Studie über internationalen Arbeitsmarkt

Deutschland stark bei Bitcoin, Blockchain und DLT

| Autor / Redakteur: Dr. Dietmar Müller / Dietmar Müller

In Deutschland sind Bitcoin, Blockchain und Distributed Ledger Technologies (DLT) prozentual stärker im Arbeitsmarkt vertreten als in den USA.
In Deutschland sind Bitcoin, Blockchain und Distributed Ledger Technologies (DLT) prozentual stärker im Arbeitsmarkt vertreten als in den USA. (Bild: gemeinfrei, MasterTux / Pixabay / CC0)

In Deutschland sind Fachkräfte in den Bereichen Bitcoin, Blockchain und Distributed Ledger Technologies (DLT) prozentual stärker im Arbeitsmarkt vertreten als in den USA. Das geht aus einer Studie der Job-Suchmaschine „Adzuna“ in Kooperation mit dem Blockchain-Experten Robert A. Küfner hervor.

Der internationale Vergleich der Arbeitnehmer zeigt, dass Österreich sowie die Niederlande mit 0,16 Prozent anteilig die meisten Fachkräfte mit Expertise für Blockchain, Bitcoin und DLT aufweisen. Deutschland folgt knapp dahinter auf Platz drei. Hier gibt es bei 8,25 Millionen verglichenen Personen derzeit 12.740 Berufstätige (0,15 Prozent), die hierzulande über Fachkenntnisse verfügen oder in der Branche tätig sind.

Überraschung: Die USA verzeichnen die zweitwenigsten Fachkräfte im Vergleich der 15 analysierten Länder. Von 151 Millionen untersuchten Personen geben lediglich 90.420 Arbeitnehmer (0,06 Prozent) an, über Kenntnisse zu verfügen.

Deutschland zeigt große Nachfrage für Fachkräfte

Im Vergleich der offenen Stellenangebote belegt Deutschland nach Indien und Frankreich anteilig den dritten Platz der Untersuchung. Derzeit richten sich 699 von 598.370 (0,12 Prozent) untersuchten Job-Inseraten an Arbeitnehmer mit Bitcoin-, Blockchain- oder DLT-Kenntnissen. In Indien und Frankreich liegt der Anteil bei 0,16 beziehungsweise 0,15 Prozent und ist damit dreimal höher als in den USA (0,05 Prozent).

Für Arbeitnehmer ist der deutsche Markt demnach besonders aussichtsreich. Mit 18 potentiellen Fachkräften pro offener Stelle ist die Konkurrenz hierzulande eher gering. Weniger sind es nur noch in Frankreich und Russland mit 13 beziehungsweise neun Arbeitnehmern pro Stelle. In den USA ist die Konkurrenz mit 57 Branchenkennern pro Stellenangebot hingegen dreimal so hoch wie in Deutschland.

Berlin ist die Blockchain-Hauptstadt

Innerhalb Deutschlands konzentriert sich die Branche vor allem in Berlin. So stammt jeder fünfte der ermittelten Branchenkenner (2.800) aus der Bundeshauptstadt. Auch bei den Stellenanzeigen sind 20 Prozent aller deutschen Inserate in Berlin geschaltet. In der Finanzhauptstadt Frankfurt ist der Anteil bei Arbeitnehmern wie Arbeitgebern mit 13 beziehungsweise 8 Prozent deutlich geringer.

Das spiegelt sich auch in der Wettbewerbssituation wieder. Während in Berlin auf ein Stellenangebot 20 potentielle Fachkräfte entfallen, sind es in Frankfurt hingegen 30.

„Bitcoin, Blockchain und Distributed Ledger Technologies sind in der Gesellschaft angekommen. Wie unsere Untersuchung unterstreicht, verzeichnet die Branche international einen starken Einzug in den Arbeitsmarkt und ist somit nicht mehr ein Hobby einiger weniger. Diese Entwicklung haben auch Staaten wie Indien erkannt, welche die Technologie ausdrücklich fördern und somit nicht überraschend den ersten Platz der Jobinserate belegen“, so Küfner, Bitcoin und Blockchain Experte der Advanced Blockchain AG. „In Deutschland sind die Visionäre hingegen überwiegend autark am Werk - jedoch mit Erfolg. Dank multikultureller Gründerszene und viel Raum für Innovationen gilt Berlin in Fachkreisen als Blockchain-Hauptstadt der westlichen Welt. Die herkömmlichen Banken verweilen indes in Frankfurt.“

Methodik

Für die Studie wurde eine Analyse von 348 Millionen Arbeitnehmer-Profilen des Business Netzwerkes LinkedIn speziell vor dem Hintergrund aufgeführter Blockchain-Skills durchgeführt, um die Nationen mit den anteilig meisten Fachkräften zu ermitteln. Zudem wurden über neun Millionen Stellenanzeigen untersucht.

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