software Platform. (Bild: Schneider Electric)

Präsent ist der französische Konzern ohnehin schon in industriellen Umgebungen mit vielfältigen Produkten. Jetzt kommen sie in ein Konzept, das vor allem in Richtung Internet of Things zielt.

Schneider Electric deckt mit der „EcoStruxure“-Plattform sechs Kernbereiche ab: Gebäude, IT, Industrieanlagen, Energie, Stromnetze und Maschinen. Die Firmengeschichte in diesen Bereichen ist von Hardware geprägt. Seit vielen Jahren aber ist immer stärker Software in den Vordergrund gekommen. Dabei hat Schneider Electric versucht, einen gemeinsamen Nenner zu finden, eine Basis, die sich für alle Geschäftssegmente gleichermaßen nutzen lässt.

Eine modulare Platform für viele Umgebungen

Diese gemeinsame Plattform ist EcoStruxure, eine Softwareplattform, die sich modular an die Anforderungen der sechs Fachbereiche anpassen lässt. Dies ist die Grundlage der neuen „EcoStruxure Industrial Software Platform“. Sie ist nicht auf spezielle Marktsegmente wie beispielsweise Energiewirtschaft angelegt, sondern breiter auf die Endmärkte Gebäude, Rechenzentren, Industrie und Infrastruktur.

Im Prinzip lassen sich die Elemente von EcoStruxure in drei Schichten gliedern: unten Geräte, in der Mitte Steuerungs- und Kontrollsysteme sowie oben Anwendungen und Services. Entsprechend reicht das Angebotsspektrum von Planung über Technik und Betrieb bis zum Steuerungs- und Informationsmanagement. Um das breite Spektrum zu bewältigen arbeitet der Konzern weltweit nach eigenen Angaben mit 4200 Systemintegratoren und 5700 zertifizierten Entwicklern zusammen.

Im Kern geht es um das Internet der Dinge

Die Industriesoftware-Plattform ist unübersehbar darauf angelegt, sich auf eine Kernthema industrieller IT der Zukunft einzustellen: Internet of Things (IoT). Dieses wird Edge Computing zur Folge haben, weil viele Daten von industriellen Geräten vorverarbeitet werden müssen. Dafür bietet Schneider Electric Systemkomponenten für Micro-Rechenzentren an.

Die Industrie-Plattform sieht allerdings explizit auch eine Cloud-basierende Nutzung vor – und zwar, so Schneider Electric, „für alle verfügbaren Funktionen“. Ob das schon auf Edge-Ebene sinnvoll ist, muss die Zukunft zeigen. Cloud-basiert oder für On-premise lassen sich von Schneider Electric bereits diverse Tools verwenden. So gibt es diverse Produkte der „Advisor“-Reihe für die optimale Nutzung von RZ-Fläche, für die Steuerung von Leistungsaufnahme und Kühlbedarf etc.

Augmented Reality für das Service Management

Im Internet of Things wird die Wartung der vielen Geräte ein Problem. Schneider Electric zeigt einen Ansatz wie sich Service Management wiederum vereinfachen lässt. Die Software „Vijeo 360“ nutzt Augmented Reality auf Tablets (momentan nur iPads). Das von der Tablet-Kamera aufgenommene Bild eines Geräts erleichtert nicht nur dessen Identifizierung, sondern zeigt in Überblendung auch dessen Innenleben. Sogleich lassen sich zugehörige Handbücher, Servicedokumente, Anleitungen für Wartungen und Reparaturen (auch als Videos) einblenden.

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