Aus für Cisco Invicta

Der neue Cisco-CEO sortiert All-Flash-Flop aus

| Redakteur: Ulrike Ostler

Ein Bild, das bald der Vergangenheit angehört: die Appliance Cisco UCS Invicta C3124SA
Ein Bild, das bald der Vergangenheit angehört: die Appliance Cisco UCS Invicta C3124SA (Bild: Cisco)

Nachzulesen ist es in seinem Blog vom ersten Tag als Cisco-CEO: Chuck Robbins beabsichtigt, sich von den All-Flash-Speichersystemen „Invicta“ zu trennen. Auf den Markt kamen sie im Januar 2014, als Folge der 415-Millionen-Dollar Akquisition von Whiptail im Jahr 2013. Es ist das zweite Aus einer Produktreihe in seiner noch kurzen Zeit als Nachfolger von John Chambers.

Bereits in der vergangenen Woche hat der neue Cisco-CEO Robbins bekannt gegeben, er wolle die Set-Top-Box-Sparte veräußern. Sie geht an den französischen Spezialisten in Sachen Consumer-Medien Technicolor, das aus dem ehemaligen Technologiekonzern Thomson hervorgegangen ist – für rund 600 Millionen Dollar, davon 413 Millionen Dollar in bar. Der Verkauf soll Ende 2015 oder im ersten Quartal 2016 abgeschlossen sein. Im Vertrag ist eine Vereinbarung über die gegenseitige Nutzung von Patenten enthalten.

Die Solid-State-Speichertechnik von Whiptail sollte einmal Bestandteil der Unified Computing Systems (UCS) von Cisco werden. Es sah so aus, als ob sich Cisco gegen Storage-Wettbewerber wie EMC und Netapp zu positionieren wollte.

Doch entgegen der Verheißung von Unfehlbarkeit – der lateinische Name „Invicta“ bedeutet „die Unbesiegbare“ – musste Cisco noch 2014 die Auslieferung der Geräte einstellen. Der Grund: Kundenbeschwerden über mangelnde Qualität. Das US-Medium „The Register“ berichtet zudem von plötzlichen Wechseln im Management und unrealistischen Meilensteinen.

Dennoch soll sich Cisco-Portfolio auch um den Verbleib von Daten kümmern, wie Cisco CEO Robbins in seinem Blog (siehe Weblinks unten) ausführt. „Seit 50 Jahren bringt die IT-Branche die Daten zum ‚Computer‘. Jetzt bringen wir Computing – einschließlich Analytics, Einsichten und Handlungen – zu den Daten“, schreibt der CEO. „In der digitalen Welt werden Daten – und die aus diesen Daten abgeleiteten Erkenntnisse – der wichtigste strategische Vorteil sein.“

Der neue CEO und sein Führungsteam: An seinem ersten Arbeitstag gab Robbins zwei Zugänge von außerhalb des Unternehmens bekannt. Der zuletzt als Investor aktive Zorawar Biri Singh ist ab sofort CTO und Senior Vice President für Plattformen. Er ersetzt Padmasree Warrior, die 2007 von Motorola Mobility zu Cisco gewechselt war. Chief Digital Officer wird Kevin Bandy, der von Salesforce.com kommt.
Der neue CEO und sein Führungsteam: An seinem ersten Arbeitstag gab Robbins zwei Zugänge von außerhalb des Unternehmens bekannt. Der zuletzt als Investor aktive Zorawar Biri Singh ist ab sofort CTO und Senior Vice President für Plattformen. Er ersetzt Padmasree Warrior, die 2007 von Motorola Mobility zu Cisco gewechselt war. Chief Digital Officer wird Kevin Bandy, der von Salesforce.com kommt. (Bild: Cisco)

Allerdings kommt die Flash-Technik dann von Partnern. So heißt es im einer Pressemitteilung: „ Wir setzen unser Investment im Bau von Weltklasse-Rechenzentrums-Lösungen fort – in Form von Innovationen, die in UCS einfließen und markführenden Flash-Storage-Lösungen aus unseren Partner-Ökosystem.“

Cisco priorisiere die Elemente seines Produktangebots, um seinen Kunden sowohl jetzt als auch in Zukunft den größten Wert bieten zu können. „Deshalb kündigen wir heute das Auslaufen der Invicta-Appliance und der Scaling-System-Produkte an.“

Am 7. Juli gab das Unternehmen übrigens bekannt, dass es die im privaten Besitz befindliche Firma Maintenance Net kaufen will. Das Unternehmen stellt eine Cloud-Basierte Plattform bereits, die Datenanalysen und Automatismen benutzt, um Verträge mit Kunden zu aktualisieren und eventual neuen Bedürfnissen anzupassen.

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