Transaction Management inklusive z/OS-Anwendungen

Dynatrace-Zugriff auf den Mainframe spart – Millionen

| Redakteur: Ulrike Ostler

8 Schritte zu einem MIPS-Management

Insgesamt sieht eine MIPS-Management-Plan acht Schrite vor.
Insgesamt sieht eine MIPS-Management-Plan acht Schrite vor. (Quelle: Compuware)

Und das ist teuer: Der Indikator für Mainframe-CPU-Leistung ist: Million Instructions Per Second (MIPS). Also steht 1 MIPS für eine Million Maschinenbefehle pro Sekunde. Die Kosten für einen Generalprozessor liegen etwa bei 2.250 bis 3.367 Dollar pro MIPS, deren Zahl nach wie vor ansteigt.

Daher wäre es klug, einen MIPS-Management-Plan zu haben. Denn ein solcher gewährleiste Unternehmen adäquat abgestimmte Anwendungen und weniger Fehler, so Compuware. Das bedeutete eine niedrigere CPU-Auslastung und deutlich reduzierte Kosten.

Das Compuware-Whitepaper „Best Practices For Improving Application Performance And Lowering Cost By Managing MIPS” (siehe: Link unten) zeigt unter anderem acht Schritte auf, mit denen das möglich ist:

  • 1. Definieren konkreter Ziele — Überprüfbare Ziele wie geringere CPU-Auslastung, kürzere Antwortzeiten oder weniger Anwendungsfehler festlegen.
  • 2. Definieren des Projektumfangs — Zur einfacheren Bewältigung des Projekts sollten die wichtigsten Herausforderungen in unterteilten Schritten angegangen werden.
  • 3. Sammeln der Daten — Ermitteln der häufigsten oder längsten Fehlerketten sowie Messung der Performance der Anwendungen.
  • 4. Analysieren der Daten — Die Änderungen, die zu einer Verringerung der von den Anwendungen benötigten Ressourcen führen, werden analysiert.
  • 5. Durchführen von Änderungen — Beheben von Fehlern, zum Beispiel durch Anpassungen im File Buffering, von Blockgrößen oder Compiler-Parametern.
  • 6. Prüfen der Auswirkungen — Die Auswirkungen der durchgeführten Änderungen sind durch erneute Fehlerermittlung und Performance-Messungen zu überprüfen.
  • 7. Berichterstattung — Das Management sowie die Mitarbeiter sollten über die Erfolge in der Verbesserung der Performance informiert werden, um die Arbeitsmotivation aufrechtzuerhalten und zu steigern.
  • 8. Einführung kontinuierlicher Prozesse — Integration von MIPS-Management in den Application Lifecycle zur effizienteren künftigen Nutzung.

Ergebnisse der Analyse

Nach inoffiziellen Untersuchungen bei Kunden hat sich gezeigt, dass ungefähr 80 Prozent der Änderungen, die aufgrund einer solchen Analyse vorzunehmen waren, um die Performance zu verbessern, keine Modifikationen des Applikations-Codes bedurften. Denn Schuld an der zu hohen Belastung waren

Ergänzendes zum Thema
 
Der Kopf hinter Dynatrace: Bernd Greifeneder
  • ineffizienter Gebrauch von Datentypen der jeweiligen Programmiersprache
  • Datenkonversionen aufgrund einer unnötigen Vermischung von Datentypen
  • ineffizienter Einsatz von Compiler-Optionen
  • ineffiziete Initialisierung von großen und sehr großen Strukturen beziehungsweise Tabellen
  • Ineffizienz bei der Nutzung von VSAM- oder QSAM-Buffern
  • die falsche Blockgröße.

Compuware adressiert das MIPS-Management mit einer Kombination seiner Tools Dynatrace und dem Bestandteil „Pure Path“ und dem Mainframe Application Management „Strobe“, zusammengefasst unter dem Begriff „APM for Mainframe“. Zusammen soll sich eine „umfassende Kontrolle von Transaktionen in Echtzeit“ ergeben. Compuware APM for Mainframe ist in zwei Versionen erhältlich: „Pure Path for z/OS CICS“ und „Pure Path for z/OS Java“.

Insbesondere bietet APM for Mainframe:

Tiefgehendes Transaction Management vom Internet-Endgerät bis zu Mainframe CICS und Java Prozessen: Die Tools entdecken, protokollieren und überwachen sämtliche Transaktionen über verteilte Tiers und Mainframe-Applikationen mit vollständigen Mainframe CICS- und Java-Transaktionsschritten und –zeiten.

Mainframe CPU MIPS Einsparungen: Die Optimierung von Transaktionsanfragen und Verbesserung der Application Performance-Effizienz können helfen, kostenintensive Mainframe-Upgrades zu vermeiden oder zumindest zu verzögern.

Keine Konfiguration: Laut Greifeneder sind die Werkzeuge und Agenten einfach zu installierend und zu verwalten. Denn sie bieten automatischer Erkennung, Transaktionsaufzeichnung und sofort nutzbaren Dashboards – Code-Änderungen seien dazu unnötig.

Hotspot-Analyse per Mausklick: Mit diesem Feature verkürzt sich die durchschnittliche Dauer der Problemlösung von Mainframe-Applikationen, inklusive lang laufender und hoch verteilter Jobs. Die Analyse zeigt die Ursachen sofort beziehungsweise in wenigen Minuten anstelle von Stunden oder Tagen an.

Einfache Messungen: Strobe bietet im ersten Release für den Mainframe Reporting und Analyse für „Websphere Application Server“, „Websphere MQ“, Message Broker, Enterprise Service Bus, „CICS“, „IMS“, Batch, „DB2“, CTG, JMS, Web Services und Cobol sowie PL/I.

Greifeneder erläutert: „Compuware APM for Mainframe zeichnet jeden Mainframe-Transaktionsprozess inklusive Zeiten auf, um zu bestimmen, welcher Prozessschritt länger dauert als erwartet. Mit vollständiger n-Tier-Transparenz vom Browser des Anwenders über Web- und App-Server sowie Message Broker in CICS bis zur Datenbank lässt sich die Problemursache sofort feststellen und beheben.“

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