Strom-Monitoring zum Nachrüsten

Ein Funkmodul misst bis zu 6 Datacenter-Stromkreise durch

| Redakteur: Ulrike Ostler

Der "Smart Current Monitor" von Daxten lässt sich nachträglich anbringen, konfiguriert sich automatisiert und liefert Messdaten aus bis zu sechs Stromkreisen.
Der "Smart Current Monitor" von Daxten lässt sich nachträglich anbringen, konfiguriert sich automatisiert und liefert Messdaten aus bis zu sechs Stromkreisen. (Bild: Daxten)

Energie-Monitoring im Rechenzentrum wäre schön, aber … Laut Daxten muss es kein Aber mehr geben. Das Berliner Unternehmen bietet Einstieg und Betrieb für alle, die die Lasten im Datacenter kennen, sicher verteilen und optimieren wollen, mit einem Funk-Monitoring-Modul, das sich auch in bestehende Datacenter nachträglich einbauen lässt.

Bei neu entstehenden Rechenzentren werden in der Regel Überwachungssysteme fest mit eingeplant, wohingegen bei bestehenden Datenzentren oftmals eine umständliche und aufwendige Nachrüstung erforderlich ist. Wer viele Stunden „Strippen ziehen“ und Konfigurationsarbeiten umgehen will, sollte sich laut Daxten das Monitoring-System „Packet Power“ ansehen.

Die System wurde jüngst um ein „Smart Current Monitor“-Modul erweitert. Dieses lässt sich, so der Anbieter, „einfach“ in Schaltanlagen sowie in den Abgangskästen von Stromschienen nachträglich integrieren. Es konfiguriert sich selbsttätig, misst automatisch und kommuniziert völlig drahtlos per Funk.

Die kompakte und kreisrunde Monitoreinheit wird über eine Standardbohrung zum Beispiel an Abgangskästen einer Stromschiene angebracht. Sofort können dann bis zu sechs Stromkreise überwacht und die Messwerte für A und Ah über ein lokales Display angezeigt werden.

Die jüngste Erweiterung des Funk-Monitoring-Systems "Packet Power": ein "Smart Current Monitor", der sich nachträglich an Schaltanlagen und Abgangskästen von Stromschienen anbringen lässt.
Die jüngste Erweiterung des Funk-Monitoring-Systems "Packet Power": ein "Smart Current Monitor", der sich nachträglich an Schaltanlagen und Abgangskästen von Stromschienen anbringen lässt. (Bild: Daxten)

Kommunikation aller Messdaten per Funk

Über ein optionales Funkmessmodul an der Endeinspeisung der Schiene lassen sich auch die Werte für Kilowatt sowie Kilowattstunden kontrollieren. Ferner liefert dieses die Stromwerte inklusive Leistungsfaktor für den gesamten Schienenstrang.

Gleich nach Aktivierung der Monitoring-Module bilden diese automatisiert ein vermaschtes Funknetzwerk und nehmen automatisch ihre Messtätigkeit auf. Alle Messdaten laufen direkt oder über benachbarte Funkmodule auf dem stets optimalen Pfad bei einem dedizierten System-Gateway auf.

Dieses leitet die Daten per SNMP oder Modbus TCP/IP wahlweise an das systemeigene Management-Tool „EMX Energy Portal“ weiter oder an eine beliebige DCIM- oder BMS-Anwendung. Rechenzentrumsexperten können so die Stromwerte stets im Blick behalten, werden bei kritischen Entwicklungen alarmiert und können Lasten optimal verteilen.

Implementierung und Erweiterbarkeit

Um Redundanz herzustellen und Erweiterungen vorzunehmen, werden weitere Gateways hinzugefügt, die jeweils bis zu 150 Funk-Monitoring-Einheiten unterstützen.

Der Einstieg in diese Technologie wird Anwendern laut Daxten dadurch erleichtert, dass sie – ganz gleich, ob sie einen neuen IT-Raum planen, ein bestehendes RZ erweitern oder ein neues ausstatten wollen – mit einer Minimalkonfiguration starten können. Diese lässt sich dann im Weiteren und Modul für Modul zu einer ganzheitlichen Monitoring-Lösung für Strom- und Umgebungswerte (Temperatur, Feuchte und Differenzdruck) auf jeder Verteilungsebene ausbauen.

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