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Online-Umfrage zum CeBIT-Kompendium „Backup & Recovery“ von Storage-Insider.de, Teil 2

Die virtuelle Maschine aus dem Backup starten

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Langzeit-Backup, Archivierung und Flash

Was spricht dagegen, Langzeit-Backup und Archivierung gleichermaßen per Backup-Software zu verwalten?

Die Zielsetzung ist unterschiedlich. Das Backup dient der zusätzlichen Speicherung von Daten, um diese bei Verlust zum Beispiel bei physikalischen Schäden an der Festplatte wiederherstellen zu können. Diese Sicherungskopien werden oft nur kurz- beziehungsweise mittelfristig aufbewahrt, also einige Wochen bis Monate, und anschließend meist mit neuen Sicherungen überschrieben.

Im Gegensatz dazu dient die Archivierung der unveränderbaren, dauerhaften Aufbewahrung von Daten und kann in einigen Branchen durch gesetzliche, steuer- und handelsrechtliche oder unternehmensinterne Vorschriften geregelt sein (Compliance). Bei der Archivierung werden häufig Dokumente, Fotos oder wissenschaftliche Ergebnisse auf einem anderen Datenträger langfristig abgespeichert. Archivierungslösungen müssen sicherstellen, dass benötigte Informationen schnell wieder aufzufinden sind und die Kompatibilität der Daten versionsunabhängig erhalten bleibt.

Warum wird LTFS die Backup-Welt nicht verändern?

LTFS liefert einen sehr schnellen Zugriff auf Informationen über die vorhandenen Daten auf Band und macht Unternehmen damit unabhängig von der Software, mit der die Bänder erstellt wurden. Trotzdem handelt es sich bei Tape um ein sequentielles Medium mit der weiterhin vorhandenen Problematik, dass sequentielle Medien zwar gut für Disaster Recovery (zur Wiederherstellung der gesamten Sicherung, die sich auf dem Tape befindet) nutzbar, aber sehr langsam bei der Wiederherstellung von Einzeldaten ist, was der häufigere Anwendungsfall in der Praxis ist.

Wieso brauchen wir nun auch noch die objektorientierte Speicherung von Daten? Hat das Auswirkungen auf Backup- und/oder Archivierungs-Konzepte?

Objektorientierte Speicherung ist nicht unser Fachgebiet und daher können wir dieses Thema nicht in der Tiefe kommentieren. Was wir aber sagen können ist, dass CAS (content-adressable storage) die versionsunabhängige Speicherung von Daten erleichtert, was zum Beispiel für Archivierungszwecke von Vorteil ist.

Backup-Software muss zur Sicherung von objektorientiert gespeicherten Daten „application-aware“ sein, also spezielle Unterstützung für die jeweilige Applikation bieten. Dadurch wird eine objektorientierte Wiederherstellung möglich, vergleichbar mit der granularen Wiederherstellung bei Microsoft Exchange. Das hat nicht unbedingt Auswirkungen auf das Backup-Konzept, aber durchaus auf die Anforderungen an die Backup-Software.

Big Data ist in aller Munde. Zukünftige ERP-Datenbanken werden vielleicht vollständig auf PCIe-Speicherkarten laufen. Welchen Einfluss hat diese neue, mit kurzen Latenzzeiten agierende Speicherarchitektur auf die Backup-Software und Backup-Infrastruktur?

PCIe-Speicherkarten werden wie Festplatten adressiert. Ihre Lesegeschwindigkeit ist deutlich schneller als die Schreibgeschwindigkeit einer „normalen“ Festplatte. Dieser Geschwindigkeitsunterschied muss von der Backup-Software berücksichtigt werden, um eine fehlerlose Datensicherung zu gewährleisten.

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