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Big Data erlaubt Smart Farming Die Twitter-Kuh oder: M2M revolutioniert die Landwirtschaft

| Autor / Redakteur: Gert Pauwels / Ulrike Ostler

Natürlich erwartet man High-Tech in der Stadt. Bei Landwirtschaft hingegen sehen viele immer noch den Traktor, der langsam über die Felder tuckert, oder die Tiere im Stall oder auf der Weide. Weit gefehlt.

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Die SMS-sendende Kuh sorgt auch in Wirtschaftsmedien für Schlagzeilen.
Die SMS-sendende Kuh sorgt auch in Wirtschaftsmedien für Schlagzeilen.
(Bild: Orange)

Die steigende Nachfrage nach Lebensmitteln hat auch die Gestehungskosten nach oben getrieben – vor allem die Preise von Rohstoffen und Energie. Gleichzeitig sinken die Preise, die Landwirte für ihre Produkte erzielen können – zumindest in der konventionellen Landwirtschaft. Effiziente Produktion und Ertragssteigerung rücken damit in den Vordergrund.

Gezwungenermaßen sind Landwirte heute oft Technik-Spezialisten, die ihren Betrieb mittlerweile auch über mobile Geräte steuern. In immer größerem Maße steigen dabei Genauigkeit, Relevanz und Kontrolle. Überwacht wird nicht etwa nur der Markt oder das Funktionieren von Maschinen.

Vor allem Umweltbedingungen wie Bodenbeschaffenheit, Feuchtigkeit oder die Befindlichkeiten von Nutztieren werden kontrolliert. Machine-2-Machine Module setzen hier neue Maßstäbe und helfen den Landwirten, ihre Gewinne zu halten oder zu steigern, und dabei noch den Überblick über die Produktion zu behalten.

Das ganze Equipment unter Kontrolle

Bestandskontrolle beispielsweise für Tanks oder Funktionskontrolle von Maschinen ist für eine Branche, die in engen Zeitfenstern für Pflanzung oder Ernte agieren muss, essenziell. Sowohl das Gerät selbst als auch sein korrektes Funktionieren und seine Leistung werden über M2M Sensoren überwacht.

Mit Hilfe von GPS und WLAN Verbindungen kann der Maschineneinsatz vielfach remote kontrolliert und optimiert werden. Um eine höhere Genauigkeit zu erzielen, nutzt man zusätzlich Korrekturdaten, die über GPRS auf die arbeitenden Geräte überspielt werden. Der Landwirt hat alles auf dem Monitor, kann das Equipment steuern und den Einsatz termingerecht und in Übereinstimmung mit den Rahmenbedingungen planen. Jede Abweichung vom Soll wird registriert und löst einen Alarm aus. Auch Manipulation oder Diebstahl wird über Alarmfunktionen der Riegel vorgeschoben.

Automatische Lenksysteme unterstützen die Fahrer landwirtschaftlicher Maschinen bei der Einhaltung von Fahrspuren. Die dabei zugleich erfassten Bodenkennzahlen helfen dabei, ortsspezifisch zu düngen oder zu säen.

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