Converged Cloud entkoppelt Dienste von Anbietern und Infrastrukturen

Die HP-Architektur für hybride Clouds

| Redakteur: Ulrike Ostler

Die HP Converged Cloud

„Technisch gesehen ist das kein Problem mehr“, erläutert Klaus Berle, Leiter Cloud Competence Center der Hewlett-Packard GmbH. „Probleme gibt es noch bei der Lizenzierung der Software, die quasi von einer Cloud-Plattform zur nächsten bewegt werden soll.“

Converged-Cloud-Dienste ließen sich anhand von Regeln, Templates und Modellen schnell und effizient entwickeln und bereitstellen, so Berle, – egal, ob für eine traditionelle IT-Infrastruktur oder für Private-, Managed- oder Public-Cloud-Umgebungen. Außerdem lassen sich übergreifende Management- und Sicherheitsfunktionen mit den Diensten verknüpfen und einheitlich steuern.

Damit das funktionieren kann, steckt im Kern der Cloud-Architektur „HP OpenStack“. OpenStack umfasst eine Reihe von Opensource-Techniken, mit denen sich Cloud-Plattformen aufbauen lassen, die enorm skalieren können. Der Zusatz „HP“ vor dem OpenStack rührt daher, dass HP hat die Standard-Dienste erweitert hat. Das soll ihr Einbinden in die IT-Prozesse von Unternehmen und Verwaltungen erleichtern.

Die Abstraktionsschicht

Betroffen sind Application Lifecycle Management (ALM), Continuous Deployment sowie die Verwaltung und Sicherheit von Cloud-Diensten. Laut Berle vereinfachen sich etwa die Migration von Cloud-Diensten und das so genannte Cloud Bursting, also das temporäre Zuschalten von externen Ressourcen bei Kapazitäts-Engpässen.

Die Architektur Grundlage (siehe: Abbildung 4) für ein hybrides Cloud Computing findet sich auf drei Ebenen: HP Converged Infrastructure as a Service, HP Converged Management & Security sowie HP Converged Information. Das IaaS Angebot ist schon sehr ausgeprägt. Auch die Ankündigung von „HP Virtual Networks“, applikationsspezifischen logischen Netzen, fällt in diese Kategorie.

Was noch fehlt, ist laut Berle ein „HP Converged IaaS Controller“. von der physischen IT-Infrastruktur und stellt eine standardierte Computing-Umgebung zur Verfügung. Diese Ebene sorgt letztlich für die übergreifende Umsetzung von Prozessen und Regeln etwa für Orchestrierung, Verwaltung, Provisionierung und Sicherheit.

Weitere Architekturschichten

Das HP-Angebot im mittleren Bereich stammt im Wesentlichen von Fortfy und Tipping Point, so Berle. Und der Auswertung von Informationen, sowohl strukturierter als auch unstrukturierter Daten, liegen hauptsächlich „Autonomy“ und „Vertica“ zugrunde.

„Manches ist da, anders in der Mache“, fasst der HP-Experte zusammen, „in jedem Fall aber handelt es sich bei Converged Cloud um den HP-Bauplan für das Computing der kommenden Jahre.“ Die neuen Cloud-Angebote, die ab sofort oder demnächst verfügbar sind, wurden auf der Grundlage der Architektur entwickelt: HP Cloud Compute, HP Cloud Object Storage und HP Cloud Content Delivery Network (CDN) sind die ersten Public-Cloud-Dienste von HP ab 10. Mai 2012 allgemein verfügbar.

Die neuen Cloud Services

Damit sollen Kunden neue Dienste innerhalb von Minuten bereitstellen können. Sie bezahlen dabei eine Nutzungsgebühr pro Stunde. Der Stundenpreis variiert beispielsweise bei HP Cloud Compute je nach Ausstattung zwischen 0,04 Dollar und 1,28 Dollar. Einen zusätzlichen Grundpreis gibt es nicht.

Entwickler können eine Reiher verschiedener Tools und Sprachen für das Management und die Entwicklung nutzen, zum Beispiel: Ruby, Java, PHP und Python.

Ab dem 10. Mai stehen zudem zwei weitere Public-Cloud-Angebote als private Beta zur Verfügung: Ein relationaler Datenbank-Dienst für MySQL sowie ein Service für Blockdaten, der es ermöglicht, Daten von einer Recheninstanz zur nächsten zu verschieben.

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