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Geschäftsentscheidungen gestern, heute und morgen Der Wandel von Business Intelligence zu Business Analytics

| Autor / Redakteur: Karsten Wilhelmus * / Florian Karlstetter

„Data is the new oil“ – immer mehr Unternehmen entdecken, dass sie durch Fein-Optimierungen ihrer Geschäftsprozesse die entscheidenden Zentimeter im Kopf-an-Kopf-Rennen auf dem Markt gewinnen können. Was sie dafür benötigen, ist ein neuer Umgang mit dem stetig wachsenden Datenschatz in ihrem Unternehmen.

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Karsten Wilhelmus, Market Segment Manager Business Analytics, IBM Deutschland.
Karsten Wilhelmus, Market Segment Manager Business Analytics, IBM Deutschland.
( Archiv: Vogel Business Media )

Das akkurate Reporting der Datenhistorie reicht vor dem Hintergrund stets steigender Datenmengen nicht mehr aus. Erst wenn diese in Korrelation mit der Gegenwart gebracht werden, offenbaren sich die entscheidenden Unterschiede und eröffnen sich Perspektiven auf die Chancen von Morgen.

Vereinfacht gesagt spiegelt die Entwicklung der Business Analytics-Technologien wieder, was das menschliche Gehirn, mehr oder weniger bewusst, zu leisten imstande ist: Machen wir beispielsweise eine Autofahrt, dann verarbeiten wir ständig Daten der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft und beziehen sie aufeinander. Der Kilometerzähler informiert uns darüber, wie weit wir bereits gekommen sind, der Tacho zeigt uns unsere gegenwärtige „Performance“ an und die Tankanzeige gibt uns Hinweise auf Maßnahmen, die wir in Zukunft zu tun haben.

Die Kombination dieser drei Datensätze gibt uns die Möglichkeit, unser augenblickliches Verhalten im Hinblick auf unser Reiseziel zu optimieren: In die Werkstatt fahren, wenn der Kilometerstand einen bestimmten Stand erreicht oder nicht mehr zu oft Vollgas geben, wenn die Tankfüllung sich dem Ende zuneigt und das Ziel noch in weiter Ferne ist.

So steht auch am Anfang der Business Analytics-Technologie der Blick auf die Daten-Historie, also den Kilometerstand der Unternehmensdaten. Nachdem Unternehmen ihre Geschäfte mit Hilfe von ERP-Systemen ausgestattet hatten, um ihre Betriebsabläufe zu digitalisieren, lautete die nächste Frage: Wie kann ich mit Hilfe der Daten, die sich in diesen Systemen ansammeln, meine Geschäfte besser managen.

Die Disziplin, die Ende der 80er, Anfang der 90er Jahre dafür ins Leben gerufen wurde, hieß Business Performance-Management oder Business Intelligence. Dabei ging es zunächst darum, Zugriff auf die ERP-relevanten Daten zu erhalten und sauber zu „reporten“.

Schnell hat man gemerkt, dass der reine Überblick über die Historie noch nicht ausreichend war. Entscheider wollten auf Basis dieser Daten auch ihre Geschäfte in die Zukunft planen können. Daraus entstand wiederum die Disziplin Financial Performance Management (FPM).

weiter mit: Finanzkrise weckt Bedarf nach Visibilität

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