Neue Server- und Storage-Lösungen zielen auf's Highend

Die Dell Technologies World 2018

| Autor: Ludger Schmitz

Michael Dell eröffnet die Dell Technologies World 2018 vor überfülltem Auditorium.
Michael Dell eröffnet die Dell Technologies World 2018 vor überfülltem Auditorium. (Bild: Dell)

Es ist für ein dermaßen großes Unternehmen gar nicht so leicht, eine geeignete Örtlichkeit für den jährlichen Firmen-Event zu finden. Dell EMC überrannte mit seinen Kunden und Partnern Las Vegas.

Bei der Dell Technologies World 2018 kamen nach Unternehmensangaben 14.000 Kunden und Partner zusammen. Maximal jeder Zehnte von ihnen dürfte zur offiziellen Eröffnung einen Platz im schon riesigen Auditorium des Hotels „The Venetian“ gefunden haben. Dort sprach zur Eröffnung Michael Dell, Vorstandsvorsitzender und CEO von Dell Technologies, Die Muttergesellschaft des eigentlichen Kongressveranstalters Dell EMC.

„Die Welt ein Stück besser machen“

Wenn solche eine Persönlichkeit vor so einem Publikum auftritt, dann wird mindestens die Welt gerettet. Natürlich sprach Michael Dell von „Vision“ und „Treiber des menschlichen Fortschritts“, natürlich nicht durch irgendeine Technologie, sondern durch die Produkte seines Unternehmens. „Wir wollen die vielen Wege aufzeigen, wie unsere Kunden Technologie nutzen, um die Welt ein Stück besser zu machen, sei es durch neu konzipierte Prozesse oder völlig neue Branchen.“ Sind Dell-Kunden aus Altruismus am Markt? „Wir sprechen oft darüber, wie Technologien unsere größten Herausforderungen bewältigen können, und wir machen schneller Fortschritte als je zuvor.“ Nein, es ging dann doch nicht um den Sturz von Trump. Nun ja, vollmundige Sprüche gehören wohl einfach in die Keynotes von Firmengranden.

Realitätsnäher war da schon, was Dell EMC an neuen Produkten vorzustellen hatte, und das war nicht gerade wenig, mit deutlichem Übergewicht auf der Storage-Seite. Server-seitig nämlich ging es vor allem um „VxRail“, das Portfolio für Hyperconverged Infrastructure (HCI) auf der Softwarebasis von VMware. Hier gibt es diverse neue Optionen zur Ausstattung der Systeme.

Hyperkonvergenz ist angesagt

NVMe-Cache-Laufwerke versprechen geringere Latenzzeiten, ergo höheren Durchsatz, als herkömmliche SAS-basierende Cache-Laufwerke. Intels Skylake-Prozessoren unterstützen doppelt so viel Speicher, als bisher möglich war, nämlich 1,5 TB RAM pro CPU-Sockel oder 3 TB pro Knoten. Die Tesla P40 Grafikprozessoren von Nvidia verdoppeln die bisher angebotene GPU-Leistung, mehr CAD-Designer können sich eine Maschine teilen. 25-Gigabit-Ethernet bringt richtig Durchsatz auf dem I/O, und das wird unterstützt durch die Top-of-Rack-Switches „Networking S4112-ON“ mit halber Rack-Baubreite.

Den Firmennamen umgedreht?

Ein wenig hat es den Anschein, als gehöre EMC vor Dell gestellt, denn in Las Vegas spielte sich locker die Storage-Seite des Unternehmens in den Vordergrund. Das Unternehmen hob vor allem das neue Enterprise Storage Array „PowerMax“ hervor. Es unterstützt „End-to-End-NVMe over Fabrics“, bietet Inline-Deduplizierung mit einer Datenreduktionsrate von bis zu 5:1 und verspricht eine Verfügbarkeit von „mehr als sechs Neunen“, so der Anbieter.

Das Highlight des Geräts ist sicher die integrierte, in Echtzeit arbeitende „Machine Learning Engine“. Sie verwendet prädiktive Analysen und Mustererkennung, was das Storage deutlich schneller machen soll und die Möglichkeit bietet, Storage Class Memory (SCM) zu nutzen. Diese Art Speichersoftware-Intelligenz bietet Dell EMC als bisher einziges Unternehmen. Sie macht das System nach Anbieterangaben zum weitab schnellsten Storage Array auf dem Markt.

Zu hyperkonvergenten Infrastrukturangeboten gehören zunehmend auch die Speicherlösungen, und dem begegnet Dell EMC mit „VxBlock 1000“. Neue Optionen bieten die Möglichkeit, PowerMax mit End-to-End NVMe und XtremIO X2 All-Flash Array zu integrieren. Letztere bekommen mit XIOS 6.1 eine neue Version ihres Betriebssystems. Das hat nach Angaben von Dell EMC große Wirkung bei der Effizienz. Denn die XtremIO-Replikation sendet nur eindeutige Daten an den entfernten Standadort, was den Bandbreiten-Bedarf um weitere 85 Prozent reduzieren soll. Anders ausgedrückt: Das Recovery läuft wesentlich schneller oder auch bei reduziertem Netzwerk.

Was meinen Sie zu diesem Thema?

Schreiben Sie uns hier Ihre Meinung ...
(nicht registrierter User)

Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
Kommentar abschicken
copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 45287392 / Konvergente Systeme)