Tata Consultancy Services studiert Big-Data-Projekte

Die 7 Sorgen und der Erfolg von Big-Data-Projekten

| Autor / Redakteur: Bernd Reder / Ulrike Ostler

Handel profitiert am stärksten von Big Data

Handelsunternehmen erwarten, dass sich ihre Investitionen in Big Data in vielen Euros auszahlen.
Handelsunternehmen erwarten, dass sich ihre Investitionen in Big Data in vielen Euros auszahlen. (Bild: Gulien Diavel/Fotolia.com)

Überraschende Resultate ergaben sich bei der Frage, welche Unternehmensbereiche sich den größten finanziellen Nutzen von Big Data versprechen. Nachvollziehbar ist, dass sich Marketing- und Vertriebsabteilungen durch die Auswertung von Daten wie dem Kaufverhalten von Kunden, den Reaktionen auf Marketing-Kampagnen und den Reklamationen von Käufern von Produkten Informationen erwarten, die in künftige Marketing-Aktivitäten und Produktversionen einfließen können.

Marketing, Vertrieb und Kunden-Support steuern daher zusammen genommen mehr als 43 Prozent des Budgets für Big-Data-Projekte bei. Diese Abteilungen gingen 2012 von einer Return-on-Investment-Rate (RoI) zwischen 41,4 Prozent (Marketing) und 55,9 Prozent (Kundenservice) aus.

Mit 78,1 Prozent waren dagegen die Erwartungen der Logistikabteilung deutlich höher als die aller anderen Unternehmensbereiche. Vorteile durch Big Data sehen Logistik-Fachleute vor allem in zwei Bereichen: bei der Nachverfolgung des Lieferstatus von Produkten und dem Identifizieren von besonders großen Kostenblöcken.

RoI von über 50 Prozent?

Wenig überraschend ist, dass vor allem Handelsunternehmen sich den größten Nutzen von Big Data versprechen. Das gilt speziell für Firmen, die ihre Produkte online vertreiben. An die 35 Prozent der Studienteilnehmer aus diesem Bereich rechnen mit einem RoI ihrer Big-Data-Investitionen von mehr als 50 Prozent.

Zum Vergleich: bei Energieversorgern und Banken gehen nur 33 Prozent der Unternehmen von einem solch hohen ROI-Wert aus, bei Firmen aus der Konsumgüterbranche sind es nur 17 Prozent.

Ergänzendes zum Thema
 
Was ist „Big Data“ eigentlich?

Größtes Hindernis: die Unternehmenskultur – nicht die Technik

Eines der interessantesten Ergebnisse der Studie von TCS ist, dass nicht nur technologische Faktoren die Umsetzung und den Erfolg von Big-Data-Projekten beeinträchtigen, sondern Punkte, die eng mit der Organisation und Kultur eines Unternehmens zusammenhängen. Die größte Herausforderung besteht nach Angaben der befragten Führungskräfte darin, die einzelnen Geschäftsbereiche dazu zu bringen, die in ihren Abteilungen vorhandenen Informationen für Big-Data-Initiativen zur Verfügung zu stellen.

An der Tagesordnung sind nach wie vor „Silos“, die einen Austausch von Daten über die Grenzen einer Organisation hinaus verhindern. In vielen Fällen ist dies aus Sicht von Abteilungs- oder Bereichsleitern auch gar nicht erwünscht.

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