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Trotz Fachkräftemangel kaum neue Arbeitsstellen Dienstleister gegenüber Neueinstellungen bevorzugt

| Autor / Redakteur: Martin Hensel / Ulrike Ostler

Zwei Drittel aller deutschen IT-Abteilungen haben mindestens zeitweise zu wenig Personal. Allerdings sind viele Firmen und Einrichtungen daran selbst schuld – denn notwendige Stellen werden nicht genehmigt oder gar gestrichen.

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Besonders im Bereich IT-Administration herrscht Fachkräftemangel.
Besonders im Bereich IT-Administration herrscht Fachkräftemangel.
(HP Deutschland)

Die Lösung suchen viele Unternehmen bei externen Dienstleistern, insbesondere in der IT-Administration, bei Projekt-Managern und Software-Entwicklern. Das zeigt die Studie „IT-Fachkräftesituation“, die von Techconsult im Auftrag von HP erstellt wurde.

Nur ein Drittel der befragten IT-Manager und –Mitarbeiter gab an, dass ihre Abteilung immer ausreichend Personal hat. Acht Prozent sind permanent unterbesetzt, einem Viertel der Umfrageteilnehmer fehlen Mitarbeiter für anspruchsvolle Aufgaben und 56 Prozent sehen sich zeitweise mit zu wenig Personal ausgestattet.

Folgen des Mitarbeitermangels

Die fehlenden Arbeitskräfte machen sich unangenehm bemerkbar: In 75 Prozent der befragten Unternehmen wurden deshalb Projekte verschoben oder gestrichen, 38 Prozent nannten zudem Qualitätsmängel und höhere Fehlerquoten als Folgen. Weitere Konsequenzen sind Überstunden (68 Prozent), hoher Krankenstand (20 Prozent) und hohe Fluktuation (16 Prozent). 85 Prozent der Befragten halten die IT-Fachkräftesituation nicht für ein vorübergehendes Phänomen. Knapp zwei Drittel glauben, dass die Lage so bleiben wird und 22 Prozent rechnen sogar mit einer Verschlechterung.

Externe Dienstleister gefragt

Die Lösung liegt für viele Unternehmen in der Beauftragung externer Dienstleister. Am häufigsten ist das bei IT-Administration (33 Prozent), Outsourcing (20 Prozent) und Zeitarbeit (10 Prozent) der Fall. Für Support-Dienstleister bedeutet das möglicherweise wachsende Nachfrage.

Dafür spricht, dass ein Drittel der befragten Firmen derzeit gar keine Dienstleister für Wartung und Betrieb ihrer IT-Infrastruktur einsetzen. 56 Prozent haben zwar einen Wartungsvertrag, dieser deckt aber nur Problemfälle ab. Nur 13 Prozent sind mit einem Supportvertrag ausgestattet, der auch Beratung zur Optimierung der IT-Verfügbarkeit umfasst.

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