Grundlagenwissen zur Stromversorgung in Rechenzentren, Teil 3

Die USV – effizient soll sie sein

| Autor / Redakteur: Bernd Dürr* / Ulrike Ostler

Der Effizienzgrad

Mit Beginn des Green-IT-Zeitalters wurden auch VI-Anlagen im größeren Leistungsbereich bis 250 kVA entwickelt. Mit entsprechenden Parallelschaltungen von Einzelanlagen sind auch Verbünde bis 1.000 kVA möglich.

In Amerika sind die Netzinteraktiven USV-Anlagen mittlerweile am Markt akzeptiert und werden oft eingesetzt. Bei uns in Deutschland hängt ihnen immer noch der Ruf als USV-Anlage „zweiter Klasse“ nach. Doch sind die Entwicklungen mittlerweile so weit fortgeschritten, dass sie eine echte energieeffiziente Alternative zu Online-USV-Anlagen sind.

Die Umschaltzeiten gehen durch intelligente Anlagentechnik auch bei Netzinteraktiven USV-Anlagen fast gegen Null. Der große Unterschied zwischen Netzinteraktiven USV-Anlagen und Online-USV-Anlagen ist die Frequenzregelung, die bei der Netzinteraktiven USV-Anlage nicht stattfindet.

Reaktion auf Spannungsstöße

In Deutschland sind die Netze nach wie vor recht frequenzstabil. Abweichungen von zwei Prozent deuten bereits auf eine schwerwiegende Überlastung oder eine kritische instabile Situation hin, die zum Komplettausfall des Netzes führen kann. Die Anlage schaltet bei dieser Abweichung dann sofort in den netzunabhängigen Betrieb um.

Ein weiterer Unterschied beider Anlagen ist, dass Blitz- und Spannungsstöße bei der Netzinteraktiven USV-Anlage direkt auf den Ausgang durchschlagen. Der Einsatz von Überspannungsschutzgeräten direkt am USV-Eingang ist somit sehr wichtig, um diese Störungen in ungefährlichen Grenzen zu halten. Die Netzstörungen Spannungsverzerrungen und Spannungsoberschwingungen werden durch spezielle Filter innerhalb der USV-Anlage ausgefiltert und wirken somit nicht oder nur bedingt am Ausgang.

Ergänzendes zum Thema
 
Bernd Dürr - der Autor

Bei der Netzinteraktiven USV-Anlage des Herstellers Active Power wirkt aufgrund des parallelen Onlineaufbaus die Netzdrossel für eine Entkopplung zwischen der Eingangs- und Ausgangsspannung. Es gibt keine Umschaltlücke bei einem Netzfehler, da der Wechselrichter ständig im Eingriff ist, wird die Ausgangsspannung jederzeit geregelt. Bedingt durch ein besonderes Steuerverfahren des netzseitigen Statikschalters trennt sich das System in weniger als einer Millisekunde vom Netz.

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