Der Zugriff auf virtuelle Monitore

Die besten Spice-Clients zur Erhöhung der Netzwerk- und Festplatten-Performance

| Autor / Redakteur: Thomas Drilling / Ulrike Ostler

Die drei ausgereiftesten Spice-Clients im Alltag

1. Der spice-gtk-Client für Linux ist in den Paketquellen aller Linux-Distributionen zu finden. Unter Red Hat oder Fedora installieren lässt er sich mit

yum install spice-gtk

installieren. Das Tool basiert auf zwei Bibliotheken libspice-client-glib und der eigentlichen grafischen Oberfläche spice-client-gtk. Beide kommen nicht nur beim Virt Manager zum Einsatz, sondern auch beim traditionellen Client des Virt-Manager-Projekts virt-viewer, der per Default installiert ist.

Möchten Admins mit virt-viewer und spice-gtk über das Spice-Protokoll auf den Bildschirm Ihrer KVM-VM zugreifen, geben sie diesen Befehl ein:

virt-viewer spice://<Adresse>:<Port>

Ergänzendes zum Thema
 
Praxistipp des Autors:

In gleicher Weise funktioniert auch

remote-viewer spice://<Adresse>:<Port>

Die Windows-Version des virt-viewer können sie als MSI-Datei ebenfalls von der Virt-Manager-Homepage herunterladen und installieren.

2. Installieren Adminsitratoren unter Linux zudem das Paket spicegtk-tools, kommen sie auch in den Genuss des grafischen Spice-Clients spicy. Bei spicy geben sie die Adresse des KVM-Hosts und die Spice-Port-Nummer in einem Dialogfeld ein.

3. Am elegantesten und zudem plattformunabhängig funktioniert der Spice-Monitor-Zugriff derzeit mit der Chrome-App von Google, die sich per Mausklick im Chrome Web Store installieren lässt. Auch hier müssen Host-Adresse und Port-Nummer am Login-Screen eingegeben werden.

Internet in der VM mit Netzwerkbrücken

Soll eine VM sowohl mit anderen VMs als auch mit dem Host und der Außenwelt kommunizieren, braucht man auf dem Host ein Bridge-Device, das an die virtuelle Netzwerkkarte der VM zu binden ist. Wählen der kluge Admin ein solches Gerät als Netzwerktyp aus, zum Beispiel in Virt Manager, kümmert sich die Software automatisch darum, ein Gerät vom Typ MacVTap zur Verfügung zu stellen.

Dabei handelt es sich um einen Gerätetreiber, der Bridge-Networking extrem vereinfacht. Er ersetzt die klassische Kombination aus virtuellem tap-Device und dem Bridge-Treiber aus dem Paket bridge-utils. Das Gerät besteht nur aus einem einzigen Modul auf Basis des macvlan-Treibers. KVM/Qemu und andere Hypervisoren können so ein macvtap-Endpoint-Charakter-Device direkt verwenden, ohne dass Administratoren dazu Vorbereitungen treffen müssen.

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