Erfahrungen und Erwartungen an VDI im deutschen Mittelstand

Desktop-Virtualisierung und Outsourcing liegen im Trend

| Redakteur: Florian Karlstetter

Die Grafik zeigt, dass die Auslagerung von IT-Services schon weit verbreitet ist, Tendenz weiter steigend. (Bild: PAC 2011)
Die Grafik zeigt, dass die Auslagerung von IT-Services schon weit verbreitet ist, Tendenz weiter steigend. (Bild: PAC 2011)

Immer mehr kleine und mittlere Unternehmen sind dabei, sich mit dem Thema Desktop-Virtualisierung intensiv auseinanderzusetzen, so eine Umfrage von Pierre Audoin Consultants im Auftrag von Pironet NDH.

Desktop-Virtualisierung und private Endgeräte - Stichwort Bring your own Device, kurz BYOD - eröffnet Mitarbeitern die Wahlfreiheit, wo, wann und womit sie arbeiten. Um diesem wachsenden Bedarf an einer mobilen Arbeitsweise gerecht werden zu können, beschäftigen sich immer mehr IT-Entscheider (84 Prozent) mit der Frage, ob und wie die gewachsenen Ansprüche der Nutzer überhaupt mit der Compliance im Unternehmen vereinbar sind. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage zum Thema Desktop-Virtualisierung, die das Beratungsunternehmen PAC im Auftrag von Pironet NDH durchgeführt hat. Befragt wurden 114 IT-Entscheider des deutschen Mittelstandes mit 100 bis 500 Bildschirmarbeisplätzen.

Dabei gilt Desktop-Virtualisierung im Teilnehmerfeld als Schlüsseltechnologie, um diesen Anforderungen an Mobilität und Compliance gerecht zu werden. Die PAC-Umfrage ergab, dass die Mehrheit der Unternehmen, die bereits VDI-Lösungen einsetzt, ihre Erwartungen hinsichtlich Flexibilität, Sicherheit und Verfügbarkeit als erfüllt ansieht.

Auch drei Viertel der Teilnehmer, die noch keine Erfahrung mit VDI haben, versprechen sich Fortschritte beim mobilen Arbeiten und bei der Erfüllung von Compliance-Vorgaben – trotz höherer Freiheitsgrade für die Nutzer. „Der Vergleich mit den tatsächlichen Erfahrungen im Teilnehmerfeld zeigt, dass die Erwartungen sogar noch übertroffen werden“, sagt die Autorin der Studie, PAC-Analystin Dr. Katharina Grimme.

Allerdings stünden mittelständische Unternehmen beim Einsatz virtueller Desktops noch am Anfang, so Grimme. Ein Viertel der Befragten arbeitet bereits mit einer virtualisierten Desktop-Infrastruktur (VDI), ein weiteres Viertel plant einen VDI-Rollout. Insgesamt erwarten 63 Prozent der Manager, dass sich der Virtualisierungsgrad ihrer Desktop-Landschaft in den nächsten zwei bis drei Jahren auf jeden Fall steigern wird.

Steigende Komplexität treibt Outsourcing-Geschäft

Die neuen Freiheiten für die Nutzer hätten allerdings auch ihren Preis, führt Analystin Grimme an: „Mit der Virtualisierung steigt der Komplexitätsgrad bei Planung, Betrieb und Management von Desktop-Systemen.“ Statt der manuellen Wartung lokal betriebener Rechner müssten sich Unternehmen dann Themen wie virtualisierter Datensicherung, dynamischer Lastverteilung oder Hochverfügbarkeit stellen. Auch die auditsichere Lizenzierung einer VDI-Umgebung sei komplex, so Grimme. Dieser Aufwand sei gerade für mittelständische Betriebe ohne externe Spezialisten auf Dauer kaum mehr zu bewältigen.

Derzeit jedoch beziehen gerade einmal zwei Prozent der befragten Unternehmen ihre virtuellen Desktops von einem externen Dienstleister. Ein Fünftel hat zumindest Teile seiner Desktop-Infrastruktur ausgelagert. In Anbetracht der erwarteten Verbreitung von VDI-Technologien im Mittelstand sagen die PAC-Marktforscher aber einen starken Trend zum Outsourcing von Desktop-Management-Services in den kommenden Jahren voraus.

Weitere Informationen bietet ein Whitepaper zum Thema Virtual Desktop Infrastructure, das beim IT-Dienstleister Pironet NDH zum kostenlosen Download bereitsteht.

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