Wie kommt DevOps in deutschen Firmen an?

DevOps soll CIOs bei Innovationen helfen

| Redakteur: Ulrike Ostler

(Bild: PAC)

Die meisten leitenden IT-Manager stufen DevOps als unverzichtbares Thema ein, besagt eine PAC-Studie. Die wichtigsten Ziele von DevOps-Initiativen sind die schnelle Inbetriebnahme neuer Softwarefunktionen, so genannter innovativer Produkte und Services.

Das DevOps-Konzept, die Software-Entwicklung und den IT-Betrieb enger aufeinander abzustimmen, trifft den Nerv von IT-Leitern in deutschen Unternehmen. Dies ist ein wesentliches Ergebnis der Studie „DevOps – Reality Check in deutschen Unternehmen“ des Marktanalyse- und Beratungsunternehmens PAC.

Mit der zunehmenden Digitalisierung von Geschäftsmodellen rückt die Software-Entwicklung mehr und mehr ins Zentrum der Unternehmensaktivitäten. Angesichts des wachsenden Innovationsdrucks zeigt sich indes, dass herkömmliche Prozesse zur Inbetriebnahme neuer Applikationen und Lösungen nicht dazu geeignet sind, die gebotene Schnelligkeit zu gewährleisten.

DevOps gilt hier als Ansatz, die Software-Entwicklung schon in einer frühen Phase des Entstehungsprozesses in die Belange des IT-Betriebs einzubinden. Die Anforderung lautet, Effizienz und Tempo von Entwicklung, Test, Inbetriebnahme und Betrieb mit Hilfe eines durchgängigen und abgestimmten Prozesses zu erhöhen. „Schon heute stehen insbesondere IT-Abteilungen in großen Unternehmen mit mehr als 2.000 Mitarbeitern unter hohem Druck, kürzere Innovations-, Release- und Markteintrittszyklen zu unterstützen“, sagt Joachim Hackmann, Principal Consultant bei PAC und Autor der Studie.

Das Haus ist gut bestellt, sagt der Analyst

Demnach ist es um die Kooperation zwischen Software-Entwicklung und IT-Betrieb in deutschen Unternehmen heute grundsätzlich schon gut bestellt, wenn sie auch nicht frei von Effizienzverlusten ist. Unklar ist beispielsweise häufig die Zuständigkeit, wenn neue Software Probleme beim Übergang in den IT-Betrieb bereitet. 43 Prozent räumten an dieser Stelle Schwierigkeiten ein.

Auch technische Ursachen, zum Beispiel langwierige Konfigurationen bei der Inbetriebnahme sowie Unterschiede zwischen Test- und Zielumgebung, verzögern häufig das Software-Deployment und damit die schnelle Verfügbarkeit von Innovationen.

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Informationen zur Studie

Die Befragten setzen große Hoffnungen in DevOps. 70 Prozent der Umfrageteilnehmer erachten DevOps angesichts immer kürzerer Innovationszyklen in der Software-Entwicklung als unverzichtbares Thema in ihren Unternehmen, doch eine konkrete Einführung scheitert häufig am fehlenden Know-how (69 Prozent).

Mehr Know-how, Zeit und Ressourcen für DevOps gesucht

Oft mangelt es auch einfach an Zeit und Ressourcen (67 Prozent), um das Thema mit der gebotenen Ernsthaftigkeit zu verfolgen. Grundsätzliche Hindernisse wie etwa eine ablehnende Haltung der Mitarbeiter oder Unverträglichkeit mit vorhandenen Abläufen sind dagegen selten.

Die aktuelle Umsetzungsrate von DevOps in deutschen Unternehmen erscheint auf den ersten Blick bescheiden: 8 Prozent der Teilnehmer gaben an, DevOps sei Bestandteil in allen Entwicklungsprojekten. Weitere 24 Prozent betreiben DevOps-Konzepte in einzelnen Projekten. „Angesichts dessen, dass DevOps eine recht junge Methode ist, die zudem von vielen Befragten sehr unterschiedlich interpretiert wird, ist der praktische Einsatz erstaunlich weit verbreitet“, behauptet PAC-Berater Hackmann. „Schon heute wird DevOps in fast jedem dritten Unternehmen gelebt.“

IBM, Premiumsponsor der Studie kommentiert: „Digitale Geschäftsmodelle verdrängen zunehmend klassische Wertschöpfungsketten. Etablierte Unternehmen stehen unter dem Druck, sich diesen Veränderungen anzupassen. „Digitale Transformation“ lautet das Stichwort“, so Yasser Eissa, Vice President IBM Cloud in Deutschland, Österreich und der Schweiz. „Aus Sicht von IBM sind DevOps-Verfahren ein Herzstück dieser digitalen Transformationen, da sie Unternehmen in die Lage versetzen, durch die Verkürzung der Entwicklungszyklen flexibel und schnell auf Marktveränderungen zu reagieren.“

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