Global Services und maßgeschneiderten Lösungen statt Boxenstopp

Dell: Direkt zum Vollanbieter

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Dell besetzt alle relevanten IT-Sparten

Das gilt auch für das wichtige Thema Sicherheit. Vor ziemlich genau einem Jahr übernahm Dell das Dienstleistungsunternehmen Secureworks und bietet seither Services rund um das Thema Security an. Das Angebot reicht von der Risikoberatung und dem Aufspüren von Bedrohungen bis hin zu Managed Services.

Weltweit nutzen mehr als 1.500 Finanzunternehmen die Secureworks-Dienste, die nach eigenen Angaben täglich mehr als 13 Milliarden Vorfälle abarbeiten. Allerdings wird diese Dienstleistung noch nicht bei uns angeboten.

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Da Dell natürlich weiterhin Geld mit Hardware erwirtschaften will, hat man sich auch mit der Entwicklung von kompletten Rechenzentren befasst. Dabei legt man besonderen Wert auf Energie-Effizienz. Dells Spitzenangebot für das modular aufgebaute Rechenzentrum im Container enthält bis zu 2.500 Server und ist mit einem PUE-Wert (PUE = power Usage Effectivness) von 1,05 zertifiziert. (siehe: Abbildung 4).

Mit Dell sollen die Kosten sinken

Dell Global Services legte den Schwerpunkt der Service-Aktivitäten unter anderem auf den Kernbereich Gesundheitswesen, wo man nach Angaben von Gartner mittlerweile weltweit die Spitzenposition innehat. Dafür hat die Company das „Mobile Clinical Computing“ (MCC) entwickelt, das alle Patientendaten auf Knopfdruck bereit stellt und dabei auch noch als Mobillösung funktioniert (siehe: Abbildung 5).

Das Marienhospital in Stuttgart, das bis zu einer Million Patientenakten verwalten muss, nutzt MCC auch für die elektronische Visite. Das ist eigentlich eine elektronisch gestützte Visite, bei der Chefarzt und Gefolge am Krankenbett per Mobilcomputing sofort auf alle gespeicherten Daten des Patienten zugreifen können. Das führt nicht nur zu qualitativ besseren sondern auch zu schnelleren Entscheidungen, bei denen das Krankenhaus auch noch Geld sparen kann.

Dell will die Komplexität reduzieren

Auch in puncto Software-Entwicklung etabliert sich Dell als Lösungsanbieter, beispielsweise bei der Lufthansa. Die Airline wünschte sich ein neues Ticketing- und Reservierungs-Frontend, das von den mehr als 10.000 Lufthansa-Usern einfach zu bedienen sein sollte.

Für die Airline war das besonders wichtig, da die 50 Millionen Passagiere, die jährlich mit der Kranichlinie fliegen, nichts von der Umstellung bemerken sollten. Um eine maßgeschneiderte Lösung aus einer Hand bieten zu können sollten Entwickler und Qualitätssicherung vor Ort sitzen. Zusätzlich hat Dell sogar ehemalige Lufthansafachleute übernommen und sich damit auch Knowhow gesichert.

Dass Beratung nicht unweigerlich in Hard- oder Softwarei-Ivestitionen enden muss, versucht Dell mit den Consulting Services zu beweisen. Hier werden die globalen Themen besprochen, die für alle Unternehmen gelten: Datenwachstum, durch Virtualisierung sich verdichtende Infrastrukturen mit allen Problemen im Rechenzentrum oder ganz generell das Aufspüren von bislang ungenutzten Geschäftschancen. Dell orchestriert dabei sowohl die Enduser-Umgebungen als Rechenzentrumarchitekturen und die Ausrichtung der gesamten Unternehmens-IT.

Die Investitionen tragen Früchte

Wie gut sich zugekaufte Firmen in das Dell-Portfolio einfügen, lässt sich an der Management-Suite „Kace“ beispielhaft zeigen. Dell hatte Kace Anfang 2010 übernommen und die Kundenbasis nach eigenen Angaben seitdem um 300 Prozent vergrößert.

Allein in Europa arbeiten rund 400 Firmen in 20 Ländern mit der System-Management-Lösung. Die Investition kam wohl genau zur richtigen Zeit und im richtigen Umfang für die Dell-Kundschaft, wie die jüngste Zufriedenheitsstudie des Hauses beweist.

Danach bestätigen 60 Prozent der befragten Nutzer, dass die Installation mindestens nach einer Woche abgeschlossen und das System einsatzbereit war. Mehr als 70 Prozent ist mit Kace „sehr zufrieden“ – wahrscheinlich auch deshalb, weil der Return on Investment (ROI) für sie innerhalb von sechs Monaten erreicht werden konnte.

Der für Kace verantwortliche Marken-Manager Dirk Schepanek für den Erfolg unter anderem darauf zurück, dass die Lösung benutzerfreundlich ist und die anstehenden Aufgaben weitgehend automatisiert abarbeitet.

Die Autorin:

Kriemhilde Klippstätter ist Autorin, Coach und Mediatorin in München.

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