Tata Consultancy Services studiert Big-Data-Projekte

Die 7 Sorgen und der Erfolg von Big-Data-Projekten

| Autor / Redakteur: Bernd Reder / Ulrike Ostler

Das Bauchgefühl als Bremse

Hinzu kommen Herausforderungen, die ebenfalls in den Bereichen Organisation und Strategie angesiedelt sind. Zu den größten zählt, eine Vertrauensbasis zwischen Datenanalyse-Spezialisten und den Managern in den einzelnen Geschäftsbereichen zu schaffen.

Eng damit verbunden ist ein weiteres Problem: Business-Manager müssen dazu gebracht werden, die Resultate von Big-Data-Analysen als Basis für Entscheidungen zu akzeptieren. Bislang verlassen sich laut der Studie zu viele Entscheider auf ihr „Bauchgefühl“, weniger auf valide Daten.

Die sieben Sorgen

Dr. Kay Müller-Jones, Head of Global Consulting Practice bei Tata Consultancy Services, sagt: "Die gewohnte Sicht auf interne, strukturierte Daten bei Big Data zu kurz." Es müsse sich in der Unternehmenskultur einiges ändern.
Dr. Kay Müller-Jones, Head of Global Consulting Practice bei Tata Consultancy Services, sagt: "Die gewohnte Sicht auf interne, strukturierte Daten bei Big Data zu kurz." Es müsse sich in der Unternehmenskultur einiges ändern. (Bild: Tata Consultancy Services)

Von den zwölf größten Herausforderungen im Zusammenhang mit der Implementierung und Nutzung von Big-Data-Lösungen betreffen laut der Untersuchung von TCS sieben organisatorische und kulturelle Aspekte: „Unternehmen müssen klar definieren, wo Big-Data-Initiativen innerhalb einer Firmenorganisation verankert werden sollen und wo Datensilos aufgebrochen werden müssen“, sagt Kay Müller-Jones, Head of Global Consulting Practice bei Tata Consultancy Services. „Außerdem greift die gewohnte Sicht auf interne, strukturierte Daten bei Big Data zu kurz", so Müller-Jones weiter. „Um das Potenzial von Big Data wirklich auszuschöpfen, müssen Unternehmen somit auch einen kulturellen Wandel in ihrer Organisation einleiten."

Technische Herausforderung: Die drei "Vs"

Auf der technischen Seite sehen Unternehmen dagegen vor allem in den drei "Vs" eine Herausforderung: Volume, Velocity, Variety, also den großen Datenvolumina und der Heterogenität der Informationen, zudem in der Anforderung, Big-Data-Analysen möglichst schnell durchzuführen, idealerweise in Echtzeit.

Hinzu kommt der Mangel an „Data Scientists“, also Experten, die sich auf das Analysieren und Aufbereiten von Big Data spezialisiert haben. Eine Anforderung an solche Fachleute ist unter anderem, dass sie in der Lage sind, die genannten Datensilos innerhalb eines Unternehmens aufzubrechen. Das bedeutet, dass solche Experten neben technischem Know-how eine ausgeprägte Kommunikationsfähigkeit und diplomatisches Geschick mitbringen müssen – eine Mischung, die derzeit nur schwer zu finden ist, wie etliche der Befragten einräumten.

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Was ist „Big Data“ eigentlich?

Handfeste Vorteile statt „Hype“

Big Data ist kein „Hype“, sondern bringt Unternehmen handfeste Vorteile, so die Studie von TCS. Doch um in den Genuss dieser Vorzüge zu kommen, genügt es nicht, im Rechenzentrum die Hard- und Software zu implementieren, die für die Analyse großer Datenbestände erforderlich sind. Parallel dazu ist es notwendig, Geschäftsführern und Abteilungsleitern den Nutzen von Big Data klarzumachen und sie davon zu überzeugen, die bislang eifersüchtig gepflegten Informationssilos aufzugeben und den Austausch von Datenbeständen zu ermöglichen.

Doch auf für die IT-Abteilung bringt Big Data eine Reihe von Herausforderungen mit sich. Die vielleicht größte besteht darin, unterschiedliche Datenbankmanagement-Systeme zu integrieren und die darin gespeicherten Daten in einer zentralen Informationsbasis zusammenzufassen. Für viele Unternehmen ist diese Aufgabe ohne Hilfe kaum zu bewältigen. Deshalb ist es durchaus eine Überlegung wert, bei Big-Data-Projekten auf die Hilfe erfahrener und herstellerneutraler Partner zurückzugreifen.

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