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IDC ermittelt Beschäftingungseffekt im Auftrag von Microsoft Durch Cloud Computing entstehen 250.000 neue Arbeitsplätze

| Redakteur: Michael Hase

Die Cloud entwickelt sich weltweit zum Jobmotor. Zu dem Ergebnis gelangt eine von Microsoft in Auftrag gegebene IDC-Studie. Allein in Deutschland sollen bis 2015 eine Viertel Million neue Arbeitsplätze entstehen.

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Microsoft-Geschäftsführer Ralph Haupter ist von der Beschäftigungswirkung durch die Cloud überzeugt.
Microsoft-Geschäftsführer Ralph Haupter ist von der Beschäftigungswirkung durch die Cloud überzeugt.

Das Analystenhaus IDC sieht Cloud Computing als Jobmotor. Einer aktuellen Studie zufolge, die von Microsoft in Auftrag gegeben wurde, sollen bis 2015 in Deutschland gut 250.000 Arbeitsplätze durch die Cloud geschaffen werden.

Den Grund dafür sieht IDC in den Umsatz- und Produktivitätssteigerungen, die Unternehmen durch Cloud Computing erzielen. Die Analysten rechnen über die kommenden drei Jahre weltweit mit Umsätzen von bis zu 1,1 Billionen Dollar, die pro Jahr durch Innovationen in der Cloud entstehen. Das ergibt für den Zeitraum insgesamt ein Potenzial von bis zu 3,3 Billionen Dollar.

Im europäischen Vergleich führt Deutschland das Ranking bei den neu geschaffenen Stellen an. Für England prognostizieren die Experten 225.000 weitere Arbeitsplätze, in Frankreich sollen es 190.000 sein. Weltweit rechnet IDC mit 14 Millionen neuen Arbeitsplätzen. Das Analystenhaus macht allerdings keine Angaben dazu, wie viele Jobs im Gegenzug in IT-Abteilungen verloren gehen, weil Services aus der Cloud bezogen und intern nicht mehr bereitgestellt werden.

Mehr Wachstum durch größere Flexibilität

„Die Studie von IDC belegt die Beschäftigungswirkung von Cloud Computing“, resümiert Ralph Haupter, Vorsitzender der Geschäftsführung von Microsoft Deutschland. „Anwender und Unternehmen profitieren von Cloud Computing durch größere Flexibilität, Kostensenkungen und Wachstum.“

Starkes Beschäftigungswachstum sehen die Analysten vor allem in Unternehmen mit weniger als 500 Mitarbeitern. In der EMEA-Region werden in kleineren und mittleren Unternehmen in den kommenden Jahren mehr als 1,1 Millionen neue Arbeitsplätze entstehen, in größeren Unternehmen dagegen „nur“ etwa 925.000.

Mittelständler setzen eher auf die Public Cloud

„Kleine und mittelständische Firmen sind meist agiler und die rechtlichen Anforderungen geringer als für Großunternehmen“, erläutert Haupter. Kleinere Unternehmen setzten deshalb vor allem auf Services aus der Public Cloud und könnten das Potenzial so schneller nutzen. „Großunternehmen investieren vor allem in eigene Cloud-basierte Umgebungen, sogenannte Private Clouds, mit entsprechendem mittel- und langfristigen Planungshorizont.“

Die IDC-Studie zeigt zudem, dass der Einfluss von Cloud Computing auf das Beschäftigungswachstum in den einzelnen Branchen unterschiedlich groß ist. So zählen Kommunikationsunternehmen, Banken und fertigende Industrie zu den Bereichen, deren Mitarbeiterzahl am stärksten zunehmen wird.

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