Interview mit Herbert Grau über Internnet Filesharing

Der Grau Dataspace will auch lokalen Fileservern Konkurrenz machen

Seite: 2/2

Anbieter zum Thema

Storage-Insider: Lässt sich mit dem Data Space auch das Synchronisierungs-Problem bei der Bearbeitung von Dokumenten durch mobile Geräte lösen?

Herbert Grau: Ja, wir synchronisieren effizient mit dem Desktop über das CMIS Protokoll. Mobile CMIS Clients wie zum Beispiel Freshdocs können ebenfalls genutzt werden. Die mobilen HTML5 Clients erlauben nur den parallelen Upload von Dateien. Hier findet keine Synchronisation statt. Je nach Client werden Dateien, die bereits heruntergeladen wurden, zwischengespeichert. Das Owncloud-Gateway unterstützt auch alle Owncloud Clients.

Storage-Insider: Zur Zeit taucht jede Woche ein neuer Anbieter für Filesharing auf. Wie schafft man es in einer unternehmerischen Organisation gegen gute Ideen von anderen Anbietern zu bestehen, die Filesharing als intuitive Dienstleistung mit großem Funktionsumfang (z.B. Hightail) anbieten.

Herbert Grau: Die Qualität des Produktes muss einerseits überzeugen, andererseits das Preis/Leistungsverhältnis, der lokale Support und natürlich die Sicherheitsgarantien. Grau Dataspace ist heute in der Version 2.0 auf dem Markt und Grau Data kann auf eine Filesharing-Historie bis ins Jahr 2000 zurückgreifen. Sicherlich können andere Hersteller auch gute Lösungen bieten, doch in vielen Fällen ist die Skalierbarkeit begrenzt. Grau Dataspace lässt sich für kleine Unternehmen bis hin zu Lösungen mit bis zu 100.000 User für große Konzerne skalieren. Ein weiterer Vorteil liegt in der Inhouse-Lösung, wodurch das Unternehmen die volle Kontrolle über alle Daten und den Standort der Speicherung hat. Optional kann Dataspace auch bei einem Dienstleister gehostet werden, den das Unternehmen frei wählen kann. Ein sehr interessantes Feature ist die Möglichkeit eine hybride Cloud zu installieren, wodurch vielen Firmen - die einer Cloud Lösung skeptisch gegenüberstehen – die Bedenken bezüglich der Kontrolle ihrer Daten genommen werden. Durch die Master/Master Replizierung kann eine Dataspace-Instanz auf der eigenen Infrastruktur betrieben werden, während die synchronisierte Zweitinstanz bei einem Service Provider läuft. Bei Ausfall einer Instanz kann ohne Unterbrechung auf die zweite Instanz zurückgegriffen werden.

Storage-Insider: Was ist organisatorisch notwendig, damit Mitarbeiter ihre liebgewonnenen Filesharing Tools ad acta legen? Sollte man auch den privaten Datentausch per Dataspace zulassen?

Herbert Grau: Es gibt mehrere Möglichkeiten für Unternehmen unsichere und unkontrollierbare Filesharing Produkte zu verhindern. Einerseits kann ein Unternehmen eine einfache Regel aufstellen und die Mitarbeiter darüber aufklären, dass andere Filesharing Instrumente außer Grau Dataspace potenziell sehr unsicher sind und auch die Rechtssicherheit der Mitarbeiter durch die Nutzung solcher Lösungen nicht einwandfrei sichergestellt ist. Dafür sind Schulungen mit einer ordentlichen Einführung von Grau Dataspace in den Alltagsbetrieb eines Unternehmens sinnvoll. Darüber hinaus können IT-Administratoren mindestens den Zugang im Netz für unerwünschte Filesharing Programme verbieten. Sollte das Unternehmen zudem über ein Mobility-Management verfügen, kann dies auch auf mobilen Geräten realisiert werden.

Storage-Insider: Jedes Unternehmen hat seine eigene Strategie bezüglich Hard- und Software. Wie deckt Grau Dataspace die Kompatibilität zur Vielfalt an Plattformen ab?

Herbert Grau: Grau Dataspace basiert auf zwei Kernkomponenten. Im Rechenzentrum sitzt der Core auf File-Servern oder Datenbanken und kann mit allen gebräuchlichen Betriebsystemen und Datenbanken über Object-Store, CIFS, SQL beziehungsweise SQL/HA kommunizieren. Für den Nutzer steht Grau Dataspace auf einer CSS Style Sheet Web-Oberfläche zu Verfügung. Die Oberfläche wurde mit HTML5 Toolkits entwickelt und ist somit kompatibel zu allen relevanten Browsern wie Chrome, Firefox, IE oder Safari und damit auch zu iOS, Linux und Windows.

(ID:42285555)