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Serviceprovider standen 2013 unter Druck Die Trends in der Telekommunikationsbranche 2014

| Redakteur: Jürgen Sprenzinger

2013 standen sämtliche Service Provider massiv unter Druck, sich z. B. durch neue Services von ihren Konkurrenten abzusetzen. Gleichzeitig stand parallel zur Verbesserung der Kundenerfahrungen unter Einbeziehung von „Big Data“ die fortlaufende Optimierung der Prozesse im Vordergrund.

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2013 war ein schwieriges Jahr für die Service-Provider
2013 war ein schwieriges Jahr für die Service-Provider
(Bild: Debitel)

Nach Einschätzung von Michal Harris, Director Market Insight and Strategy bei Amdocs, haben die Service Provider dabei die wahre „Macht der Netze“ entdeckt, und zwar durch die Möglichkeiten zur Verbesserung der Kundenerfahrungen und in Bezug auf mögliche Umsatzsteigerungen. Auch für 2014 wird erwartet, dass die Telekommunikationsanbieter weiterhin darum kämpfen werden, sich vom Wettbewerb abzuheben. Erwartet werden zusätzliche Investitionen in den Ausbau der Infrastruktur sowie eine sich fortsetzende Konsolidierung, um sicherzustellen, dass sie weiterhin die Schlüsselrolle im Ecosystem der vernetzten Welt spielen.

Michal Harris beschreibt die drei Top-Trends für 2014 demnach als:

  • Konsolidierung: Der Druck durch die Sättigung des Marktes, den gestiegenen Wettbewerb, die Suche nach neuen Wachstumstreibern sowie die allgemeinen Wirtschaftsbedingungen zwingen die Service Provider dazu, ihre Geschäfte zu rationalisieren und zu konsolidieren. In der ersten Hälfte dieses Jahres wurden im europäischen Telekommunikationsmarkt Fusionen und Akquisitionen in Höhe von 60 Milliarden Euro angekündigt, was einer Verdoppelung des Volumens im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres entspricht. Für 2014 erwarten wir ein weiteres Wachstum in diesem Bereich.
  • Big Data: Waren die Service Provider 2013 noch damit beschäftigt, die operativen Herausforderungen im Umgang mit „Big Data“ zu bewältigen, geht der Trend 2014 dahin, den eigentlichen Wert von „Big Data“ zu erkennen und diese zur Steigerung der Einnahmen einzusetzen. Dies fördert nahtlose und damit gleichbleibende Kundenerfahrungen; Kunden können viel stärker personalisierte Services erwarten wie z. B. proaktive Warnungen, wenn das Datenlimit erreicht wurde, oder Hinweise auf besondere Angebote der bevorzugten Anbieter.
  • Netzwerke: Für 2014 erwartet Amdocs, dass sich die Service Provider vom Rollout der LTE-Netze weg bewegen und vermehrt ihre massiven Investitionen in die Netzwerke ausschöpfen und optimieren werden. Sie werden die effiziente Nutzung der Netze mit innovativen Preisstrategien und einem umfangreichen Service-Angebot kombinieren. Das konnten wir in diesem Jahr bereits bei Angeboten in Kombination mit Zugriffen zu Sky Sports TV und Spotify Premium durch Vodafone beobachten. Service Provider werden verstärkt auf den Einsatz von Small Cells, WiFi-Offload und die Ausnutzung von SON (Self Optimizing Network) -Technologien setzen, um ihre Netzwerkinvestitionen zu optimieren.

Andere Wachstumsbereiche und Trends umfassen Themen rund um Omni-Channel Experience, die Zunahme des Segments der tragbaren Geräte (Wearable Devices), mobile Finanzservices, kleine und mittelständische Unternehmen, Großkunden, die nächste TV-Generation sowie die Virtualisierung.

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