Mit Standard-Bau-Blöcken Workload-optimiert

Die Integrierten von Fujitsu

| Redakteur: Ulrike Ostler

Primeflex für HPC

Noch einmal eine ganz andere Art des Computing ist das High-Performance-Computing (HPC). Hier werden Rechner, die schnell und möglichst preisgünstig rechnen müssen, gebaucht, während Latenzen und Verfügbarkeiten kaum eine Rolle spielen. Organisiert sind die Rechner über einen Management-Knoten , Head-Node - dieser verteilt die zu rechnenden Lasten auf die untergeordneten Rechner (Slave-Nodes).

Nutzer sind Organisationen und Institute, die Wissenschaft und Forschung betreiben sowie große Unternehmen, etwa im Flugzeugbau und der Automobilindustrie, die sich solche Cluster erlauben können. Etwa in der Simulation oder bei Crash-Test, die rund die Hälfte aller Anwendungen in diesem Umfeld ausmachen, sparen diese Unternehmen Unsummen, weil echte Tests und der Modellbau auf ein Minimum zurückgefahren werden kann.

Wachsende Beliebtheit

Wenngleich derzeit erst 8 Prozent der Industrie-Unternehmen mit weniger als 100 Mitarbeitern HPC einsetzt, nimmt doch die Zahl zu. Immerhin kostet ein virtueller Prototyptest rund 1.000 Euro oder weniger, während echte Prototypen etwa bei 1 Million Euro liegen. So stattet Fujitsu seine HPC-Primeflex-Systme mit einem „Gateway“ aus, einem User-Interface, das es Anwendern erleichtern soll, mit einem Cluster umzugehen.

Beliebt sind in diesem Umfeld Open-Source-Techniken. Fujitsu greift etwa auf der Betriebssystemebene hauptsächlich auf Red-Hat- und Suse-Linux zurück, unterstützt aber auch CentOS. Die Kommunikation beruht auf Infiniband aber das Management beruht auf Ethernet-Verbindungen, Storage oft auch auf Fibre Channel.

Topaş fertigt etwa für Fiat, Peugeot, Citroen, Opel und Jeeps.
Topaş fertigt etwa für Fiat, Peugeot, Citroen, Opel und Jeeps. (Bild: Fujitsu)

Um für die IT-Admins den Einbau und die Konfiguration zu vereinfachen, kommt ein Primeflex-System mit automatisierten Workflow-Paketen an. Alles ist so eingestellt, dass vor Ort lediglich die letzten Anpassungen vorgenommen werden müssen. Beim Kunden Tofaş, einem türkischen Automobilbauer, der 1998 von Fiat und Koç gegründet wurde, nahm diese letzte Phase etwa vier Wochen in Anspruch. Die Einstellungen vor Ort übernimmt zumeist ein Fujitsu-Partner.

Ein System, das im November 2013 bei Tofaş live ging, besteht aus zwei Linux-Head-Nodes „Primergy RX 200 S7“ sowie 10 Compute-Nodes mit Intel Xeon E5-2670“-Prozessoren ausgestattet. (siehe: Abbildung 21, 22). Der Rechner für die Sabanci-Univerität, Istanbul, der im Mai 2014 live ging besitzt 18 Knoten und 400 der gleichen Xeon-CPUs sowie 14 „Nvidia-Tesla“-GPUs.

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