Grundlagenwissen zur Stromversorgung in Rechenzentren, Teil 3

Die USV – effizient soll sie sein

| Autor / Redakteur: Bernd Dürr* / Ulrike Ostler

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Die in den USV-Anlagen produzierten Oberwellen bestimmen letztlich auch den Netzrückwirkfaktor der USV-Anlagen. Dabei sind typischerweise bei 6-Puls-Anlagen die 5. und 7. Oberwelle besonders stark ausgeprägt, während bei 12-Puls-Anlagen die 11. und 13. Oberwelle stark ausgeprägt sind. Einphasige Verbraucher sind meist für die 3. Oberwelle verantwortlich.

Das Oberwellenspektrum ist wichtig bei der Dimensionierung von Netzersatzanlagen,

da sie den Netzrückwirkfaktor bestimmen und somit den Faktor, um welchen der

Generator größer als die benötigte Last ausgelegt werden muss.

USV-Anlagen mit IGBT-Technologie weisen fast keine Oberwellen und somit fast keinen Netzrückwirkfaktor auf. Daher empfiehlt sich, heutzutage nur noch USV-Anlagen einzusetzen, welche als Gleichrichter eine 12-Puls Brückenschaltung haben oder einen aktiven IGBT-Gleichrichter.

Ergänzendes zum Thema
 
Bernd Dürr - der Autor

Die USV und ihre Kommunikation im Netzwerk

Je nach Hersteller gibt es eine Vielzahl von Ein- und Ausgängen, die eine USV zur Verfügung stellt. Selbstverständlich haben auch alle Schnittstellen ihre Berechtigung.

Allerdings sollte man sich genau überlegen, welche Schnittstelle man tatsächlich benötigt, wie zuverlässig der Datenpunkt ist und was man mit diesem Datenpunkt erreichen will. Wichtig in diesem Zusammenhang ist, ob er lediglich als Anzeige dient oder ob Schalthandlungen darüber ausgelöst werden sollen.

Standard ist heutzutage das Einbinden der USV-Anlage in das Datennetz. Hier gibt es die Möglichkeit über eine SNMP-Schnittstelle direkt die einzelnen Parameter aus den USV-Anlagen in einer Browser-Oberfläche anzeigen zu lassen.

Automatisierung gewünscht?

Oft werden über die SNMP-Schnittstelle auch Shutdown-Befehle an Server abgesetzt, sobald die Eingangsspannung an den USV-Anlagen fehlt und eine Mindestüberbrückungszeit unterschritten wurde. Dies kann durchaus Sinn machen, um Server vor dem totalen Ausfall geregelt herunterzufahren. Eine Automatisierung birgt jedoch auch immer die Gefahr, dass Dinge passieren, die so nicht gewollt waren.

Das Steuern der Starkladeunterdrückung und –freigabe kann im Notstrombetrieb ebenso Sinn machen wie eine Ausgangsmeldung, beispielsweise an eine Kompensation zur Schnellabschaltung, wenn die USV-Anlage auf den internen Bypass automatisch umschaltet.

Das Original

Die Wiedergabe von Inhalten aus dem Handbuch von Bernd Dürr „IT-Räume und Rechenzentren planen und betreiben“ erfolgt mit freundlicher Genehmigung des Verlags Bau und Technik.
Die Wiedergabe von Inhalten aus dem Handbuch von Bernd Dürr „IT-Räume und Rechenzentren planen und betreiben“ erfolgt mit freundlicher Genehmigung des Verlags Bau und Technik. (Bild: Verlag Bau und Technik)

*Der Inhalt für diesen Artikel stammen aus dem Buch „IT-Räume und Rechenzentren planen und betreiben“. Er wurde DataCenter-Insider vom Autor Bernd Dürr und dem Verlag Bau und Technik zur Verfügung gestellt. Der Content wurden von der Redaktion für die Online-Darstellung jedoch geringfügig bearbeitet. Im Original sind mehr Bilder und weitere Erklärungen enthalten, zum Beispiel zu Ausgangs-Wechelrichter und Ausgangstransformatoren und 12-Puls-Brückenschaltung.

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