Jahrestagung der Guide Share Europe (GSE): Strategische neue Ausrichtung

Deutsche GSE zieht positive Bilanz und erhält mehr Unterstützung durch IBM

02.06.2008 | Redakteur: Ulrich Roderer

Für zwei Jahre wiedergewählt: Region Manager Dr. Michael Weiss von der GSE Deutschland
Für zwei Jahre wiedergewählt: Region Manager Dr. Michael Weiss von der GSE Deutschland

Die deutsche IBM Anwendergruppe GSE will die Zusammenarbeit mit dem Management von Unternehmen verstärken. Denn die IT gewinnt zunehmend eine strategische Bedeutung bei der Umsetzung von Geschäftszielen und hat damit die Chance, sich aktiv als strategischer Partner des Managements zu profilieren.

Dr. Weiss, der erneut in Dresden wiedergewählte Region Manager der GSE Deutschland, konnte die Jahrestagung mit erfreulichen Ergebnissen der Leistung der IBM Anwendergruppe eröffnen. Die 52 Arbeitsgruppen erbrachten im letzten Jahr die erstaunliche Leistung von 11.500 sogenannter Custom Informations Days, also Veranstaltungen und Treffen. Und das Angebot wird ausgebaut: Im September startet eine neue Gruppe zum Thema Rational. Auch die langjährigen Kontakte zur SNIA (Storage Networking Industry Association) haben sich in diesem Jahr zu einer Kooperation auf europäischer Ebene verfestigt.

Dass die GSE auch von IBM sehr ernst genommen wird, zeigte ein Treffen mit Martin Jetter, dem neuen Vorsitzenden der Geschäftsführung IBM, auf der CeBIT 2008. „Für uns war das Meeting ein voller Erfolg. Herr Jetter hat uns weitergehende Unterstützung durch Referenten und auch durch das Zurverfügungstellen von Lokationen zugesichert“, sagt Dr. Michael Weiss. Er hat auch zugesagt, selbst als Referent bei GSE-Management-Veranstaltungen auftreten zu wollen.

Zusammenarbeit mit dem Management

Sehr positiv scheint sich die Neuausrichtung der GSE als Business-orientierte Gemeinschaft auszuwirken. „Unsere Management-Veranstaltungen mit ausgewählten Teilnehmern sind auch für die IBM sehr interessant und wir werden jetzt auch von IBM direkt angesprochen, um unsere Kontakte gemeinsam zu nutzen“, sagt Dr. Weiss.

Die GSE ist traditionell sehr technisch fokussiert. In den Arbeitsgruppen geht es um den Austausch und die Lösung von Anwendungsproblemen. In diesem Bereich hat die GSE auch ein großes Standing bei der IBM mit definierten Request-Abläufen und Zugriffe auf Labors. Doch diese wichtige Basisarbeit wird, wie Dieter Burget, der europäische Repräsentant der GSE in seiner Keynote sagte, „vom Management der Mitgliedsunternehmen nicht genug unterstützt.“ Deshalb will die GSE das Management gezielt mit eigenen Angeboten im Rahmen des Business Fokus und der Industry Solutions ansprechen, bei denen die Rolle der IT für den Geschäftserfolg im Vordergrund steht. Vom 28. bis 29. September findet der zweite Management Kreis statt. Der erste im Frühjahr war mit 60 Teilnehmern bestens besetzt.

Ein weiterer Wandel ist die Entscheidung der GSE, die Gruppe auch für Selbstständige und Studenten zu öffnen. Erstmals hatte die GSE dieses Jahr Studenten von deutschen Hochschulen zur Teilnahme eingeladen. „Wir wollen den Studierenden damit frühzeitig die Möglichkeit geben, sich mit Themen aus dem Arbeitsleben zu befassen und sie für die GSE zu interessieren“, sagt Dr. Weiss.

IBMs Power System

Die Ankündigung der IBM, die i- und p-Series zu vereinheitlichen, hat natürlich auch Auswirkungen auf die GSE. Obwohl die GSE weiterhin eine Hochburg der Mainframeanwender ist, rekrutieren sich neue Mitglieder hauptsächlich aus dem Unix-Umfeld. „Wir haben ein starkes Wachstum vor allem durch Unix-Anwender“, sagt Peter Groth, Technical Coordinator der GSE. Durch die Vereinheitlichung der beiden IBM-Serverlinien stellt sich die Frage, wie sich die GSE und die Common in Zukunft die Mitglieder teilen wird. Die Common ist nach eigenen Aussagen die größte Vereinigung der IBM User. „In der Common sind eher mittelständische Kunden organisiert und sie hat eine andere organisatorische Struktur. Wir arbeiten ausschließlich ehrenamtlich“, sagt Dr. Weiss. Aus diesen Gründen sei es momentan nicht geplant, beide Organisationen zusammenzulegen.

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