Das cloudbasierte Service-Modell als Zukunft für die Nutzung von IT-Ressourcen

Der Mittelstand braucht Standards für die Cloud

| Autor / Redakteur: Birger Steen, CEO von Parallels / Florian Karlstetter

Großes Potenzial: der SMB-Cloud-Services-Markt in Deutschland hatte in 2012 ein Gesamtvolumen in Höhe von 1,5 Milliarden Euro - so der von Parallels veröffentlichte Report "SMB Cloud Insights". Allerdings sind auf den Mittelstand optimierte Standards für die Cloud noch immer Mangelware.
Großes Potenzial: der SMB-Cloud-Services-Markt in Deutschland hatte in 2012 ein Gesamtvolumen in Höhe von 1,5 Milliarden Euro - so der von Parallels veröffentlichte Report "SMB Cloud Insights". Allerdings sind auf den Mittelstand optimierte Standards für die Cloud noch immer Mangelware. (Bild: Parallels)

Kleine und mittelständische Unternehmen müssen überaus geschickt agieren, um Wettbewerbsvorteile aufzubauen, diese zu halten und damit auch mit größeren Konkurrenten Schritt halten zu können. Cloud-Technologien eröffnen den SMBs dafür ganz neue Möglichkeiten. Was fehlt, sind passende Standards.

Laut dem neuesten Parallels SMB Cloud Insights Report wagten im Jahr 2012 mindestens sechs Millionen SMBs den Sprung in die Cloud. Der weltweite Markt für Public-Cloud-Services stieg damit 2012 auf insgesamt rund 35 Milliarden Euro. Darüber hinaus verspricht der Markt einen Wachstumsanstieg um jährlich 28 Prozent bis 2015 und damit ein Marktvolumen von über 73 Milliarden Euro. Auch wenn diese Zahlen verlockend klingen – im Gegensatz zu anderen IT-Bereichen, wie beispielsweise bei Hardware, müssen SMBs mit Cloud-Ambitionen noch ein erhebliches Hindernis überwinden: fehlende Standards.

Mangelware: Standards für SMB-geeignete Cloud-Strukturen

Bisher hat die IT-Branche sich wenig um Standards für SMB-geeignete Cloud-Strukturen bemüht. Stattdessen jagt man dem nächsten Facebook, Instagram oder Dropbox für den Endverbrauchermarkt nach oder adressiert die Bedürfnisse der Enterprise-Kunden. Letztere vor allem mit geschlossenen und hybriden Modellen für Infrastructure-as-a-Service (IaaS), inklusive ihrer komplexen Bereitstellung und der Verfügbarkeit von hochskalierbaren Ressourcen.

Warum sich die Hersteller nicht auf die IT-Anforderungen für SMB konzentrieren, ist einfach: Sogar Startups ohne nennenswerten Umsatz und ohne dauerhafte Perspektive erzielen im Cloud-Markt für Endverbraucher eine sehr große Medienwirkung. Der Enterprise-Markt auf der anderen Seite wirft dicke Verträge ab und bringt das große Geld. Etablierte Anbieter kämpfen hier hart um Marktanteile und Startups hoffen auf den einen Deal, der Ihre nächste Finanzierungsrunde sichert.

Der Cloud-Markt für den Mittelstand kann keinen dieser beiden Vorteile bieten. Und das trotz der Tatsache, dass über 850 Millarden Euro, die für IT im SMB-Bereich ausgegeben werden, sich auf dem direkten Weg in die Cloud befinden – schneller als aus jedem anderen Kundenbereich.

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