Die neue Marke: Arm Neoverse

Die Arm-Roadmap für ein Systemleistungsplus von 30 Prozent jährlich

| Redakteur: Ulrike Ostler

Arm stellt mit „Neoverse“ eine Roadmap von Silizium-basierten Produkten für die Infrastruktur vor, die eine jährliche Steigerung der Systemleistung um 30 Prozent auf den Prozessknoten ermöglichen soll.
Arm stellt mit „Neoverse“ eine Roadmap von Silizium-basierten Produkten für die Infrastruktur vor, die eine jährliche Steigerung der Systemleistung um 30 Prozent auf den Prozessknoten ermöglichen soll. (Bild: Arm)

Auf der Hausmesse „Arm Techcon“ stellte Drew Henry, Senior Vice President und General Manager, Infrastructure Line of Business bei Arm, „Neoverse“ vor. Unter diesem Label will das Unternehmen Technologie und Design entwickeln, die sich in Infrastruktur vom zentralen Rechenzentrum bis zum Edge einsetzen lässt.

Laut Henry handelt es sich bei Neoverse um „eine neue Marke von speziell entwickeltem IP für 5G-Netzwerke und Cloud to Edge-Infrastruktur“. Henry sagt: „Arm Neoverse-betriebene Produkte aus unserem globalen Ökosystem werden die vielfältigen, leistungsstarken, sicheren und skalierbaren Lösungen ermöglichen, die für die Infrastruktur-Basis in einer Welt von einer Welt von einer Billion intelligenten Geräten erforderlich sind.“

Doch er sagt auch: „Die Entwicklung von Produkten für die Infrastruktur ist kompliziert.“ Und Arm muss tief in die Tasche greifen. Die Motivation und den Mut für die Entscheidung, stärker den Infrastrukturbereich zu adressieren, zieht Arm aus den bisherigen Erfolgen.

Drew Henry. „Der Aufbau der Cloud to Edge-Infrastruktur für eine Welt von einer Billion intelligenter Geräte erfordert ein breites Ökosystem mit der Technologie, dem Fachwissen und dem Engagement, um das Internet zu verändern.“
Drew Henry. „Der Aufbau der Cloud to Edge-Infrastruktur für eine Welt von einer Billion intelligenter Geräte erfordert ein breites Ökosystem mit der Technologie, dem Fachwissen und dem Engagement, um das Internet zu verändern.“ (Bild: Arm)

Laut seinen Ausführungen sind im vergangenen Jahr auf Arm-Architektur basierende Wafer fast 25-mal mehr ausgeliefert worden als andere Architekturen. Das Arm-Ökosystem habe in Märkten wie dem mobilen und intelligenten IoT einen enormen Erfolg erzielt, und im Infrastrukturbereich sei es nicht anders: von Mobilfunk-Basisstationen bis hin zu Routern und Servern. „Mit einem Anteil von fast 30 Prozent an Einheiten und Wachstum sind wir die bevorzugte Infrastrukturarchitektur“, so Henry. „Mit dieser Dynamik haben wir beschlossen, tiefer zu investieren und auf unseren Erfolgen aufzubauen.“

Wie die Zukunft aussieht, für die die Roadmap erstellt wurde, lässt der Vice President ebenfalls anklingen. Schon heute seien 70 Prozent aller Daten, die heute über das Internet übertragen werden, Videos, und die meisten dieser Daten gingen an Milliarden von Menschen, die Smartphones benutzen - von Videos auf Facebook und Youtube bis hin zu Streaming-Filmen von Netflix und Hulu.

„Wenn wir uns in eine Welt mit einer Billion vernetzter Geräte begeben, ändert sich das Verkehrsmuster“, so Henry. Riesige Datenmengen flössen in das Netzwerk etwa durch hochbandige Videosensoren. Zudem werde ein Großteil der für die Extraktion und Analyse dieser Informationen erforderlichen Daten an den Rand oder direkt in das Gerät wandern.

Drew Henry: „Heute auf der ´Arm Techcon` hatte ich das Vergnügen, „Arm Neoverse“ bekannt zu geben.“
Drew Henry: „Heute auf der ´Arm Techcon` hatte ich das Vergnügen, „Arm Neoverse“ bekannt zu geben.“ (Bild: Arm)

Die Ausgangslage und die Perspektive

„Arm ist einzigartig positioniert, um die Auswirkungen eines sich entwickelnden Internets zu verstehen, da wir so sehr an der Entwicklung neuer Lösungen für intelligente Geräte beteiligt sind“, erläutert Henry und bekräftigt erneut, dass Arm in Infrastruktur investieren werde.

„Wir haben unser Infrastrukturgeschäft auf die Zusammenarbeit mit dem Neoverse-Ökosystem konzentriert, um die Technologien zu entwickeln und in vielen Fällen zu erfinden, die für diese neue Welt der eine Billion Edge-Geräte erforderlich sind.“ Von Hochleistungs-Servern über Energie-effiziente Edge-Compute-Plattformen bis hin zu Gateways und WAN-Routern. Arm setze sich dafür ein, das Neoverse-Ökosystem zu ermöglichen, „um die Technologien zu entwickeln und in vielen Fällen zu erfinden, die für diese neue Welt der eine Billion Edge-Geräte erforderlich sind.“

Laut Arm-VP Drew Henry repräsentiert Neoverse eine neue, vereinheitlichende Markenidentität und Vision für die Arm-basierte Technologie, die die Infrastruktur vom zentralen Rechenzentrum bis zum Edge betreibt.
Laut Arm-VP Drew Henry repräsentiert Neoverse eine neue, vereinheitlichende Markenidentität und Vision für die Arm-basierte Technologie, die die Infrastruktur vom zentralen Rechenzentrum bis zum Edge betreibt. (Bild: Arm)

Konkret beginnt es mit der Plattform „Ares“ (7 Nanometer) im Jahr 2019. Mit jeder weiteren Generation will ARM eine 30prozentige Leistungssteigerung erzielen (siehe: Abbildung). Es folgen „Zeus„“ (7 Nanometer +) und „Poseidon“ (5 Nanometer), die entwickelt wurden, um Systeme in der gesamten Infrastruktur zu ermöglichen, einschließlich hyperskaliger Cloud-Rechenzentren, Speicherlösungen und 5G-Netzwerke. Im Jahr 2018 sollen Arm-Partner laut Henry eine Million Server ausliefern.

Zudem sollen für einzelne Kundensegment speziell entwickelte Funktionen hinzukommen. „Es gibt eine enorme Menge an Erfindungen und Innovationen, die in den nächsten zehn Jahren stattfinden werden, um die neue Infrastruktur zu unterstützen“, so der Arm-Manager. Sicherheit etwa werde entscheidend sein. Deshalb würden die Neoverse-Plattformen auf einem spezifischen Sicherheitsmodell und eigenen Plattformen aufbauen, kündigt er an. Compliance-Programme wie „Arm Server Ready“ sollen die Partner unterstützen.

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