Server-Selbstheilung in Rekordzeit Der Mainframe unter den x86-Rechnern von Fujitsu

Redakteur: Ulrike Ostler

„Fujitsu Primequest Server“ erweitert die Reichweite von x86-Industriestandards zur Bewältigung unternehmenskritischer Operationen im Rechenzentrum. Das Modell „1800E2“ liefert laut Hersteller eine mit Mainframes vergleichbare, unternehmenssichere Zuverlässigkeit sowie Fehlervermeidungs- und Selbstheilungsfunktionen.

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Das Mainboard des High-End-x86-Servers "Primequest 1800E2" von Fujitsu
Das Mainboard des High-End-x86-Servers "Primequest 1800E2" von Fujitsu
(Bild: Fujitsu)

Fujitsu stellt den High-End-Server Primequest 1800E2 nun in Deutschland vor. Der x86-Comuter kombiniert die Offenheit des Industriestandards mit Fehlervermeidungs- und Selbstheilungsfunktionen, beispielsweise so genannte „Active Reserve System Boards“ für eine schnelle, automatische Systemwiederherstellung sowie Hardware-Partitionierung für Windows- und Linux-Systeme.

Jens-Peter Seick, Senior Vice President, Product Development Group bei Fujitsu Technology Solutions, positioniert das System als alternative zu Unix-Rechnern: “Der Server ist ein perfekter Baustein für Unternehmen, die komplexe Datenbanksysteme, ERP-Lösungen und unternehmenskritische Systeme umstrukturieren möchten. Denn in diesen Bereichen sind eine hohe Zuverlässigkeit und Skalierbarkeit zwingend erforderlich. Damit ist Primequest eine echte offene Alternative für herstellergebundene Unix-Kunden.“

Das Modell könne mit seinen Mainframe-ähnlichen Funktionen und Transaktionen die Gesamtkosten signifikant reduzieren. Das kompakte und Energie-effiziente System wird von bis zu acht „Intel Xeon E7-8870“-Prozessoren mit 80 Kernen versorgt. Er unterstützt x86 Windows und Linux Software-Stacks, VMware und andere Virtualisierungstechniken.

Die zentralen Vorteile

Der Server Primequest 1800E2 von Fujitsu von vorne, ohne Abdeckung.
Der Server Primequest 1800E2 von Fujitsu von vorne, ohne Abdeckung.
(Bild: Fujitsu)

Der skalierbare Primequest-Server wurde speziell für geschäftskritische IT-Lastprofile entwickelt, die im Zusammenhang mit Unternehmensdatenbanken, Transaktionsverarbeitung oder Java-basierten Business-Suiten entstehen. Zugleich solle die Kompatibilität zu standardkonformer Hardware und Software die Kunden von einem potenziellen Vendor-Lock-in befreien, der Abhängigkeit von Software-Stacks und daraus resultierenden Lizenzmodellen. Zudem ermöglicht der Computer Kunden eine schnelle Loslösung von Legacy Software Stacks mit möglicherweise ungewisser Zukunft.

Als Rückgrat anspruchsvoller Enterprise-Lösungen garantiere der Server maximale Systemverfügbarkeit, Geschäftskontinuität und Datenintegrität, so der Hersteller. Neben Hot-Plug-fähigen, redundanten Komponenten und Online-Wartungsoptionen verfügt der Server über Selbstheilungsfunktionen wie Hardwarepartitionierung.

Dank der Active Reserve System Boards kann das System nach Ausfällen den Betrieb automatisch, in weniger als acht Minuten wieder aufnehmen. Das ist 30-mal schneller als die meisten Recovery Service Verträge, die im Rahmen eines SLA (Service Level Agreement) die Systemwiederherstellung innerhalb von vier Stunden gewährleisten, rechnet Fujitsu vor.

Preise und Verfügbarkeit

Der Fujitsu Primequest 1800E2 Server ist ab sofort erhältlich. Der empfohlene Listenpreis beginnt bei 120.000 Euro. Dafür erhalten Kunden 1 Systempartition mit 2 CPUs Xeon E7-8830, 64 GB RAM, 2x FCoE Dual-Channel, 2x 10 GB Dual-Channel Ethernet, 2x 147 GB HDD.

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