Die Datensicherung virtueller Maschinen über das Speichersystem beschleunigen

Der HP Data Protector kooperiert gut mit VMware Vstorage

02.03.2011 | Redakteur: Rainer Graefen

Enge Integration zwischen VMware und HP Data Protector
Enge Integration zwischen VMware und HP Data Protector

Der Verzicht ist keine Option. Wahrscheinlich hätte der Backup-Operator noch alle Restore-Parameter im Kopf, der Stellvertreter mit Sicherheit nicht. Das Nachschlagen von IP-Adressen,

Passwörtern, die korrekten Kommandos für ein Backup-Programm wie den Data Protector, all das und mehr sollte man im Ernstfall – und sei es nur zur eigenen Sicherheit - in einem Handbuch nachschlagen können.

Hausmann: „Natürlich gibt es gute Software-Tools als Alternative zum Notfall-Handbuch, die sogar Änderungen dynamisch nachvollziehen können. So ein überlebenskritischer Rechner muss dann aber auch hochverfügbar sein.“

Data Protector hilft VMware bei der Automatisierung

Wer mit dem ESX-Server von VMware arbeitet, weiß, dass der physische Server am oberen Leistungslimit bei 60 bis 90 Prozent Auslastung arbeitet. Damit ist die Backup-Performance stark eingeschränkt, so dass auch die optimistisch geschätzte Dauertransferrate von etwa 100 MByte pro Sekunde für ein GbE-Netzwerk nicht ausgenutzt werden kann.

HP hat dies im eigenen LTO-5-Laufwerk berücksichtigt, das im Bereich von 47 bis 140 MByte/s „streamt“. Wird selbst die untere Marke vom Backup-Server nicht erreicht oder ist der Rahmen für RPO und RTO zeitlich sehr eng definiert, hilft es nur noch die Daten direkt vom Speichersystem „abzuziehen“. Zum Beispiel sind die beiden Mittelstandsspeicher HP EVA, jetzt P6000, oder das iSCSI-System HP Lefthand, jetzt P4000, auf diese Vorgehensweise vorbereitet.

Das ist nicht ganz trivial, da VMware-APIs, das Speichersystem und HPs Data Protector präzise zusammenspielen müssen. Sofern das Backup von einer Datenbankanwendung gezogen werden soll, sind zusätzliche vorbereitende Maßnahmen notwendig, um die Konsistenz der Datentabellen zu gewährleisten. Der Data Protector erzwingt diesen Zustand, indem es die Datenbank in den sogenannten Backup-Modus „fährt“.

Damit ist allerdings nur die erste Grundlage für eine konsistente Datensicherung gelegt: Nach der ersten kurzen Abstimmung vom Data Protector (DP) mit der Anwendung, muss sich der

  • DP noch mit dem ESX-Server abstimmen, sofern die Anwendung auf einer VM läuft.
  • Dann muss DP auf dem Storage-System einen Snapshot auslösen,
  • dies muss dem VMware-Server über die Vstorage-API mitgeteilt werden,
  • die Abstimmung mit Vcenter ist erforderlich und zum Abschluss ist auch noch
  • der VMware Backup-Server zu aktivieren.

Der eigentlich erwartbare Performance-Einbruch durch diesen Ablauf, wird z.B. bei der EVA mit Vsnap, also mittels Snapshot-Technik, auf eine Zeitspanne von etwa zehn Sekunden verkürzt.

Der Data Protector greift nun ins Storage-System und zieht mit Vstorage-Methoden die Daten ab. Da im SAN Datentransferraten zwischen 400 und 800 MByte pro Sekunde erzielbar sind, würde diese Geschwindigkeit sogar noch für die nächste und übernächste Generation der LTO-Laufwerke ausreichen.

Dies funktioniert innerhalb des Speichersystems als Business Copy, kann bei höherem Verfügbarkeitsbedarf auch per Continuous Access auf ein zweites Speichersystem erfolgen.

Anwender sollten die Komplexität der Datensicherung virtueller Maschinen einerseits nicht unterschätzen, andererseits macht HPs Data Protector das nach der ersten Konfiguration alles automatisch. Für die Umsetzung eignet sich das P4000, das P6000 sowie in Kürze auch das P8000 (3Par).

 

Spezifikationen HP StorageWorks MSL4048:

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