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Kennwerte kommunizieren den Erfolg eines (IT-)Projekts Die Macht der Zahlen

| Autor / Redakteur: Matthias Maier / Ulrike Ostler

Machen Sie Reklame für ihr IT-Projekt, aber richtig! Maschinendaten können die Grundlage bilden, um das gesamte Unternehmen gut dastehen zu lassen, und – nicht immer auf den ersten Blick sichtbare – Erfolge sowohl intern als auch extern zu kommunizieren.

(Bild: Splunk)

Seit der frühen Geschichte beschäftigt der Mensch sich mit Zahlen. Dabei handelt es sich um abstrakte Objekte, die erst durch Messung ihrer Größe definiert werden und sich dadurch anwenden lassen beziehungsweise in Beziehung zueinander gesetzt werden können. In der Geschäftswelt von heute gewinnen bisher unbekannte, nein, unbeachtete Zahlen an Bedeutung. Generiert von Maschinen geben sie dennoch Aufschluss darüber, wie es um ein Unternehmen genau bestellt ist, und ermöglichen den Vergleich mit dem Wettbewerb.

Große Markenunternehmen wie Apple und Google wissen um die Macht der Zahlen und setzen diese auch erfolgreich im Marketing ein. So arbeitet beispielsweise Apple-CEO Tom Cook bei seinen Präsentationen immer mit Zahlen – und da wird nicht gekleckert, sondern geklotzt: sieben Millionen Downloads des neuen Betriebssystems Mountain Lion , 25 Milliarden Song-Downloads aus dem Apple AppStore .

Google-Chef Eric Schmidt überzeugt hingegen gerne mit zahlenmäßigen Vergleichen. So führte er bei seiner Keynote auf der Dive Into Mobile Conference aus, dass die Zahl der Geräte-Aktivierungen im Juli 2011 noch bei 550.000 pro Tag lag und das Unternehmen einige Monate später bereits eine 1,5 Millionen Geräteaktivierungen pro Tag zählt.

Die richtige Kennzahl sticht

In beiden Fällen erheben die Konzerne spezifische Zahlen zur Nutzung ihrer Produkte und Angebote. Zum einen tun sie das, um ihre Prozesse kontinuierlich zu überwachen, zum anderen aber auch, und dieser Punkt ist sicherlich mindestens genauso wichtig, um ihren Erfolg zu untermauern und öffentlichkeitswirksam zu kommunizieren.

Kunden reagieren in der Regel auf das Spiel mit den Zahlen positiv, besser gesagt, lassen sie sich von den „Zahlentrümpfen“ beeindrucken. Was im Marketing nach außen gut funktioniert, sollte eigentlich auch im Projekt-Management nach innen wirken.

Allerdings werden Kennzahlen zur Untermauerung der Nützlichkeit oder des Erfolgs bei IT-Projekten noch nicht so ausgiebig eingesetzt, wie es der Fall sein könnte. So leiden IT-Projekte häufig noch unter geringer Anerkennung, die sich durch mangelnde Transparenz, schwer nachweisbarem Return on Investment (ROI) oder nicht belegbarem Projekterfolg begründet.

Der messbare Erfolg

Angenommen, bei einem Single-Sign-on-Projekt wird nach einem Jahr erst die Hälfte der Anwenderapplikationen unterstützt. Auf den ersten Blick scheint das Projekt viel zu lang zu laufen und nicht den versprechenden Erfolg zu bringen.

All die gute und harte Arbeit des Projekt-Managers sowie des gesamten Teams bleibt unsichtbar und kann nicht in beeindruckenden Präsentationen vorgestellt werden. Das einzige, was sich feststellen lässt, ist, dass 50 Prozent des Projekts nach zwölf Monaten immer noch nicht umgesetzt sind.

Dabei sollten sich Projektleiter ein Beispiel an Marketingprofis wie Tom Cook & Co. nehmen. Denn auch im Bereich Projekt-Management lassen sich beeindruckende Zahlen erheben – nicht nur zu Beginn oder zum Abschluss eines Projekts, sondern fortlaufend. Kennzahlen, die die Entwicklung des Projekts protokollieren, dienen dazu, dem oberen Management ein Verständnis zu vermitteln, was bis zu einem bestimmten Zeitpunkt exakt erreicht worden ist.

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