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Workload-spezifische Power7-Systeme sind kostengünstiger als die x86-Konkurrenz Die neue Power-Linux-Strategie von IBM

| Redakteur: Ulrike Ostler

IBM bringt zusammen mit ihren ISV- und OEM-Partnern drei neue integrierte und workload-optimierte „Power-Linux“-Produkte auf den Markt. Diese sollen der Beginn einer ganzen Reihe von solch integrierter Angebote sein. Sie adressieren Big Data, Branchenanwendungen sowie Open Source-Infrastruktur-Services.

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Die ersten dedizierten Power-Linux-System sollen die Bereiche Big Data, Open-Source-Infrastrukturen und Branchenanwendungen bedienen. Darauf laufen kann sowohl Red-Hat- als auch -Suse-Linux. Die Appliances sollen zudem kostengünstiger sein als vergleichbare x86-Systeme.
Die ersten dedizierten Power-Linux-System sollen die Bereiche Big Data, Open-Source-Infrastrukturen und Branchenanwendungen bedienen. Darauf laufen kann sowohl Red-Hat- als auch -Suse-Linux. Die Appliances sollen zudem kostengünstiger sein als vergleichbare x86-Systeme.
(Bild: IBM)

Mit den drei „Power System“- und „Pure Flex“-System-Angeboten sollen Kunden dabei unterstützen, die Kosteneffizienz von Linux und Virtualisierung für geschäftskritische Workloads zu nutzen. Zu diesem Zweck integrieren die IBM Power-Linux-Produkte Linux-spezifische Hardware mit „Power7“-Prozessoren und Linux-Software von Red Hat sowie Suse.

Zielgruppe sind sowohl mittelständische als auch größere Unternehmen. Diesen bieten die Power-Linux-Appliances mehr Leistung und Zuverlässigkeit bei gleichzeitig geringerem Zeit- und Gesamtkostenaufwand im Vergleich zu x86-Plattformen, so der Hersteller.

Während Kunden zunehmend mehr Möglichkeiten vorfinden, ihre Geschäftsanforderungen mit Open-Source-Software abzudecken, blieben sie mit der Herausforderung konfrontiert, eine ähnlich hohe Servicequalität und Zuverlässigkeit zu schaffen, wie sie proprietäre Software-Lösungen bisher erreichen, agumentiert IBM. Durch die Nutzung der Selbstheilungs- und Selbstverwaltungs-Fähigkeiten der auf Power7-basierenden Systeme können Kunden eine oder viele hoch skalierbare, zuverlässige und flexible, Branchenstandards entsprechende Linux-Umgebungen nutzen.

Wertvoller und kostengünstiger

Im Vergleich zu konkurrierenden x86-Systemen erhalten IBM Kunden einen höheren Mehrwert bei geringeren Gesamtkosten, so der Anbieter. Denn die neuen Systeme laufen auf günstigen Linux-spezifischen Power Systemen und „PowerVM“-Virtualisierungstechnik.

Darüber hinaus kann der Austausch von alternden x86-basierten Windows-Servern durch Power-Linux-Systeme und Open Source-Anwendungen zu einer weiteren Reduktion der IT-Kosten führen, weil proprietäre Software-Lizenzgebühren und Upgrade-Kosten wegfallen können.

Zwar fänden Kunden zunehmend mehr Möglichkeiten vor, ihre Geschäftsanforderungen mit Open-Source-Software abzudecken. Doch sie blieben mit der Herausforderung konfrontiert, eine ähnlich hohe Servicequalität und Zuverlässigkeit zu schaffen, wie sie proprietäre Software-Lösungen erreichten, argumentiert IBM.

Automatismen zur Selbstkontrolle

Seit 2000 hat Linux eine strategisch wichtige Position innerhalb des IBM-System-Portfolios. IBM hat bis dato mehr als eine Milliarde Dollar in die Linux-Entwicklung investiert. IBM ist traditionell unter den Top-Anbieter von Linux-Code, der mit mehr als 600 IBM-Mitarbeitern in mehr als 100 Open-Source-Projekten beteiligt ist.

Durch die Nutzung der Selbstheilungs- und Selbstverwaltungs-Fähigkeiten der auf Power7-basierenden Systeme könnten Kunden eine oder viele hoch skalierbare, zuverlässige und flexible, Branchenstandards entsprechende Linux-Umgebungen nutzen.

Hamburger Universität verbessert die Systemleistung und reduziert Kosten

IBM arbeitet mit Kunden weltweit an der Leistungsverbesserung ihrer Linux-basierten Anwendungen und Dienstleistungen zusammen, darunter auch die Universität Hamburg. Als Teilnehmer an PHYsnet.org, der weltweiten Plattform zum Austausch von wissenschaftlichen Daten, wollte die Universität Hamburg die Leistungsfähigkeit der bestehenden PHYSnet-Server verbessern, ohne in eine große Anzahl von physischen Servern für sein Physik-Forschungslabor zu investieren.

Die Universität konnte die File-Serving-Leistung um 50 Prozent – bei 30 Prozent geringeren Kosten –gegenüber einer konkurrierenden Intel x86-basierten Systemlösung steigern. Dies war durch die Implementierung einer virtuell verteilten Konfiguration für das OpenAFS-Dateisystem auf zwei IBM Power Linux 7R2 Systeme möglich. Auf den beiden Systemen laufen zehn virtuelle Linux-Server mit IBM PowerVM für Power Linux.

Drei Workload-optimierte Power Linux System-Editionen

  • 1. IBM Power-Linux-Big-Data-Analytics

Auch in Deutschland denken Unternehmenslenker mittlerweile neu über den Umgang mit exponentiell wachsenden Datenmengen innerhalb ihrer Organisationen nach. Um dieser Herausforderung gerecht zu werden, nutzen viele bereits Linux-basierende IT-Infrastrukturen, die für die Bewältigung von strukturierten und unstrukturierten Daten konzipiert sind. Informationen können leichter erfasst, verwaltet und analysiert werden, mit dem Ziel, fundierte Geschäftsentscheidungen zu treffen.

Die Parallelverarbeitungsfähigkeit der Power-Linux-Systeme mit vielen Threads kann laut IBM für eine optimale Rechen- und I/O-Leistung für große Datenanalyse-Projekte unter Verwendung von „Apache Hadoop“ sorgen. Dies ist ein Software-Framework, das die verteilte Verarbeitung großer Datenmengen über Computer-Cluster ermöglicht. Der IBM OEM-Partner Fixstars plant für 2012 eine Hadoop-basierte Appliance auf Power Linux für die Verarbeitung von großen Datenmengen für den SMB-Markt.

Power Linux unterstützt Unternehmen auch bei der Nutzung von IBM-Software, die Hadoop beinhalten und mit denen sie neue Erkenntnisse aus großen Bestandsdatenmengen gewinnen können, zum Beispiel „IBM Info Sphere Big Insights Software“. Sie läuft bis zu 37 Prozent schneller auf Power Linux als die besten bereits veröffentlichten x86-Hadoop-Benchmarks bei der Verarbeitung von 1 Terabyte Daten.

Anwendungsfälle und Verfügbarkeit

Die tiefgreifende Integration und Optimierung der Analytik-Leistung auf Power Linux ermöglicht es Unternehmen, Tausende von Tasks parallel auszuführen und Analyse-Dienste schneller bereitzustellen, wie die Analyse historischer Kreditkartendaten, um die Echtzeiterkennung von Betrugsfällen zu verbessern oder um Social-Media-Trends in Echtzeit zu verfolgen, um schnell darauf reagieren zu können.

IBM Info Sphere Big Insights Software soll ab dem 15. Juni allgemein verfügbar sein. IBM Info Sphere Streams-Software für Power Linux, mit der Streaming Data analysiert werden können, ist ab sofort erhältlich.

  • 2. IBM Power Linux Branchenanwendungen

PowerLinux bietet laut IBM aber auch einen sicheren, stabilen und vollständig integrierten Lösungs-Stack für Branchenanwendungen, der eine reibungslosere Implementierung und kürzere Lieferzeiten von neuen, differenzierenden Diensten bei geringeren Ausfallzeiten gewährleistet. Mit Angeboten wie „IBM Power Linux Solution Edition für SAP“-Anwendungen können mittelständische IT-Abteilungen diese Dienste zu niedrigeren Kosten pro Workload liefern und das bei höherer Qualität im Vergleich zu x86-Server mit Windows oder Linux.

Integrierte, getestete und validierte Lösungen sind derzeit oder werden voraussichtlich in Kürze für Power Linux verfügbar sein, mit mehr als 1.500 ISV-Anwendungen und OEMs in einer Vielzahl von Branchen, darunter Finanzwesen, Einzelhandel und öffentlicher Sektor.

  • 3. IBM Power Linux Open Source Infrastructure Services

PowerVM-für-Power Linux bietet Unternehmen eine Möglichkeit der Virtualisierung, die gegenüber dem Wildwuchs von Servern und virtuellen Images eine kostengünstige Kontrolle bietet, wirbt IBM. Mit weniger zu verwaltenden Servern und der Nutzung von Power Linux als Grundlage für eine flexible Open-Source-basierte Cloud könnten Unternehmen Dienste wie Web, E-Mail und Social Business-Collaboration kostengünstiger bereitstellen.

Integriert, abgestimmt und getestet, so dass alles zusammen funktioniert, biete Power Linux eine Virtualisierung von Business-Infrastruktur-Services, die sowohl sicherer und skalierbarer si als ein solche, die mit VMware auf x86-Rechnern erzielt werden könne, so IBM. Zugleich seien Einsparungsmöglichkeit von bis zu 33 Prozent bei den Gesamtkosten drin.

Die Basis: Neue Linux-only-Systeme

Colin Parris, General Manager, IBM Power Systems, räumt mit Vorurteilen auf: “Da CIOs versuchen, ihre IT-Abteilung von einem Cost Center zu einem strategischen Vorteil zu verwandeln, haben viele die falsche Vorstellung, dass Linux auf x86-Servern mit VMware-Software ihre einzige Option für die Nutzung von Open-Source-Anwendungen wäre“. Mit IBM Power Linux verfügten Kunden nun über eine leistungsstarke, kostengünstige Alternative sowie eine breite Support-Struktur von den IBM-Partnern, die dabei unterstützten, für nahezu jede Geschäftsanforderung die richtige Lösung zu bekommen.

Die Hardware für die neuen Power-Linux-Systeme liefert etwa ein zwei-Sockel-Server mit 16 Power7-Microprozessorkernen: "7R2"
Die Hardware für die neuen Power-Linux-Systeme liefert etwa ein zwei-Sockel-Server mit 16 Power7-Microprozessorkernen: "7R2"
(Bild: IBM)

Die neuen IBM-Power- Linux-Angebote sind mit der Einführung von zwei neuen Linux-spezifischen Systemen für Unternehmen jeder Größe erschwinglich:

  • IBM Power Linux 7R2-System – Ein leistungsfähiger, Energie-effizienter Zwei-Sockel-Server mit 16 Power7-Microprozessorkernen und Auswahlmöglichkeit zwischen zwei Linux-Betriebssystemen – „Red Hat Enterprise Linux“ (RHEL) oder Suse Linux Enterprise Server (SLES). Skalierbar und effizient mit eingebautem PowerVM-für-Power-Linux-Hypervisor, kann das Power Linux 7R2-System multiple Linux-Workloads, die durch PowerVM virtualisiert werden, fahren. Der Lösungs-Stack für eine virtualisierte Infrastruktur ist bis zu 33 Prozent kostengünstiger und weist bis zu 17 Prozent geringere Energie- und Kühlungskosten im Vergleich zu konkurrierenden x86 Rack-Servern auf.
  • IBM Flex System Power Linux Compute Node – Linux-spezifischer Zwei-Sockel-Compute-Node für das kürzlich angekündigte IBM Pure-Flex-System. Mit 12 oder 16 Power7-Mikroprozessorkernen, der Wahlmöglichkeit zwischen Red Hat Enterprise Linux und Suse Linux Enterprise Server-Betriebssystemen sowie integriertem PowerVM-für-Power-Linux-Hypervisor.

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