CeBIT 2017: Om7Sense präsentiert Energiemanagement-Lösung für KMUs

„DCIMs sind abschreckend teuer und überbordend“

| Autor: Ludger Schmitz

(Bild: Om7Sense/Ludger Schmitz)

Die meisten Rechenzentren sind ziemlich klein, verbrauchen aber unnötig Energie. Für sie sollte Energiemanagement erschwinglich, einfach zu bedienen, flexibel und preisgünstig sein. Om7Sense hat so eine Lösung.

Ein Startup ist gut beraten, mächtig auf den Putz zu hauen, um überhaupt gehört zu werden. Bei John Read hört sich das beispielsweise so an: „DCIMs, die üblicherweise nur in großen Installationen Anwendung finden, sind abschreckend teuer und bieten so überbordend viele Funktionen, die kleine und mittlere Rechenzentren schlicht und ergreifend nicht brauchen.“ Der Mann ist Mitgründer und Geschäftsführer des Startups Om7Sense. Und der bietet für KMUs eine Lösung für das Energiemanagement an, „die sehr einfach zu bedienen, skalierbar und flexible ist und dabei zu einem enorm wettbewerbsfähigen Preis verfügbar sein wird“.

Ein weites Hardwarespektrum unter Aufsicht

Die Om7Sense-Plattform ist ein Hersteller- und Protokoll-übergreifendes System, das eine große Bandbreite an Geräten in Rechenzentren und anderen industriellen Einsatzszenarien unterstützt, von PDUs (intelligenten Stromleisten) über Klimaanlagen bis hin zu Brandmeldeanlagen. Die Lösung eignet sich für die Sammlung, Kontrolle und das Management von Rechenzentrums-Equipment, zum Beispiel PDUs von Raritan (Legrand), GUDE, Schleifenbauer, PDU eXpert, APC (Schneider) und OEC (AP) ebenso wie Sensorboxen von HW group sowie Klimaanlagen von BM Green Cooling.

Nach einer Plug-and-Play-Installation erkennt und installiert die Om7Sense-Plattform alle angeschlossenen PDUs und weitere Geräte vollautomatisch. Deren Daten werden zusammengefasst, in Echtzeit aktualisiert, über den Zeitverlauf hinweg archiviert und lassen sich für weitere Analysen exportieren. Visualisierungs-Technologie bietet einen Überblick über alle Gerätewerte (beispielsweise Strom, Temperatur), sowohl aktuell, als auch historisch.

Fernwartung spart Personal vor Ort

Die Om7Sense-Plattform ermöglicht Energiemanagement und Wartung aus der Ferne: von jedem Laptop, Smartphone oder Tablet aus, zu jeder Zeit und an jedem Ort, was den Bedarf an Vor-Ort-Technikern reduziert. Sobald der Administrator diese Funktion aktiviert, lassen sich Geräte ein- und ausschalten und neue Funktionen aus der Ferne einsetzen.

Die Verkaufsargumentation von Om7Sense geht so: Mindestens 95 Prozent der Rechenzentren in Deutschland haben kleine bis mittlere Größe. Nach einer Studie der kalifornischen Stanford Universität laufen aber 30 Prozent aller Server ohne Last. Also ließe sich mit Energiemanagement für KMUs besonders viel Strom sparen.

Bisher ist DCIM elitär

Für Unternehmen dieser Größe und ihre Rechenzentren sind aber die üblichen Lösungen für Datacenter Infrastructure Management (DCIM) nicht gemacht. Sie sind für sie viel zu teuer, funktional überbordend sowie kompliziert einzurichten und zu bedienen. Mit dieser Argumentation und ihrem Produkt hat die erst im letzten Jahr gegründete Om7Sense wohl Anklang gefunden. Das Unternehmen aus Haag bei München erhält Gründerförderung im EXIST-Programm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) sowie der Europäischen Union (ESF).

Om7Sense stellt aus in der „Rechenzentrumshalle“ 12 am Stand E88 (E84/3).

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