Die Zukunft von Red Hat im Rückblick auf eine beispiellose Erfolgs-Story

Die Open-Source-Milliardäre

| Autor / Redakteur: Thomas Drilling / Ulrike Ostler

Jüngste Zertifikate und Zulassungen

Ob der Marketing-Schachzug Red Hat Kunden kostet, bleib abzuwarten, vielleicht steigert die Maßnahme aber auch weiter den Bekanntheitsgrad von RHEL. Was für RHEL-Kunden aber weit mehr zählt als die Kostenbetrachtung, sind die zahlreichen Zertifizierungen für Red Hat Enterprise Linux, die durchaus auch eine Folge der Zusammenarbeit von Red Hat mit wichtigen US-Behörden oder der NASA sind.

So hat RHEL 6 im Oktober 2012 unter anderem das Common-Criteria-Zertifikat des "SecureSpan XML Networking Gateway" auf dem Evaluation Assurance Level 4 (EAL4+) bekommen. Das Common Criteria EAL4+ von Level 7 ist der höchste erreichbare Level für ein Standard-Betriebssystem ohne spezielle Modifikationen und ist besonders für Behörden und Unternehmen mit sehr hohen Sicherheitsanforderungen wertvoll.

Die Zertifizierung selbst erstreckt sich auf das Operating System Protection Profile (OSPP), samt der Module für Advanced Management, Advanced Audit, Labeled Security und Virtualisierung mit KVM. Ferner hat Red Hat vor wenigen Tagen bekannt gegeben, das ab sofort auch der verschlüsselnde Device-Mapper von RHEL 6 Dm-crypt NIST-zertifiziert ist. Das „National Institute of Standards and Technology“ (NIST) ist quasi das US-amerikanische Pendant zum BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik).

In punkto Sicherheit

Damit hat das NIST jetzt insgesamt sieben Sicherheitszertifikate nach FIPS-140-2-Standard an Red Hat Enterprise Linux 6.2 vergeben. Dm-crypt komplettiert seit wenigen Tagen die bereits zertifizierten Module Kernel Crypto API, Open Swan, Open-SSH-Server, OpenSSH-Client, Open SSL und Libgcrypt. Damit lässt sich RHEL zum Beispiel in Bezug auf die Krypto-Module in einer weitgehend NIST-zertifizierten Umgebung betreiben. Ein weiteres wichtiges Argument für Red-Hat-Kunden dürfte bezüglich RHEL zudem sein, dass Red Hats Enteprise-Linux-Betriebssystem ein fundamentaler Bestandteil der Virtualisierungs- und Cloud-Produkten ist.

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Thomas Drilling bekommt auf DataCenter-Insider.de einen eigenen Blog: "Drillings Open-Source-Eck"
Thomas Drilling bekommt auf DataCenter-Insider.de einen eigenen Blog: "Drillings Open-Source-Eck" (Bild: Thomas Drilling)

Thomas Drilling ist seit Abschluss seines Informatik-Studiums Anfang der 90`iger Jahre selbstständig auf den unterschiedlichsten Gebieten im IT-Sektor, zum Beispiel als Trainer, Consultant und Administrator, tätig und befasst sich seit 1998 schwerpunktmäßig mit Open-Source.

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Lese-Tipp

Seit der Jahrtausendwende gilt seine Begeisterung als Buch-Autor, Journalist und freier Redakteur fast ausschließlich der IT-Bericht-Erstattung. Aktuell konzentriert er sich überwiegend auf Business- und Enterprise-Themen im Bereich Linux/Open Source, Cloud, Virtualisierung, Netzwerk und Client-Managenent/Monitoring und Unified Communications.

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