Mittelständische Softwareunternehmen stellen Fachkräfte ein Deutscher Markt für Business Intelligence boomt

Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Florian Karlstetter

Der deutsche Markt für Business Intelligence (BI) boomt, sagen die Analysten von Lünendonk. Insgesamt wurden im Vorjahr 710 Millionen Euro umgesetzt, Spezialanbieter sind dabei überproportional gewachsen. Die fünfzehn stärksten Hersteller konnten um 25 Prozent zulegen. Branchengrößen fallen aufgrund des Erhebungsverfahrens aber aus der Statistik.

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Die Analysten von Lünendonk haben den deutschen BI-Markt unter die Lupe genommen und sprechen von einem Boom. Ins eingegrenzte Blickfeld der Marktforscher fielen jedoch ausschließlich Unternehmen, die mindestens 50 Prozent ihres Umsatzes mit Standard-Software für Business Intelligence erwirtschschafteten.

Trotz Umsätzen im zweistelligen Millionenbereich fallen somit SAP, Infor und Microsoft aus dem von Lünendonk definierten „relevanten Markt“. Die bisher berücksichtigten Anbieter Hyperion und Applix sind ebenfalls nicht mehr im Ranking, da die Firmen von Oracle respektive IBM übernommen wurden.

Die übrig gebliebenen 15 Top-Anbieter erwirtschafteten immerhin einen Inlandsumsatz von 318,9 Millionen Euro – das entspricht über der Hälfte des gesamten deutschen BI-Marktes. Von einer wachsenden Nachfrage profitierte vor allem die Informatica GmbH mit einem Plus von 70,9 Prozent. Es folgen QlikTech Deutschland und Cubeware mit 64,9 respektive 46,6 Prozent.

SAS weiter unangefochtener Marktführer in Deutschland

SAS Insitute behauptet weiterhin ihre Marktführerschaft in Deutschland. Mit einem geschätzten Umsatz von 96 Millionen Euro erzielte das Unternehmen einen fast doppelt so hohen Umsatz wie die jetzige IBM-Tochter Cognos, die mit geschätzten 50 Millionen Euro in 2007 Platz zwei der Lünendonk-Liste belegt. Die mittlerweile von SAP übernommene Business Objects liegt mit geschätzten 40,2 Millionen Euro auf dem dritten Rang.

Im Schnitt beschäftigten die Unternehmen in Lünendonks „Top 15“ mit 1.528 Mitarbeitern fast ein Fünftel mehr Menschen als im Vorjahr. Die Analysten schließen: Trotz viel zitiertem „Fachkräftemangel“ gelingt es mittelständischen Unternehmen noch immer, qualifiziertes Personal zu finden.

Erste Eckdaten zur Lünendonk-Erhebung gibt es online, die detaillierte Studie 2008 „Führende Anbieter von Business-Intelligence Standard-Software in Deutschland“ ist ab September zu haben. Für die PDF-Datei verlangen die Analysten 1.200 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer.

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