In-Memory-Technik leicht erklärt

Die technischen SAP HANA-Betriebsmodi

| Autor / Redakteur: Jürgen Meynert / Ulrike Ostler

Single-Node oder Scale-Out?

Denn wenn der Code sich die Daten von einem Nachbarknoten holen muss, fällt wieder Kommunikationsaufwand zwischen den Knoten an. Das aber geht mit vergleichsweise hoher Latenz einher, wie wenn der Code gleich auf dem Applikations-Server verblieben wäre. Aus diesem Grunde ist eine Single-Node-Implementierung von HANA für OLTP auf jeden Fall gegenüber einer Scale-Out-Architektur vorzuziehen.

Scale-Out ist für OLTP nicht die beste Betriebsart.
Scale-Out ist für OLTP nicht die beste Betriebsart. (Bild: joannis kounadeas/Fotolis.com)

Zugleich bestand SAP bislang für HANA als Single Node auf der Anforderung nach schnellen (internen) Log-Devices. Interne Log-Devices sind jedoch für geschäftskritische OLTP-Anwendungen nicht akzeptabel, da ein Verlust des Rechners bzw. des Log-Devices gleichzeitig auch mit Datenverlust einhergeht. Geschäftskritische Daten, insbesondere die Logdaten, sollten immer an eine zweite Lokation geschrieben (gespiegelt) werden, sodass man im Notfall die Datenbank aus einer zweiten Quelle bis zur letzten abgeschlossenen Transaktion recovern, wieder herstellen kann.

Single-Node auf Flexframe

Fujitsu hat schon frühzeitig die HANA-Single-Node-Architektur in das Flexframe-Betriebskonzept integriert und die Log-Daten auf externe, spiegelbare Storage-Einheiten platziert. Dort stehen zwar nicht die bisher geforderten 100.000 IOps zur Verfügung, aber aus technischer Sicht sind sie schon lange nicht mehr notwendig.

Damit ist aber für HANA der von Flexframe bekannte sichere und flexible Betrieb für geschäftskritische Anwendungen mit den dafür typischen hohen SLAs gewährleistet. Zwischenzeitlich rückt auch SAP von den hohen IO-Anforderungen für den Logwriter ab, um HANA für eine flexible Integration in den RZ-Betrieb vorzubereiten.

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