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Gesetze, Technik, Erziehung und ein Fujitsu-Projekt

Digitale Souveränität ist eine Daueraufgabe

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Die zentrale Eigenschaft ist die umfassende Verschlüsselung vom einen Ende der Verbindung bis zum anderen – und zwar als homomorphe Ende-zu-Ende-Verschlüsselung.

Die deutschen Datenschutz-Gesetze regeln Zugriffe auf sensible Daten eindeutig und verlässlich. Zudem sind sie strenger sowie verbraucher- und wirtschaftsfreundlicher als die Normen in vielen anderen Ländern. Daraus kann ein entscheidender Standortvorteil für IT-Dienstleistungen entstehen, die aus Deutschland heraus erbracht werden.

Fujitsus Konzept der digitalen Souveränität
Fujitsus Konzept der digitalen Souveränität
(Bild: Fujitsu)

Viele Firmen aus dem europäischen Ausland werden künftig ihre sensiblen Daten explizit in Deutschland gehostet haben wollen. „Made in Germany“ wird damit auch zu einem Qualitätsmerkmal für den Standort von Rechenzentren – und ein wichtiger Faktor, den IT-Verantwortliche beim Entwickeln ihrer Sicherheitskonzepte wieder deutlich stärker berücksichtigen.

Forschungsprojekt

Seit rund zehn Jahren arbeiten Fujitsu-Spezialisten an den deutschen Entwicklungsstandorten in Augsburg, Paderborn und München an einem umfassenden Ansatz, der für besonders schutzbedürftige Daten eine bislang nicht erreichte, höchstmögliche Sicherheit bieten soll – durchgängig vom Endgerät über den Transportweg bis hin zum Rechenzentrum.

Alles offen oder alles unter Kontrolle? Fujitsu macht die "Digitale Souveränität" zum Projekt und zur Strategie.
Alles offen oder alles unter Kontrolle? Fujitsu macht die "Digitale Souveränität" zum Projekt und zur Strategie.
(Bild: Ostler)

Dabei haben die Entwickler und Ingenieure mögliche Einbruchstellen identifiziert und technische und organisatorische Maßnahmen entwickelt, um diese schließen zu können, zum Beispiel:

  • Beim Endgerät: Abstraktion von Hardware und Betriebssystem, Kapselung der Einfallsstellen, Monitoring der Schnittstellen und des Speichers.
  • Auf dem Transportweg: homomorphe Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, gesteigerte Verschlüsselungsstärke („äußerer“ und „innerer“ Schlüssel).
  • Auf Rechenzentrumsseite: neuartige Mehrfaktorenabsicherung gegen interne Angriffe, durchgehendes Monitoring und Auditierbarkeit, durchgängige, automatisierte Verschlüsselung, verbesserter Schutz gegen verteilte Angriffe von außen, Absicherung gegen Seitenkanalangriffe.

Wettbewerbsvorteil nutzen

Eine wichtige Voraussetzung für die digitale Souveränität ist es, praxistaugliche und einfach zu handhabende Angebote zu entwickeln, die digital souveränes Handeln ermöglichen. Erst die Bereitstellung entsprechender Produkte und Technologien, die auf allgemein akzeptierten Standards aufbauen, verhelfen zu digitaler Souveränität für die einzelnen Akteure in Verwaltung, Politik, Wissenschaft und Wirtschaft. Der Branchenverband Bitkom nennt in der Publikation „IT-Strategie – Digitale Agenda für Deutschland“ den Ausbau sicherer und innovativer IT-Systeme als wesentliche Komponente im Hinblick auf die zukünftige digitale Entwicklung unserer Gesellschaft.

Sitz der Fujitsu-Firmenzentrale in München
Sitz der Fujitsu-Firmenzentrale in München
(Bild: Fujitsu)

Auch in der Politik wird vermehrt die Entwicklung entsprechender technologischer Möglichkeiten gefordert. Das kann dem IT-Standort Deutschland nur gut tun, der sich damit in einem wichtigen Zukunftsfeld einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil erarbeiten und IT-Sicherheitslösungen „Made in Germany“ zu einem „Exportschlager“ werden lassen könnte.

Die Autoren:

Thorsten Höhnke und Jochen Michels, arbeiten für Fujitsu.

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