In 16 Monaten seit der Gründung auf 80 Mitglieder angewachsen

Die OpenPower Foundation hat sich etabliert

| Autor / Redakteur: Ludger Schmitz / Ulrike Ostler

Gordon MacKean, Vorsitzender der OpenPower Foundation, mit einem Power-System-Board, das in der Stiftung entwickelt wurde.
Gordon MacKean, Vorsitzender der OpenPower Foundation, mit einem Power-System-Board, das in der Stiftung entwickelt wurde. (Bild: OpenPower Foundation)

Anscheinend ist es IBM gelungen, die „Power“-Chip und -Server-Familie auf eine breite Basis zu stellen. Die Öffnung der einst proprietären Architektur ist in der Industrie auf Resonanz gestoßen. Neue Mitglieder der OpenPower Foundation heben die Ansprüche.

Es war eine Zeit nicht so recht klar, was aus IBMs „Power“-Prozessor werden würde. Das Nameskürzel steht für „Performance Optimized With Enhanced RISC“, aber diese Architektur (Reduced Instruction Set Computing) boten andere auch an, und zwar für das gleiche Feld: Workstations. Aber die grafikstarken Systeme standen schon seit der Jahrtausendwende unter dem Druck der Intel-Architektur.

Teile der Architektur kommen aus der Großrechner-Tradition von Big Blue. Umgekehrt findet sich Power wieder in den Nachfolgern betagter Systemfamilien. Power gibt es in den großen „eServer“-Systemen und in den „iSeries“-Nachfolgern der AS/400. Der Nachfolger findet sich vor allem wieder in der „pSeries“, welche die „RS/6000“-Workstations ablöste. Power-basierend arbeiten etliche der weltschnellsten Rechner. Die Power-Architektur ist integraler Bestandteil aller IBM-eigenen Systementwicklungen. Doch die sind nicht „Mainstream“, während Intel als „Standard“ in den Gehäusen diverser Hersteller (auch IBM) die Rechenzentren füllte.

Erfolgreicher Befreiungsschlag

Die Reaktion von IBM dürfte einigen Beobachtern wie ein etwas verzweifelter Befreiungsschlag angemutet haben, war jedoch eine konsequente Fortsetzung der Öffnungsstrategie von Big Blue. Überraschend war vor allem, dass es diesmal nicht nur um Software, sondern gleich auch um Hardware ging: Vor fast eineinhalb Jahren, genau am 6. August 2013, stellte IBM das „OpenPOWER Consortium“ vor – das alsbald in eine Foundation umgewandelt wurde. Von Beginn an dabei waren IBM, Google, Mellanox, Nvidia und Tyan.

Mitglieder der Stiftung haben das Recht und die Pflicht, gegenseitig Prozessordesigns, Firmware und Software auf Basis einer recht freizügigen Lizenz (aber nicht als Open Source) zu teilen. So entstehende Prozessoren dürfen beliebige Hersteller produzieren. Es gibt keine Einschränkungen bei der Wahl weiterer Bauteile. Das dahinter stehende Business-Modell trägt den Titel „Open Collaboration“. Software-Entwicklungen sollen (!) auf Basis von Linux und als Open Source erfolgen.

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