Virtual Client Computing und Desktop Virtualization von 2014 bis 2018

Desktop-Virtualisierung boomt, birgt aber Risiken, so IDC-Studie

| Autor / Redakteur: Thomas Drilling / Ulrike Ostler

IDC-Analysten wagen einen Prognose, wie sich der Markt rund um virtualisierte Clients entwickkeln in den Jahren zwischen 2014 und 2018 wird.
IDC-Analysten wagen einen Prognose, wie sich der Markt rund um virtualisierte Clients entwickkeln in den Jahren zwischen 2014 und 2018 wird. (Bild: IDC)

Nachdem das Virtualisieren von Rechenzentren für die meisten Unternehmen Routine ist, prognostizieren Marktforscher seit 2010 den Durchbruch beim Virtualisieren von Desktops. Doch nach wie vor kann eine schlechte Virtual-Client Computing-Strategie statt erhoffter Einsparungen ein erhebliche Kostenexplosion verursachen, so eine aktuelle IDC-Studie.

Nach den unverkennbaren Fortschritten bei der Virtualisierung der Rechenzentrums-Infrastruktur sei es mehr als logisch, dass Unternehmen die Effizienz und Flexibilität Ihrer Desktops und Anwendungen durch das Einführen von Virtual Client Computing (VCC) steigen möchten, sagt Andreas Olah, Research Analyst bei der Datacenter Infrastructure Group des Unternehmensberatungs- und Marktforschungsunternehemens IDC in Europa, dem Nahen Osten und Afrika.

VCC stellt allerdings gegenüber dem Virtualisieren von Servern und Storage nicht nur technisch eine enorme Herausforderung dar, sondern muss auch den mit der zunehmenden Mobilität in Verbindung stehenden Sicherheitsfragen gerecht werden. Unternehmen, die Ihre Desktop-Virtualisierungs-Strategie falsch angehen, müssen unter Umständen sogar mit einer Vervielfachung der Betriebskosten oder mit größeren Störungen in Ihren Geschäftsprozessen rechnen.

VMware und Microsoft wollen zu Citrix aufschließen

Die führenden Datacenter-Virtualization-Anbieter VMware und Microsoft haben ein großes Interesse, die Dominanz von Citrix in der Client-Virtualisierung zu brechen. VMware treibt daher zurzeit seine Cloud-Produkte als Teil seiner Version vom ganzheitlichen Rechenzentren massiv voran.

Auch die Cloud-Service-Provider wollen in den kommenden Jahren ein ordentlich Stück vom VDI-Markt für sich erobern, etwa mit gehosteten DaaS (Deskop-as-a-Service) und WaaS-(Windows-as-a-Service)-Konzepten. Diese vereinen die Vorteile von Client und der Desktop-Virtualisierung gerade für kleine Unternehme, Somit leigt hier durchaus Potenzial, die Art und Weise, wie IT-Infrastrukturressourcen verbraucht werden, grundlegend zu ändern.

Märkte in Süd- und Osteuropa hinken hinterher

Während die großen europäischen Märkte in den nächsten fünf Jahren erwartungsgemäß aufholen und zu den gereiften Märkten in USA aufschließen, wird die Adaption in Süd-, Zentral- und Osteuropa (CEE) voraussichtlich niedrig bleiben. Laut Mohamed Hefny, Senior Research Analyst, Systems and Infrastructure Solutions „IDC CEMA“, werden die Emerging Markets in Mittel- und Osteuropa, dem Nahen Osten und Afrika trotz einiger weniger größerer VDI-Projekte (Viirtual Desktop Infrastrukur) in den kommenden Jahren weiter hinter Westeuropa zurück bleiben. Dabei sind die Infrastruktur-Herausforderungen in diesen genannten Regionen immens.

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Über die IDC-Studie

Jetzt einsteigen und Fehler vermeiden

Angesichts des Drucks von Endbenutzern, der zunehmende Mobilität von Arbeitnehmern, einschließlich des Trends zu Bring-your-own-device (BYOD), sowie der sich verändernden IT-Landschaften empfiehlt IDC Unternehmen aller Größenordnungen jetzt die Einführung von VDI zu evaluieren. Allerdings lauern Fallstricke vielerlei Art.

So können die Kosten für Aufbau und Organisation außer Kontrolle geraten oder Unternehmen sind nicht fähig, mit der zunehmenden Komplexität adäquat umzugehen. So verbessert eine VDI-Technologie allein nicht notwendigerweise die Mobilität, zumal eine konstant, zuverlässige Verbindung zwischen mobilen Geräten und einem Datencenter erforderlich ist, um Latenz und Ausfallzeiten Probleme zu vermeiden.

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