Fehlende pädagogische Konzepte Deutsche Schulen: Moderne IT findet im Unterricht nicht statt

Redakteur: Ulrich Roderer

Dell hat soeben eine umfassende Studie zur Bedeutung der IT-Nutzung im Unterricht veröffentlicht. Das zentrale Ergebnis der groß angelegten Befragung in Deutschland, den USA und China: eine sinnvolle Einbindung moderner IT-Lösungen in den Unterricht findet besonders in Deutschland bislang kaum statt.

Firma zum Thema

Mit der weltweiten Aktion "Dell Education Challenge" fördert Dell studentische Projekte deshalb mit dem Ziel, den Umgang mit IT effizienter in den Schulalltag zu integrieren und Lehrern eine gute Wissensbasis zu verschaffen.
Mit der weltweiten Aktion "Dell Education Challenge" fördert Dell studentische Projekte deshalb mit dem Ziel, den Umgang mit IT effizienter in den Schulalltag zu integrieren und Lehrern eine gute Wissensbasis zu verschaffen.

Der Einsatz von IT im Unterricht ist eine wichtige Ergänzung der Lehrpläne, darin sind sich Schüler, Lehrer und Eltern einig. An vielen Schulen wird diese Ansicht jedoch kaum berücksichtigt, so das Ergebnis der neuesten Dell-Studie "Innovation in Education". "Vor allem an höheren Schulen spielt die Nutzung technischer Geräte eine untergeordnete Rolle", ergänzt Steve Felice, Dells President und Chief Commercial Officer.

Die Gründe liegen in der unzureichenden Ausstattung, dem mangelnden Fachwissen der Lehrer und ihrer Unsicherheit im Umgang mit IT. Mit der weltweiten Aktion "Dell Education Challenge" fördert Dell studentische Projekte deshalb mit dem Ziel, den Umgang mit IT effizienter in den Schulalltag zu integrieren und Lehrern eine gute Wissensbasis zu verschaffen. Ein weiteres Ergebnis der Studie: China hat einen deutlichen Vorsprung vor Deutschland und den USA.

IT zu Hause ja, in der Schule nein

Die Auswertung von rund 1.600 Interviews mit Schülern, Lehrern und Eltern in China, Deutschland und den USA zeigt: 71 Prozent der befragten Schüler in allen Ländern haben zuhause ständigen Zugang zu IT. In der Schule verbringen deutlich weniger Schüler Zeit mit Laptop oder PC. In Deutschland liegt der Prozentsatz der Schüler, die IT in der Schule zwischen ein und zwei Stunden täglich nutzen bei lediglich 30 Prozent; in den USA sind es 34 Prozent. China liegt mit 57 Prozent im Vergleich vorne. Ein weiteres Ergebnis der Studie: Rund die Hälfte der Lehrer in Deutschland (51 Prozent), China (54 Prozent) und mehrheitlich in den USA (mit 64 Prozent) geben an, dass ihre Schüler geschickter in der IT-Anwendung sind als sie selbst.

Individuelles Lernen

Den individuellen Lernansatz sehen Lehrer als den effektivsten an: 83 Prozent gaben in allen Ländern an, IT helfe ihnen, individuellere Lernmöglichkeiten für ihre Schüler zu schaffen. Der Großteil der Schüler selbst, besonders in Deutschland und den USA, legt Wert auf die Eingliederung eines digitalen Lehrplans in den Schulalltag sowie auf berufliche Weiterbildungen für Lehrer, um einen wirklich differenzierten, IT-gestützten Unterricht zu erreichen. So sind weniger als die Hälfte der Schüler in Deutschland (40 Prozent) und den USA (41 Prozent) davon überzeugt, ihre Lehrer bekämen ausreichend Fortbildungen. In China teilen dagegen 79 Prozent der Schüler diese Ansicht.

"Weltweit herrscht Einigkeit, dass IT-gebundenes Lernen die Leistungen der Kinder steigern kann", sagt Michael Horn, Executive Director und Bildungsspezialist am Innosight Institute, einem Think Tank in San Mateo, Kalifornien. "Damit der Einsatz von IT in der Schule seine Wirkung entfalten kann, müssen neue Bildungsmodelle kreiert oder bewährte vorangetrieben werden. Essenziell dabei ist, den Schüler in den Mittelpunkt zu stellen."

(ID:35734450)