Eigene Rechenzentren zusammengelegt und auf Effizienz getrimmt

Delta drückt den Sommer-PUE-Wert von 2 auf 1,4

| Autor / Redakteur: Ludger Schmitz / Ulrike Ostler

Rechenzentrums-Equipment von Delta
Rechenzentrums-Equipment von Delta (Bild: Delta)

Um die eigene IT effizienter und kostengünstiger zu betreiben, hat Delta Electronics zwei Rechenzentren in der Konzernzentrale in Taipei, Taiwan, zusammengefasst. Dabei kamen gleich alle gängigen Methoden zur Senkung des Energiebedarfs zur Anwendung.

Es könnte ja ganz nützlich sein, scheint sich Delta Electronics gedacht zu haben, als Anbieter von Infrastruktur-Komponenten für Rechenzentren (RZs) zu demonstrieren, was man drauf hat. Eine Zusammenlegung von zwei Rechenzentren aus zwei Gebäuden zu einem einzigen, sollte nicht nur Platz sparen. Es ging auch darum, die Systeme in einem modularen Konzept zur zentralisieren, höhere Verfügbarkeit und Skalierbarkeit zu erreichen sowie kostengünstiger zu arbeiten. Nebenbei wäre geringerer Energieverbrauch umweltfreundlicher.

Das neue Rechenzentrum (siehe Bildergalerie) besteht aus zwei Server-Räumen, in denen jeweils vier Rack-Reihen aufgebaut sind. In einem Raum stehen sich die Server in klassischer Art Rücken an Rücken gegenüber, so dass sich jeweils ein Heißluftgang zwischen ihnen befindet. Im anderen Raum ist es genau umgekehrt; die Server stehen frontal an zwei Kaltgängen gegenüber. Denn hier war es baulich möglich, direkt Außenluft zur Kühlung zuzuführen.

Es war einmal... wie anderswo auch

In den alten Rechenzentren hatte es keine konsequente Trennung der Zonen heißer und kalter Luft gegeben. Die Server wurden ausschließlich mit Ventilatoren luftgekühlt. Es gab keine Kopplung mit den Kühl- und Heizungssystemen des Bürogebäudes. Und wie üblich war es in den Rechnerräumen sicherheitshalber viel zu kalt. All das sollte sich ändern – und einiges mehr.

Jetzt sind jeweils zwei Rack-Reihen voll ummantelt, um eine Mischung von kalter beziehungsweise warmer Luft zu verhindern. Die Klimatisierungsbasis ist Wasserkühlung, denn die spart gegenüber der Luftkühlung nach Delta-Angaben 30 Prozent Energie. Die Ventilatoren drehen zehn Prozent langsamer, was ihren Energieverbrauch um 27 Prozent reduziert. Die Pumpen für Chiller und Kondensoren sind steuerbar, um den Wasserdurchfluss an den Kühlbedarf anpassen zu können.

Außerdem wird Frischluftkühlung genutzt. In Taipeh ist das an 46 Prozent der Tage im Jahr möglich. Wenn die Außentemperatur unter 25 Grad Celsius fällt, blasen Ventilatorensäulen, Außenluft in die zwei Kaltgänge des einen Rechnerraums. Die heiße Luft wird aus dem Restraum abgesaugt. Unter 15 Grad Außentemperatur springt ein Wärmetauscher der Wasserkühlung an.

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