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Spekulationen über die Speicherzukunft

Die Magie hinter dem Datenwachstum

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Europas Startups spekulieren auf die Langzeit-Archivierung

Bis auf die Firma Syylex, die sich mit Glas-basierten optischen Laufwerken für die Archivierung beschäftigt, gibt es kein deutsches Startup in der Liste. Weitet man den Startup-Blick auf Europa aus, kommen drei weitere Kandidaten hinzu. Auch die französische Firma Essilex treibt die Langzeitarchivierung auf optische Laufwerke um. Ebenfalls aus Frankreich kommt das Startup Lunabee Studio, das die Daten von iPhone und iPad speichern will. In Spanien brütet noch VirtualSharp Software über der Disaster-Recovery-Zusicherung für virtuelle Datacenter. Das war es in Europa.

Und wer hat das meiste Geld eingesammelt? Mit 250 Millionen US-Dollar steht Dropbox in der Maleval-Liste ganz oben, danach folgt Box.net (wie Dropbox ein Angebot für das Online File Sharing) mit 129 Millionen und die SSD-Cache-Protagonisten von Violin Memory mit 72 Millionen. In deren direkten Konkurrenten Fusion IO wurden 2010 45 Millionen US-Dollar investiert. Laut Gerüchteküche haben Apple, EMC und IBM ein Auge auf Fusion IO geworfen.

Nischenmarkt Alleskönnerspeicher

Während viele Startups ihr Glück versuchen, indem sie eigentlich schon existierende Lösungen wie Filesysteme, Disaster Revocery und Backup für den Betrieb in einer Cloud erweitern, so stehen bei den Realprodukten funktionelle Erweiterungen an, die aber vor allem von den jeweiligen Herstellern vorangetrieben werden.

Während NetApp schon vor Jahren ein Speichersystem für alles kreierte, kommt diese Sichtweise erst jetzt bei anderen Herstellern an, die entweder ebenfalls von Unified Storage oder konvergentem Speicher reden. So richtig zieht die Idee, ein System für Block und File einzusetzen, beim Anwender nicht.

Es ist arg offensichtlich, dass Unified Storage – bis jetzt – ein Abfallprodukt ist, das der Idee einer Bereinigung der Produktpalette des Herstellers entsprungen ist. Auf der Firmware-Ebene implementiert z.B. EMC grundlegende Funktionen (primitives) so, dass sie plattformunabhängig laufen. Und falls die Funktion doch auf einer höheren Funktionsebene programmiert wurde, gibt es ein Abstraktionsmodell, das diese speziellen Funktionen sowohl im User- als auch im Kernel-Modus betreiben kann.

Der Anwender hat erst mal nicht viel davon, dass sich EMC die Wartungsarbeiten seiner Softwareentwicklung vereinfacht. Letztendlich löst EMC jedoch das Problem einer Managementumgebung, die typischerweise das globale Monitoring von Speichersystemen erlaubt, aber bei der Steuerung des Systems zur spezifischen Produktsoftware wechseln muss. Das dürfte in heterogenen und virtuellen Umgebungen die Provisionierung auf Dauer wesentlich erleichtern.

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