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High Performance Computing unter Windows Der HPC Server 2008 trimmt Windows zur Höchstleistung (Teil 1)

| Autor / Redakteur: Johann Baumeister / Florian Karlstetter

Relativ unbemerkt von dem Trubel um die neuen Versionen des Windows Server 2008 hat Microsoft im letzten Jahr auch ein neues Release des Windows High Performance Computing Server freigegeben. Dieser zielt auf höchste Rechenleistung für ausgewählte Anwendungsgebiete. Über die Möglichkeiten des HPC Server 2008 haben wir uns informiert.

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High Performace Computimg mit Windows HPC Server 2008.
High Performace Computimg mit Windows HPC Server 2008.
( Archiv: Vogel Business Media )

High Performance Computing (HPC) fristet ein Schattendasein in der Welt des Computing. Dies hat mehrere Gründe. Zum Einen wird diese Form der „Datenverarbeitung“ nur in relativ wenigen und speziellen Bereichen angewandt. Folglich hat die überwiegende Mehrheit der Anwender auch nie damit zu tun. Ferner haben die dabei verwendeten Techniken, Verfahren und Werkzeuge kaum eine Gemeinsamkeit mit den gängigen Tools. Und schließlich waren die dazu notwendigen Hardwaresysteme meist extrem teuer und somit für den gängigen Anwendungskreis kaum erschwinglich.

Dies alles wird sich in Zukunft sicherlich ein wenig ändern und das High Performance Computing wird mehr in das öffentliche Licht rücken. Auch dafür gibt es mehrere Ursachen. Die neu aufkeimenden Multicore-Prozessoren ermöglichen den Einsatz von Parallelverarbeitung auf jeglichen Standardrechnern. Will man diese Mehrkern-Boliden auch wirklich nutzbringend einsetzen, so kommt man über kurz oder lang nicht um die Techniken der Parallelverarbeitung herum. HPC wiederum ist Parallelverarbeitung per excellence. Des Weiteren verwendet Microsoft als Grundlage für seinen Windows HPC Server 2008 eben gängige Standard-Prozessoren aus der x86-Reihe. Ferner basiert der HPC Server auf den Grundlagen des Windows Servers. Damit wird High Performance Computing auch auf Standardrechnern mit Standardbetriebssystemen erschwinglich und machbar. Aus diesem Grunde wollen wir es in diesem Beitrag näher durchleuchten.

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Kriterien des High Performance Computing

Was genau verbirgt sich hinter HPC und was ist kein High Performance Computing? Wie ist die Angrenzung zu Clustern? Welche Rolle spielen die Multicore-CPUs? Diese Fragen wollen wir zuerst klären.

HPC steht für die Bearbeitung von Daten mit Höchstleistungsrechner. Dabei spielt die Architektur der CPU prinzipiell keine Rolle. Wenngleich heute die x86-Architektur der Intel- und AMD-Systeme dominieren, so stellen sie dennoch nicht die einzige Prozessorspezies dar. Vor mehr als einer Dekade konkurrierten noch mehrere unterschiedliche CPU-Architekturen. Sun und seine RISC-Architektur oder etwa der Power-PC von IBM waren als Wettbewerber der x86-er Systeme ehemals weitaus präsenter. Mittlerweile fristen diese CPUs eher ein Nischendasein. Ferner gab und gibt es auch heute noch spezielle Hochleistungssysteme, wie etwa die AlphaServer von HP, die Rechner von NEC oder die schon legendären Cray-Systeme, die nun auch zu Sun gehören. Alle diese Prozessoren wiesen eine eigene Architektur auf und machten ein jeweils eigenständiges Rechnerdesign notwendig. Doch individuelle Nischenprodukte sind immer teurer als der Massenmarkt mit Massenfertigung. Diese allerdings wird seit über zwei Jahrzehnten von der x86-Architektur dominiert.

weiter mit: HPC auch mit Standard-Servern

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