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Dell-Bundles für einen schnellen Start in die Cloud Dell mit Diensten und Rechenzentren fit für die Cloud

Autor / Redakteur: Johann Baumeister / Ulrike Ostler

Dell springt auf den Zug des Cloud Computing auf und stellte Anfang April ein Paket an neuen Lösungen vor. Parallel dazu will das Unternehmen zehn Data Center und zwölf Solution Center aufbauen und damit sein Cloud Engagement voran treiben.

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In vStart bündelt Dell alle Baugruppen und Hilfen die zum Betrieb von Anwendungen notwendig sind. Quelle: Dell
In vStart bündelt Dell alle Baugruppen und Hilfen die zum Betrieb von Anwendungen notwendig sind. Quelle: Dell
( Archiv: Vogel Business Media )

Zum Cloud-Angebot von Dell gehören fertige Dienste, Systeme und auch Plattformen für den Cloud-Betrieb. In „vStart“ etwa bündelt Dell eine fertig konfigurierte Hardware in einem 19-Zoll-Rack. Zum Umfang des Systems gehören alle IT-Baugruppen, die zum Betrieb von Anwendungen benötigt werden.

Eingeschlossen sind das Server-System „Poweredge“, ferner Speicher, die Netzwerkverbindungen und die Basisinfrastruktur samt Stromversorgung und Kühlung. Als Speichersysteme kommen „DX 6000“- Archive und „Equalogic PS“ zum Einsatz. Die Netzwerktechnik wird durch die Dell PowerConnect Switches realisiert.

Dell adressiert das System in erster Linie für den Bereich Virtualisierung und Cloud Computing. Zum Umfang von vStart gehören daher Hypervisoren und die Management-Software zur Verwaltung und Überwachung der Systeme. Als Hypervisor setzt Dell in der Einführungsphase auf „VMware vSphere“, später soll auch das Konkurrenzprodukt Hyper-V von Microsoft für die Box verfügbar sein.

Zwei Rack-Varianten

Dell bietet das Rack vorerst in zwei Ausbaustufen an, weitere sollen folgen. Das kleinere der beiden Modelle ist für 100 virtuelle Maschinen ausgelegt, die größere Variante soll das Doppelte an virtueller Last stemmen können. Die Ausführung mit 100 virtuellen Maschinen soll in USA für 9900 Dollar angeboten werden. Preise für eine europäische Variante wurden noch nicht genannt.

Durch die Vorkonfiguration und eine optimierte Abstimmung der Baugruppen aufeinander soll die Inbetriebnahme aber auch der laufenden Betrieb des Systems möglichst einfach werden. Dell geht nach eigenen Aussagen davon aus, dass sich der Implementierungszyklus von Anwendungsdiensten durch diese Vorkonfiguration auf circa 50 Prozent der sonst notwendigen Zeit verkürzen lässt. Auch Dell spricht nun in diesem Zusammenhang von der Konvergenz der Infrastruktur.

Zur Verwaltung von vStart setzt Dell auf die Kombination unterschiedlicher Management-Tools. Für die Hardwareverwaltung und systemnahen Arbeiten liefert Dell bereits seit dem letzten Jahr sein Toolset „Virtual Integrated System“ (VIS). Dieser Werkzeugkasten besteht aus den drei Modulen „VIS AIM“, dem „VIS Self-Service Creator“ und den „VIS Director“. Mit den drei Verwaltungs-Tools sollen die Unternehmen alle Aufgaben, die beim Einsatz von virtuellen Systemen anfallen, abdecken können.

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Fertige Konfiguration führt zum schnellen Einsatz

Bryan Jones von Dell möchte die Herausforderungen der virtuellen Welten durch ein Pakete an Diensten und Produkten vereinfachen. Quelle: Johann Baumeister (Archiv: Vogel Business Media)

Die Verwaltung der VMware-bezogenen Dinge erfolgt durch „vCenter“ und weitere VMware-Tools. Der Part der Microsoft-Verwaltung wird durch die System Center Module übernommen.

Mit vStart betritt ein weiterer Anbieter den Ring der vorkonfigurierten Systeme. Bereits heute tummeln sich hier HP und dessen Matrix, IBM und seine „Cloud Burst“ oder etwa Cisco und dessen „vBlock“. Wenngleich sich die Implementierung der Hersteller unterscheiden, in einem sind sie sich einig: Sie allen wollen durch Vorkonfiguration und bestmögliche Abstimmung der Bausteine aufeinander die Inbetriebnahme und Verwaltung von Cloud-Infrastrukturen möglichst einfach gestalten.

Das zweite Angebot von Dell gehört zur Gruppe der Plattform-Dienste (PaaS). Das Unternehmen bietet in Zukunft einen virtuellen Desktop als fertige Lösung an. Hierbei setzten die Texaner auf die zwei führenden Angebote in diesem Segment: „Xen Desktop“ und „VMware View“.

Auch hinsichtlich der Ausführumgebung haben die Unternehmen frei Wahl. Dell bietet sowohl das Hosting des Dienstes in seinem Rechenzenten, ermöglicht aber auch den Betrieb im Data Center (der private Cloud) des Unternehmen. Zudem sind laut Dell Mischformen machbar. Die Basis der virtuellen Desktops ist der „ESX-Server“ von VMware.

Erste Cloud-Dienste von Dell aus der Cloud

Ein Dienst für Email- und Datei-Archivierung ist das dritte neue Angebot von Dell. Dieser Dienste wurde nach den Aussagen von Dell aufgrund der regen Nachfrage der Dell-Kunden ins Angebot mit aufgenommen.

Mit vStart, dem virtuellen Desktops und dem Archiving-Dienst möchte Dell in dem wachsenden Markt der Cloud Fuß fassen. Dazu dienen auch die zahlreichen Übernahmen der Texaner in den letzten Jahren.

Von Compellent kamen beispielsweise die Speichersysteme für das Enterprise, Scalent steuerte die Verwaltungssuite VIS/AIM bei. SecureWorks liefert Sicherheitsdienste und Perotsystems übernimmt durch Consulting-Dienste die Implementierung Daneben sind aber auch die Partner im Boot.

Cloud-Angebote erfordern größere Infrastrukturen bei Dell

Neben schon erwähnten Unternehmen VMware, Citrix und Microsoft sind die Partner Juniper, Commvault und Symantec. Diese letzteren beiden liefern die Lösungen für Archiving und Backup.

Parallel zu diesen Diensten will Dell zehn neue Data Center weltweit aufbauen. Diese sollen dann als Grundlage für Dells Public-Cloud-Angebot genutzt werden. Außerdem sind 12 globale Solution Center geplant. Sie sollen als Test- und Evaluierungsplattform den Kunden zur Verfügung stehen. Für Europa sind die Standorte Frankfurt, Paris und Limerick (Irland) geplant. Insgesamt möchte Dell im laufenden Geschäftsjahr rund 1 Milliarde US-Dollar in den Aufbau eigener Rechenzentren und die Entwicklung von IT-Diensten stecken.

Der Autor:

Johann Baumeister ist freier Autor in München.

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